..."Indiana Jones", "Highlander" und fernöstlichem Flair. So könnte man "Bulletproof Monk" (dt. "Der kugelsichere Mönch) wohl am besten umschreiben.
Ich hatte ich eigentlich beim Schauen des Films nicht viel erwartet, aber Filme mit Chow Yon-Fat gewinnen alleine schon durch ihn als Hauptdarsteller eine ganze Menge. Er ist ein sehr abwechslungreicher Charakter, der in verschiedenen Filmen interessante Variationen vom "asiatischen Einzelgänger" geliefert hat ["Tiger & Dragon", "The Replacement Killers", etc.]. Er kann sehr ernst spielen, aber auch wie in diesem Fall den lockeren, ziemlich kessen Mönch darstellen und das alles mit einem Ausdruck von sehr grosser Weisheit in seinen Gesichtszügen. Ich finde er wird immernoch unterschätzt. Seine Ausstrahlung und die Erfahrung in der Darstellung von Kampfsport-Charaktären macht ihn vielen anderen Schauspielern in diesem Genre überlegen. Wenn er mit dem warmherzigen Ausdruck in den Augen in die Kamera schaut, glaubt man ihm alle, auch noch so skurilen Geschichten, die er erzählt.
Zur Story:
Zu Beginn des Films wird im Jahr 1943 der Übergang der magischen "Schriftrolle der Vollendung" an ihren neuen Hüter (Chow Yun-Fat) geschildert. Die Rolle gibt demjenigen ewige Jugend und unvorstellbare Macht, der ihren Inhalt laut vorliest. Alle 60 Jahre wird diese Rolle an einen neuen Hüter weitergegeben, dem dann 60 Jahre Jugend zu Teil werden.
Kurz nach Übergabe der Rolle wird die Mönchsgemeinde in Tibet von einem Trupp Nazis (deren Anführer Struker wird von "Karel Roden" gespielt) niedergemetzelt, doch die Rolle entkommt im Besitz ihres neuen Hüters.
60 Jahre später trifft der namenlose Mönch in Amerika auf den sehr geschicketen Taschendieb "Kar" (Seann William Scott) und freundet sich auf Umwegen mit ihm an. Noch immer wird der Mönch, vom nun über 90 Jahre alten Nazi Struker, verfolgt und muss um die Rolle kämpfen. In diese Kämpfe wird natürlich auch Kar mit hineingezogen und so verbünden sich die beiden, doch sehr unterschiedlichen Charaktäre, miteinander und kämpfen von nun an gemeinsam.
Storytechnisch sehr einfach gehalten, behält der Zuschauer immer die Übersicht und kann sich daher voll auf die schauspielerische Darstellung und die humorvollen Diskussionen der drei Hauptdarsteller konzentrieren. Denn in der zweiten Hälfte des Films gewinnt ein weiterer Charakter in der Geschichte von Bedeutung: Jade/Bad Girl, die sich in Kar verguckt und sich zu einem späteren Zeitpunkt mit ihm und dem Mönch verbündet. Überraschent gut und ziemlich erfrischend gespielt von der noch relativ unbekannten "Jamie King" ("Blow", "Pearl Harbour" und "Sin City").
Der Film liefert eine sehr gute Unterhaltung ohne viel Tiefgang, aber der Charme und der Humor der Hauptdarsteller macht das locker wett. Einen Punkt Abzug gibt's dann doch für die recht einfältigen und simplen Special Effekt bei den Kampfszenen. Die Choreografie stimmt, die Effekte wirken aber durchweg etwas zu billig für diese Zeit (Filmstart 2003).
Fazit: Für Fans von Chow Yun-Fat ein absolutes Muss und für alle anderen ein netter Popcornfilm.