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Bunte Särge: Eine Event-Bestatterin erzählt
 
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Bunte Särge: Eine Event-Bestatterin erzählt [Taschenbuch]

Claudia Marschner
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Taschenbuch: 221 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch (1. Juli 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548363601
  • ISBN-13: 978-3548363608
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,4 x 2,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 689.294 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Claudia Marschner pflegt einen heiteren Umgang mit dem Tod. Zwischen Designersärgen und bunten Urnen hat es die Berliner Bestattungsunternehmerin geschafft, dem letzten Gang ein wenig von seiner Schwere zu nehmen. So finden viele Kunden mit dem Wunsch nach einem phantasievollen Abschied den Weg zu ihr, wie z.B. ein kleiner Junge, der sich so sehr wünscht, dass sein Sarg zum Batmobil umgebaut wird. Deutschlands ungewöhnlichste Bestatterin erzählt aus ihrem Alltag.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von B. Katrin TOP 1000 REZENSENT
Es ist sehr traurig, wenn ein geliebter Mensch von uns geht - vorallen wenn man mit ihm sehr viele schöne Stunden verbracht hat.
Und dann steht man vor dem schwarzen oder braunen Sarg, der so trübsinnig aussieht, so kalt... so überhaupt nicht passend zu der lebensfrohen Person, die man kannte.

Man hört eine Predigt oder irgendeine Rede (meist von einem Pfarrer), der die Person, die nun im Sarg liegt überhaupt nicht kannte. Es erklingen Orgeltöne - eine Musik, die der Mensch der jetzt tot ist vielleicht gar nicht mochte.

Wir sind alle sehr traurig wenn ein Mensch stirbt, aber warum muss das Begräbnis so kalt und unpersönlich sein - schlichtweg gesagt: so furchtbar.

Das fragt sich auch Claudia Marschner. Sie gründete das erste "bunte" Bestattungsunternehmen und geht in ihrem Buch auf die unterschiedlichen Arten von "Abschiednehmen" und Trauer ein.

Sie schreibt von ihren eigenen Erfahrungen - von dem Tod ihrer Mutter und die unangenehme Erinnerung an das Begräbnis.
Sie schreibt von Menschen, die zu ihr kommen, weil sie ebenfalls wichtige Personen in ihrem Leben verloren haben und denen einen schönen (und vorallem persönlichen) Abschied bescheren möchten.

Sie zeigt, dass es möglich ist persönlich Abschied zu nehmen. Das Abschied nehmen wichtig ist aber nicht zwangsläufig schwarz und grau sein muss.

Es gibt bunte Särge, es gibt die Möglichkeit einen Sarg selbst zu gestalten. Es gibt die Möglichkeit Grabreden selbst zu halten und die Musik zu spielen, die der Verstorbene am liebsten hatte.

Anfangs klang das für mich alles etwas "ungewohnt", das muss ich schon zugeben.

Ich hab mir überlegt, was passieren würde, wenn ich auf einmal sterbe - und man legt mich in einen dicken Eichenholzsarg, irgendjemand redet von meinen "guten Taten" und es erklingt Musik, die ich noch nie freiwillig in meinem Leben hören wollte :)

Will ich so begraben werden? Will ich, dass man mich so in Erinnerung behält? Nein!!!

Meine Hinterbliebenen wären doch sicher ohnehin schon traurig, aber warum sollten sie mich in so nem fetten dunklen Sarg in Erinnerung behalten?
Ich will was Buntes :) Vielleicht mit Blumen draufgemalt. Ich will dass meine Freunde mir auf meinen Sarg was draufschreiben, ich will das jemand den ich gut kannte eine Grabrede "schwingt" und dabei auch sagt, dass ich nicht immer so "toll und gut und super" war...
Und ich würde gerne meine Musik zu meinem Abschied hören - Schandmaul "Leb!" oder etwas in der Art.
Schliesslich ist es ja mein Tod! Da will ich wenigstens noch den Ton abgeben :)

Vielleicht klingt das alles makaber, aber ich will so begraben werden, wie ich gelebt habe - lustig und froh.
Ich mag keine dunklen Abschiede, es passt nicht zu mir. Tränen und Trauer sind wichtig um mit einem schweren Ereignis umgehenzukönnen.
Aber: ich will, dass man sich so an mich erinnert, wie ich bin - lustig und lebensfroh.

Wir Menschen sind alle unterschiedlich - wir leben unterschiedlich, wir hören unterschiedliche Musik, manche lieben Kunst, manche sehen sich gerne Filme an, andere sind gerne draussen in der Natur.
Warum sollten wir also alle gleich begraben werden?

Claudia Marschner zeigt mir in dem Buch, dass es möglich ist - dass ein Begräbnis nichts Unpersönliches sein muss (und dass der Tod genauso zum Leben gehört wie die Geburt).

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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
sehr empfehlenswert 6. September 2002
Dieses Buch fängt man an zu lesen, und legt es nicht mehr aus der Hand. Das Thema Trauer und Abschied wird hier auf unterschiedlichste Weise angesprochen, was sehr zum Nachdenken anregt. Wir haben in unserer Gesellschaft unsere Trauerkultur verloren. Die Autorin schildert den traurigen Verlust ihrer Mutter,die sie schon als Kind verloren hat. Sicherlich eine Motivation ihr Geschäft zu eröffnen,dieses Buch zu schreiben. Es ist wahrlich kein Buch was einen nur traurig macht, es hat sogar heitere Seiten. Das wichtigste aber ist, man denkt nach. Ich kann es jedem empfehlen.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
es gibt noch hoffnung 24. Juni 2003
Von D.G.
Eine bemerkenswerte Art und Weise mit dem Thema Tod und dem danach umzugehen.Dieses Buch kann den Leser aufrütteln das der Tot zum Leben gehört und umgekehrt.besonders wird einem deutlich,daß man sich auch über das Sterben hinaus dem Angehörigen/Freund verbunden fühlen sollte und den,einem im Leben vielleicht sehr wichtigen,Menschen nicht abrupt in fremde Hände geben sollte.Es wird sehr deutlich aufgezeigt,was mit Würde für den Verstorbenen gemeint sein kann.auch , das(der Tod)genauso bunt oder schwarz ist wie das Leben der verstorbenen Person.Es ist zu wünschen ,daß viele Bestatter wenigstens versuchen diese Alternativen zum üblichen anzubieten und ein offenes Ohr haben für ausgefallene Wünsche und Anregungen der Angehörigen die Beerdigung betreffend.
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