das rockalbum. ja, das ist anders instrumentiert als die anderen harper-sachen, aber es ist die gleiche musik, nur mit anderen mitteln angetrieben: soul, funk, blues, folk, gospel, reggae. halt mit mehr wucht aufs band genagelt. teilweise klingen die songs wie der soundtrack zu einem - sehr guten - spaghettiwestern, was wieder schön zum cover passt.
was ich aber viel auffälliger und "anderser" finde als die musik, sind die texte: nix "with my own two hands", sondern verzweiflung, trauer, verunsicherung, sarkasmus. "how i miss the good old days, but i'm glad they're gone" heißt es da. "Am i the man i choose to be or just the man i used to be?" oder: "this empty room it filled my mind". oder "i'm hopelessly addicted, addicted to your sorrow".
kann man mehr bitterkeit zum ausdruck bringen als mit den zeilen "please bleed so i know that you are real, so i know that you can feel the damage that you've done, whoa, who'd have i become, to myself i am numb, i am numb, i am numb"? (die taubheit in der seele gleich dreimal beschworen!!!)
oder: kann man hoffnungslose hoffnung besser zum klingen bringen als mit einer unglaublich charmanten, schwerelosen melodie - und dem dranhängenden text "i always have to steal my kisses from you"?
so viel seelenautschi ... hatte er da grad eine scheißtrennung hinter sich?
immer öfter ist das mein lieblingsalbum von ben harper. fröhlich verbittert sein, das geht nur: hier.