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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Liebhaberprojekt von Raab,
Von
Rezension bezieht sich auf: Bundesvision Songcontest 2008 (Audio CD)
Trotz rückläufiger Einschaltquoten von ehemals etwas über 3 Millionen bis zu den aktuellen 1,5 Millionen ist der Bundesvision Contest immer noch eine feine Mischung und auch Werkschau neuer interessanter deutscher Bands und einiger angesagter Acts, die bereits als Stars etabliert sind.Schade eigentlich, dass Raabs Idee mit diesen 16 Bundesländern nicht schon längst als Vorentscheidung zum TV-Kult-Dinosaurier ESC installiert wurde. In der ARD lässt sich damit mehr Quote machen, das einzige Zugeständnis, dass Raab machen müsste: 2-3 reine Popsongs bzw. Balladen mit ins Angebot nehmen. Zumal sich das grosse Vorbild inzwischen auch den moderner, wenn auch kommerzielleren Tönen annähert und einige der deutschen VE-Kandidaten in der Bundesvision nicht deplatziert gewesen wären... Auch wenn mir Raabs Mischung jedesmal gefällt, ein bisschen Abwechslung in den Musikstilen und somit back to the first Bundesvision hätte dieser Auswahl sicherlich auch mehr Zuschauer gebracht. So konnten nur die ganz Jungen und die vornehmlich progressiveren Musikhörer für das Spektakel gewonnen werden. Meine Favoriten waren überrascherweise Panik, die mit der Namensänderung tatsächlich auch ne Musikänderung zum Guten vollzogen. Sehr gut: Clueso...der sicherlich auch am ESC seine Chance hätte. Wie auch Subway to Sally, Mittelalterrock aus Deutschland wäre mal eine sehr gute internationale Visitenkarte. Madsen wie gewohnt souverän... Interessante Newcomer: Paulsrekorder, Down Below, Jennifer Rostock, Peilomat und auch die Far East Band, die leider ihren Auftritt ziemlich vergeigt haben. Leider waren die Sportfreunde Stiller die Enttäuschung. Hier wird leider deutlich, dass die ehemals innovativste deutsche Band durch den grossen kommerziellen Erfolg seit der WM meilenweit vom unwiderstehlichen Charme des "Real Madrid" Albums entfernt ist. Schade eigentlich... Hoffentlich gibt es 2009 die 5. Jubliläumsausgabe und dann vielleicht mit der Option Europa zu beglücken.... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Deutschsprachige Musik auf konstant gutem Niveau,
Von
Rezension bezieht sich auf: Bundesvision Songcontest 2008 (Audio CD)
Mir hat der Bundesvision Songcontest gut gefallen. Im Vergleich zu den Vorjahren fand ich die teilnehmenden Interpreten wesentlich interessanter.Meine Favoriten waren Madsen, Panik, Jennifer Rostock, Down Below... Aber auch sonst fand ich keinen der anderen Beiträge richtig schlecht. Ausser vielleicht Laith al-Deen, der mit seinem Reggea-Song irgendwie den Trend verpasst zu haben schien. Ich fand es stark, dass alle live gesungen haben. Das ist eine Tatsache bei der ich gerne ein paar schiefe Töne verzeihe. Playback kann halt jeder. Ich denke, dass die Auswahl auf diesem Sampler gut gemischt ist und für gute Unterhaltung sorgen wird... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
wenig positives..,
Rezension bezieht sich auf: Bundesvision Songcontest 2008 (Audio CD)
höcht durchschnittliche kost wird (in meinen augen) auf diesem sampler geboten. 'chica' ist an plattheit kaum zu übertreffen - obwohl es soll ja leute geben, die auf die beats von culcha candela so richtig abfeiern, mich jedenfalls ausgeschlossen. 'ohne bo' vermag es in keinster weise, ein (bis jetzt nicht existentes) niveau zu heben. es spricht auch nicht sonderlich für die kreativität des künstlers, einen bereits vorhandenen refrain mit neuem text und flippigem discosound erneut auf die öffentlichkeit loszulassen. weiter geht's locker und flockig mit den sportis und ihrem "antinazibund", wobei ich nicht bezweifle, dass dieser song auf den im sommer anstehenden festivals für ordentlich stimmung beim publikum sorgen wird. bei mir sorgt er allerdings für kopfschmerzen, angesichts der sporti-typischen instrumentierung und des doch sehr schwerfälligen textes, der "antinazibund" wohl kaum zu einem speerspitzensong im kampf gegen rechts machen wird. wenn danach lärmende krawallmusik aus den boxen tönt, ist der interessierte hörer mittlerweile bei madsen und ihrem "nachtbaden" angelangt. zugegeben, der text an sich ist durchaus gefällig, gesang und sound der instrumente wirken auf madsen-ersthörer doch etwas verstörend. "du" ist wie eigentlich jedes lied von laith