Eins der wenigen Werke, wo der Autor nicht versucht, diese Rasse als den perfekten Hund zu vermarkten. Ich bin selbst im Besitz einer Englischen Bulldogge und habe diverse Literatur zu diesen Hunden gelesen. Zuerst dachte ich es handelt sich um ein rein historisches Buch und hatte so meine Zweifel. Aber dann konnte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen. Endlich mal ein Buch, dass den Bulldog so beschreibt wie er ist, mit all seinen Stärken und Schwächen. Dort werden Charaktere beschrieben, wie man dies so in keinem anderen Buch findet. Man bekommt ein ganz anderes Verständnis für diese Hunde dadurch, dass die Geschichten richtig zu leben beginnen. Der Leser begegnet dort so liebenswerten Charakteren wie Devil, der nie genug bekommen konnte, Hanibal, der so verrückt nach Wasser war, Willi, der für Ruhe im Lokal sorgt oder Orphelia, deren ganzer Stolz eine Halskette ist und, und, und..... Es ist ein reines Vergnügen, all diese herrlichen Geschichten mit zu erleben. Allerdings wird im Buch nicht nur die Sonnenseite dieser Rasse aufgezeigt, sondern auch all das Leid, dass ihr widerfährt. Der Bulldog ist durch jahrzehntelange rücksichtslose und nur auf den Profit der Züchter ausgerichtete Züchtung zu einer Karikatur verkommen, die dringend Hilfe braucht. Diese Missstände werden von Christoph Jung schon in seinem "Schwarzbuch Hund" beschrieben und in diesem Buch offen dargelegt, womit er sich sicherlich in der Welt der Züchter keine Freunde macht. Aber das will er auch gar nicht. Dieses Buch soll dem Bulldog helfen, wieder ein gesunder Hund zu werden. Ein Buch zum Lachen und Weinen, aber offen und ehrlich wie nie zuvor. Herzlichen Glückwunsch Christoph Jung, machen Sie weiter so zum Wohle dieser wundervollen Rasse!