Bunker Palace Hotel ist der erste Spielfilm, bei dem der eigentlich als Comiczeichner bekannte Enki Bilal Regie geführt hat. Mit Jean-Louis Trintignant, Carole Bouquet und Maria Schneider konnte er auch gleich Weltstars des französischen Kinos verpflichten.
Der Film ist eher surreal, sowohl von der Inszenierung als auch von der Handlung:
In einer nicht näher definierten Zukunft sucht die Oberschicht eines Landes Zuflucht in einem unterirdischen Bunker, der zum Luxushotel umgebaut wurde. Dieses schein schon vor langer Zeit eingerichtet worden zu sein, denn das Roboter-Personal weist schon diverse Defekte und Fehlfunktionen auf. Alle warten auf den Präsident, dessen Ankunft noch erwartet wird. Und dann erscheint noch eine junge Frau, die so gar nicht zum Rest der Gesellschaft passen will.
Das Ende will ich nicht vorweg nehmen, denn es ist nicht zwingend so zu erwarten.
Sicherlich gab es auch 1989 schon Filme, die mit einem größeren Produktionsbudget gesegnet waren, aber was hier mit den vorhandenen Mitteln erreicht wurde ist schon sehr beeindruckend. Gerade die Atmosphäre des Films ist wirklich großartig. Überhaupt erscheint mir der Film noch sehr im französischen Kunstkino der 1970er und 80er verhaftet - und das meine ich durchweg positiv.
Ich gebe 5 Sterne, denn Bunker Palace Hotel ist ein Juwel des französischen Sci-Fi-Kinos.