al-deen, eingängig, romantisch, radiotauglich, ereignislos - allerdings mit dezentem reggaefeeling. nevada tan nee.. panik (wie sie neuerdings wieder heißen) feuern 3 min lang ihr nu metal-brett "was würdest du tun?" ab, wobei man sich des eindrucks nicht erwehren kann, dass die jungs mindestens ein linkin park-album im regal haben. "auf kiel" von subay to sally ist ein solides rockstück, wobei der mittelalterliche sprachgebrauch und die seemannthematik geschmackssache sind (aber offenbar großen anklang fanden, sonst wär die gruppe nicht als sieger des contests hervorgegangen.). "sand in meiner hand" will eine gruftige rocknummer sein, landet aber irgendwo zwischen radiotauglich und pseudoschlager.. oder kurz gesagt: wozu braucht man so ein lied? "jenny" nimmt in fröhlicher rotznasen-punkmanier das thema castingsendungen aufs korn. leider ist der text plump und wenig witzig, daher ist das lied wenig unterhaltend und ab der zweiten strophe ziemlich nervig. mit ähnlich rotzigem krawallton geht es weiter mit "kopf oder zahl" von jennifer rostock. die stimme der sängerin als dezent zu beschreiben wäre gelogen und mit einer merkwürdigen mischung aus punk und elektronischen klängen rebelliert das lied gegen die gesellschaft und das trommelfell. ein ähnlicher hybride aus krawallrock und elektro ist "anna" von paulsrekorder. der gesagt in der strophe ist gelinde gesagt gewöhnungsbedürftig. ich bin mir auch nicht sicher, ob anna bei solch plumpen annäherungsversuchen ihren keuschheitsgürtel abnimmt.. "könig der welt" stellt eine weitere "du kannst es schaffen, wenn du an dich glaubst"-hymne dar, deren refrain durch einen kinderchor pathetisiert wird - einfach ein total nerviges und überflüssiges lied. ich wüsste auch keine gelegenheit, zu der man einen solchen song freiwillig hören würde, keinesfalls beim songcontest! "keinen zentimeter" - wahnsinn! 1,5 von meinen 2 punkten habe ich allein für dieses angenehme lied von clueso vergeben. echte instrumente (hinter denen echte musiker zu vermuten sind), ein poetischer text, sexy groove, ein klavier (!!) - warum gibt es von diesem format nicht 3-4 mehr lieder auf diesem in der werbung so angepriesenen sampler? sisters versuchen mit "unite" eine revolution zu entfachen, nach dem motto "frauen aller länder, vereinigt euch". da stellt sich mir nur die frage, warum diese lanze für die frauenemanzipation unbedingt beim bundesvison songcontest gebrochen werden muss. vorhandenes gesangstalent will ich den schwestern nicht in abrede stellen, was jedoch nichts an der harmlosen beliebigkeit des songs ändert. bei "unfassbar" war mein erster gedanke: "warum dürfen culcha candela zwei songs für den wettbewerb beisteuern?". sind aber gar nicht die aufreißer aus der hauptstadt, sondern ein aufreißer aus sachsen, zusammen mit gentleman's far east band (hier bekommt der bandname eine zweite neue bedeutung). der liedtext wird sogar unerwartet philosophisch ("was ist der sinn des lebens?"). im zusammenhang mit den vorangegangenen strophen wird klar, dass hier nicht die platonische liebe zwischen mann und frau gemeint sein kann. "gib mir einen blick" von casino zero beschließt den sampler standesgemäß: rockig, laut, platt, doof - mit gesanglichen mängeln, die selbst der studioversion des liedes deutlich anzumerken sind.zu dem negativen gesamtbild des samplers fügt sich der bittere nachgeschmack der meisten livepräsentationen der songs. über 80% der darbietungen waren gesanglich schwer an der grenze des erträglichen, die songs sind größtenteils platt und schablonenhaft auf hit getrimmt, die künstler blass und charakterlos. der bundesvision songcontest mag stefan raab eine gute quote bringen - zu einer aufwertung der deutschen musikszene (wie sooft behauptet) führt er jedenfalls nicht, wenn erstens bekannten gruppen eine plattform geboten wird, die bereits eifrig zum niveaulichen tiefflug des mainstreams beitragen, und zweitens bands gefördert werden, die bereits vorhandene musikalische vorbilder nachahmen, absolut überflüssiges material aufnehmen und sowieso in wenigen wochen wieder in der vergessenheit verschwinden. ein lichtblick stellt für mich jedoch die tatsache dar, dass die beiden mit abstand besten lieder im wettbewerb die ersten beiden pläte belegen konnten. vielleicht ist es doch noch zu früh, die hoffnung in den deutschen musikgeschmack komplett aufzugeben. 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