Zu Unrecht werden sie auf ihren Status als Goth-Großväter reduziert. Sie waren nämlich alles, was den sogenannten Gothrockern abgeht: abwechslungsreich. Auf dieser Platte wird das besonders deutlich. Das lag wohl auch daran, daß sich Auflösungserscheinungen bemerkbar machten. Jeder hatte seine eigenen Songs, auch wenn das nicht kundgetan wurde. "Mr. Moonlight", eine schöne, melancholische Piano-Ballade ist von Bassist David J komponiert und gesungen, und das Pink Floyd-Plagiat "Slice of life" ist offensichtlich von Gitarrist Daniel Ash. So eine Art "Weißes Album" von Bauhaus, denn allerlei Stile wurden zelebriert.
Als Sammelsurium ihrer verschiedenen Talente aber sehr ergiebig. Mit "She's in parties" gehen sie tanzen (wenn auch recht brachial), während "King Volcano" dezent das englische Mittelalter zitiert. "Honeymoon croon" ist fast Rockabilly und das Titelstück mäandert endlos wie einst "Bela Lugosi's dead" anno 79. Als hübschen Schlußpunkt gibt's noch das besinnliche "Hope".
Tja, danach war Schluß (auf dem letzten Konzert soll David J "Rest in peace" ins Mikro gemurmelt haben, worauf sie nicht mehr gesehen waren).
Fortsetzung: Tones on Tail, Love and Rockets, Dalis Car und (nur nicht von Drummer Kevin Haskins) einige Soloplatten.