440 Seiten und ein Epilog, welch eine detaillierte Biografie über einen (leider noch kaum anerkannten) Physiker! Dem Autor gebührt große Anerkennung für das akribische Zusammentragen des Materials eines Jahrzehnte währenden Forschungs- und Leidensweg des Physikers Burkhard HEIM.
Aus welchem Interesse auch immer Sie auf den Physiker B. HEIM gestoßen sind und nun die diesem Buch anhängenden Rezensionen lesen, diese Biographie kann ich jedem aufgeschlossenen naturwissenschaftlich Interessierten als Einstiegslektüre empfehlen. Über 70 Jahre Lebensgeschichte sind hier in einer spannenden, sehr flüssigen Weise beschrieben. Wirklich, man leidet als Leser förmlich mit bei den Geschichten von Schicksalsschlägen, Behinderungen und Operationen, sowie dann bei den Schilderungen der Anfeindungen, Gemeinheiten und nicht endend wollenden Grabenkämpfen bei den Publikationen von Forschungsergebnissen! Viele Biografien über Forscher aus dem Mittelalter, die mit der Wahrheit der Erkenntnis ihrer Zeit voraus waren, kommen hier wieder in Erinnerung.
Nun, dieses Buch über B. HEIM enthält keine Formeln, aber neben der akribischen Lebensbeschreibung viele tiefgründige wissenschaftliche Aussagen. Tiefgründig heißt hier, dass, wer Interesse entwickelt und hinter die Kulissen schaut, den Stoff für Jahrzehnte einer erfüllenden Beschäftigung mit einem Paradigmenwechsel der Naturwissenschaft (und Philosophie) findet.
Hier soll nur ein einziges Beispiel aus diesem Buch zitiert werden und die nicht endend wollende (mögliche) physikalische Substanz aufgezeigt werden:
Auf Seite 286 bis 288 sind einige Ergebnisse der Theorie bis zum Jahr 1963 dargelegt. Hier wird z.B. angedeutet, dass B. HEIM aus den Lösungen einer Gleichung 7. Grades auf den Ursprung der Welt in Form von drei Kugelflächen geschlossen hat (also keine Urknallsingularität wie S. HAWKING in seiner Dr. Arbeit als Folge der Einsteinschen Gleichungen erarbeitet hat). Einen schönen ersten Überblick zu den physikalischen Arbeiten bietet hier Horst WILLIGMANN (Grundriss der Heimschen Theorie, Resch Verlag), hier ab S. 38 speziell zu diesem angeführten Passus der kosmogonischen Sphärentrinität (vor über 10Exp100 Jahren!).
Wer nun mehr Tiefgang sucht, geht in B. HEIM "Mensch und Welt" (Resch Verlag) ab S. 53. Wer Spaß hat das nachzurechnen, liest weiter in HEIM, Elementarstrukturen der Materie Bd. 2 ab S. 56, weiter in Bd. 1, hier unter Mitarbeit von Herrn Walter DRÖSCHER (2. Lösungszweig) und Bd. 3 (DRÖSCHER, HEIM) ab S.31, Lösungen S. 38.
Und nun staunt man über Formeln des kosmologischen Ursprungs, die nur von Pi und e abhängen, von einem Urgrund nach einem Apeiron (Begriff von Hedwig CONRAD-MARTIUS, vgl. auch S. 235-238 rezensiertes Buch, weitere Bücher von C.M. u.a. :"Das Sein", "Der Raum", "Die Zeit" ), in dem die Autoren den Einfluss der "Urzahlen", der Primzahlen zu erkennen glauben (vgl. ohne Formeln" WILLIGMANN S.72 ff), und findet sich just in der Zahlentheorie wieder.
Schließen möchte ich diesen einzigen Ausflug mit einem Zitat von Horst WILLIGMANN (S.72): "Wieso Zahlen in einem weltlosen Abgrund, dem Apeiron, "existieren" können, ist eine tiefsinnige Frage. Zahlen sind eben Begriffe und "keine Dinge", also offenbar vom materiellen Bestand des Universums unabhängig. Dieser Gedanke spielt bei HEIM und DRÖSCHER eine große Rolle."
Einige Arbeiten von B. HEIM harren noch der Veröffentlichung. So wird z.B. auf S. 165ff der vorliegenden Biografie auch auf die von B. Heim entwickelte Syntrometrie", eine mehrwertige, formale Logik hingewiesen (DIE Verbindung von messbaren Größen und ontologisch nicht festgelegte Begrifflichkeiten, also immaterielle Entitäten wie Gedanken, Ideen etc; Manuskript 1976, 319 S. ), die heute nach Jahrzehnten noch nicht publiziert ist (vgl. auch "Das Neue Weltbild des Physikers B.HEIM", gleicher Autor, S.55ff, und H. WILLIGMANN S.96ff). VON LUDWIGER S. 165: ".. eine Arbeit, die er (B. HEIM) später zur bedeutendsten Leistung in seinem Leben zählen wird."
Fazit: Dieses Buch kann der Startschuss für viele erbauliche Stunden sein, "Hürden des Denkens müssen überwunden werden" (v. LUDWIGER, Das neue Weltbild S. 62), die synaptische Plastizität unserer grauen Zellen wird gefordert und kreatives Denken angeregt!