Kann mich meinen Vorrednern hier in keinster Weise anschliessen. Fakt ist, dass Zak Stevens niemals die Tonvielfalt in seiner Stimme besaß wie der Mountain King Jon Oliva und sich auch schon während seiner Savatage Zeiten eher in mitleren Tonlagen bewegte. Vor diesem Hintergrund klangen auch seine mit Savatage eingesungenen Platten schon mal ganz anders als diejenigen aus der Oliva Ära. Nach dem sehr guten Debütalbum von Circle II Circle im Jahre 2003 war ich von deren zweiten Werk sehr enttäuscht, da man bei diesem beinahe krampfhaft versucht hatte, die epischen Einflüsse des Savatage Sounds aus den Songs zu verbannen. Nun bei Burden of Truth ist das nicht mehr der Fall, denn bei Liedern wie Who am I to be?, Heal You oder auch dem Titelsong hat Stevens auf jeden Fall diese Elemente wieder mit einbezogen. Deshalb kann ich nicht ganz nachvollziehen, wenn einige Rezensionisten schreiben, dass Burden of Truth eine belanglose seichte Rock-CD geworden sei. Im direkten Vergleich zu Jon Olivas neuestem Output sieht Burden of Truth eher alt aus zugegeben, aber als eigenständige Melodic Metal CD betrachtet, kann sie mich schon begeistern. Deshalb lasst Euch nicht beirren und hört mal in die neue Circle II Circle hinein, und während ihr dies tut, blendet mal die Savatage Erwartungen aus. Denn das ist defintiv nicht Savatage, es ist eine völlig neue Band, die hoch melodischen genialen Metal spielt. Mir kommt es beinahe so vor, als würden Circle II Circle durch Stevens Rolle bei Savatage immer wieder mit dessen vorheriger Band verglichen werden, das ist nicht fair und wird bei dem ach so tollen Ripper Owens ( ex-Priest) doch auch nicht gemacht.