Was der ehemalige Vio-lence Schreddermeister Robb Flyn mit seinen Machinenköpfen auf „Burn my Eyes" veranstaltete ist schlicht sensationell. Brutalster Neo-Thrash, der bei allen fast zwangsläufig auftretenden Parallelen zu den Kollegen von Pantera (weniger) oder Sepultura (mehr) höchst originell aus den Boxen tönt. Mit „Blood for Blood" (ursprünglich für Vio-Lence geschrieben, da aber für nicht gut genug befunden) zollen die Jungs auch ihren Faves von Slayer auf brillante Art und Weise Tribut. Das „Burn my Eyes" seinerseits auch als Inspirationsquelle für diverse Nu Rock/Metal-Kapellen herhalten musste ist nicht zu bestreiten, kann den Kaliforniern, ob der meist ärmlichen Qualität dieser, aber nur schwer angelastet werden. Wer aus göttlichen Vorlagen wie „Davidian", „A thousand Lies", „None but my Own" oder „A Nation on Fire" nix zu machen weiß, sollte sein Glück bei der Müllabfuhr, dem Finanzamt oder 'ner Boyband aber nicht im Musikbiz versuchen. Neben den bereits erwähnten Titeln eignen sich auch „Death Church", „Real Eyes, realize, real Lies" und „Block" als Anspieltipps. Wer also auf moderne und trotzdem originelle Metalsounds der Härtechampions League steht, sollte „Burn my Eyes" in jedem Fall im Schrank stehen haben.