Die Oldenbourg Grundriss der Geschichte Reihe gehört insgesamt zu den ersten Büchern, die ich in die Hand nehme, wenn ich einen generellen Einstieg in ein breiteres historisches Feld finden möchte. Wie immer hat sich dabei auch dieser Band bewährt. Da "Die Bundesrepublik Deutschland 1969 - 1990 von Andreas Rödder zu einer Reihe von Handbüchern gehört, werde ich hier viel Bezug auf die gesamte Reihe nehmen, die im Großen und Ganzen optisch und im Aufbau gleich gestaltet sind.
Die Bände der Reihe sind im Allgemeinen in drei Teile gegliedert:
1. Darstellung der historischen Ereignisse
2. Bericht über Stand und Probleme der Forschung
3. Quellen/Bibliographie
Es dauert manchmal ein wenig, sich in diese Dreier-Gliederung einzuarbeiten, wenn man das aber erst einmal geschafft hat, liefert diese Reihe einen schnellen und komfortablen Einstieg in die Materie.
Optisch ist an der Reihe nur wenig auszusetzen, wenn auch die optische Gestaltung noch ein klein wenig differenzierter sein könnte (Verwendung von Fettdruck für die Stichpunkte am Rand), positiv fällt generell die Verwendung von Stichpunkten am äußeren Rand jeder Seite auf, was bei der Orientierung in dem teilweise seitenlangen Blocktext enorm weiter hilft.
Fachlich/Inhaltlich habe ich als Geschichtsstudentin nix zu meckern, da alle Bände der Reihe, den von Andreas Rödder hier eingeschlossen, den Anspruch eines groben Überblickwerks erfüllen. Hier sind aber auch die Grenzen ganz klar gesteckt (und das gilt für alle Bände der OGG-Reihe): mehr als einen "groben" Überblick können und wollen diese Handbücher gar nicht liefern, um Detailfragen zu klären, wird man also immer auch noch andere Literatur hinzuziehen müssen.
Den einen Stern Abzug gibt es wegen dem gewöhnungsbedürftigen Aufbau, der anfangs ein bischen irritierend ist und den Mangel an optischer Differenzierung.