Kurzbeschreibung
Die Entdeckung des Romans "Der Schleier im Main" von Alexandre Dumas war eine Sensation. Nun folgt mit "Burg Eppstein" der zweite Roman, den der große französische Autor im Rhein-Main-Gebiet ansiedelte. Seine Geister- und Liebesgeschichte ist spannend und schaurig, skurril und fantastisch. Die Burg Eppstein, die heute längst eine Ruine ist, ist im Roman der Schauplatz einer unheimlichen Geschichte, die Dumas mit viel Erzählfreude und Fabulierlust darbietet. Es geht darin um eine Prophezeiung und eine Liebe, die über den Tod hinausreicht. Clemens Bachmann hat den Roman kongenial ins Deutsche übertragen und damit ein Kleinod der Schauerliteratur wieder zugänglich gemacht. "Burg Eppstein" gehört in die Tradition der schwarzen Romantik, ein E.T.A. Hoffmann oder auch ein Edgar Allan Poe standen Pate bei seiner Niederschrift. Wiedergänger, Geister und Gespenster Dumas scheut sich nicht, das gesamte Repertoire zu beschwören und für seine Gänsehaut-Effekte zu nutzen. Doch zugleich ist es ein literarischer Schatz für jeden, der sich für die Literatur rund um Frankfurt begeistert. Und mit dem Buch in der Hand wird die Reise zur heutigen Burgruine ein Erlebnis der besonderen Art!
Über den Autor
Alexandre Dumas der Ältere (1802-1870) wächst als Sohn eines napoleonischen Generals in der nordfranzösischen Provinz auf. Früh verwaist und arm, doch von seinen Talenten überzeugt, begibt er sich als Neunzehnjähriger nach Paris, wo er zum Theater will. Sein Kapital: eine schöne Handschrift, ein paar erwilderte Rebhühner und eine schier unerschöpfliche Phantasie. Die Theaterstücke, die er zunächst schreibt, sind heute vergessen. Doch zwanzig Jahre später, 1844, ist er mit "Der Grafen von Monte Christo" der König des literarischen Feuilletons. Denn Dumas hatte den Nerv des Leserpublikums getroffen. Er bot eine intrigenreiche Handlung, Spannung, Illustion auf einem geschichtlichen Hintergrund, den man in groben Zügen kannte. Er bot historische Wahrheit, phantasievoll aufgefüllt mit Dichtung, und mischte ihr jenen feinen Schuß Ironie bei, der seine Romane bis heute so lesenswert macht.