Auf "Burnin" geben die Wailers in ihrer Originalbesetzung mit Marley, Tosh & Livingston nochmal alles was sie haben und das ist so ziemlich das beste, was man in Reggae-Gefilden zu hören bekommen wird.
Nach "Burnin" ging es meiner Meinung nach mit Bob Marley und den Wailers erstmal bergab - wie auf der nachfolgenden "Natty Dread" nachzuhören ist. Der Ausstieg von Peter Tosh und Bunny Livingston hatte ein zu großes Loch gerissen und es sollte einige Zeit dauern, bis Bob Marley mit den Resten der Wailers und den neu hinzugekommenen I-Threes wieder ein ähnliches Niveau erreichen würde, wie es auf den Upsetter-Aufnahmen , "Catch a Fire" oder "Burnin" zu hören ist.
Für mich ist die Anfangszeit der Wailers von Mitte der 60er-Jahre bis 1973 nach wie vor ihre "große" Zeit (auch wenn sie damals noch nicht "Wailers" hießen :), in der sie Musik gemacht haben, die ihresgleichen sucht. Einige der alten Stücke wie "Small Axe" und "Put It On" sind in einer neuen Interpretation auch auf "Burnin" vertreten, was mich besonders freut.
Für alle, die die "wahren" Wailers und den "wahren" Bob Marley - abseits von all den Schubladen ("Kiffer-Prophet" etc.)- kennenlernen möchten, ist "Burnin" uneingeschränkt empfehlenswert.