Kaum kurz aus dem Gefängnis raus, schon wieder straffällig und drogenabhängig, wunderbar. Doch auch durch diese kurze gewalttätige Episode wird der Film nicht spannender oder abwechslungsreicher. Die Schauspieler spielen zwar gut, aber eine akzeptable Leistung kann ein mieses Drehbuch nicht aufwerten. Und das Buch ist mies. Sowohl die Handlung - was ein Wunder, dass das Revier nach acht Jahren von einem anderen Kriminellen besetzt ist - wie auch die Dialoge verleiten immer wieder zum Kopfschütteln und verlocken dazu, ein bisschen vorzuspulen und zu sehen, ob doch noch alles besser wird.
Wird es aber nicht, daher sollte man sich zurücklehnen und abschalten. Wirre Reden über Kriegsführung vor Kindern, seltene erhellende Monologe über Kunst, viel unreflektierter Drogenkonsum, ein bisschen männliches Imponiergehabe mit passendem Fluchen, und das immer wieder unterlegt von Barry Whites Musik. Ebenso reichhaltig wie der Drogenkonsum sind auch die Versuche, witzig und humorvoll zu sein. Leider geht das meistens schief, ebenso wie der Versuch, ernsthaft Ghetto-Drama und Milieu-Studie zu vereinen. Nur sehr selten, zum Beispiel wenn eine Mutter ihre Kinder kommentarlos an einem toten Mann vorbeilotst, ohne sich darum zu kümmern, dass da eine Leiche auf der Straße liegt, wird ein wenig deutlich, worauf die Filmemacher eigentlich hinaus wollten.
So bleibt am Ende die Frage, wozu dieser Film von 1995 neu aufgelegt wurde. Und auch wie dieser Film in die Laufbahn von so talentierten Schauspielern wie Adrien Brody gelangen konnte, fragt man sich nicht nur einmal.
Eingefleischte Fans von Mickey Rourke oder auch von Tupac Shakur, die es verschmerzen können, dass ihr Idol maximal zehn Minuten des Films über zu sehen ist, sollten diesen Film zur Vervollständigung der Sammlung im Regal haben, alle anderen können ruhig auf ihn verzichten.