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Bugatti taucht auf [Gebundene Ausgabe]

Dea Loher
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Kurzbeschreibung

März 2012
Dea Lohers Roman nimmt Existenzielles in den Blick, er fragt nach dem Sinn des Lebens angesichts eines vollkommen sinnlosen Todes und findet Bilder von großer Eindringlichkeit.Zwei Handlungskreise verknüpft Dea Loher miteinander, denen beiden reale Begebenheiten zugrunde liegen: Ein junger Mann wird während der Fasnacht 2008 in Locarno von einer Gruppe Jugendlicher geschlagen, getreten und schließlich umgebracht. Aber je minutiöser die Rekonstruktion der Tat aus dem Puzzle der Zeugenaussagen versucht wird, umso schillernder und unschärfer wird, was wirklich (und warum) geschehen ist. Die oder den Schuldigen zu finden ist trotz der klaren Beweislage schwieriger als gedacht, und gesühnt ist die Tat damit bestenfalls ansatzweise. Ein Freund der Familie des Opfers sucht einen anderen Weg: Er erinnert sich an ein Autowrack, das seit 75 Jahren auf dem Grund des Lago Maggiore liegt: Ein Bugatti Brescia 22. So sagt man wenigstens. Alle bisherigen Versuche der Bergung waren nicht von Erfolg gekrönt. Und nun wird das Tauchen in die Tiefen auch der eigenen Abgründe ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 204 Seiten
  • Verlag: Wallstein (März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3835310542
  • ISBN-13: 978-3835310544
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 168.071 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eine begnadete Erzälerin mit großer Lust an exzentrischen Charakteren und entgleisten Situationen." (Kai Wiegandt, Südeutsche Zeitung)

Über den Autor

Dea Loher studierte Germanistik und Philosophie in München und bewarb sich 1990 für den ersten Jahrgang des vierjährigen Studiengangs "Szenisches Schreiben" an der Berliner Hochschule der Künste, dessen Leitung H. Müller übernahm. Bereits 1991 kam ihr erstes Stück "Olgas Raum" im Hamburger Ernst-Deutsch-Theater zur Uraufführung. Dea Loher gehört zu den meistgespielten und produktivsten jungen Theaterautorinnen. 1993 und 1994 wurde sie zur "Nachwuchsdramatikerin des Jahres" gewählt. Ihre Stücke handeln, wie der Journalist F. Wille in der Zeitschrift "Theater heute" herausfand, nicht unbedingt von glücklichen Menschen. 2006 erhielt Dea Loher den "Bertolt-Brecht-Literaturpreis" der Stadt Augsburg und 2009 den "Berliner Literaturpreis".Dea Loher studierte Germanistik und Philosophie in München und bewarb sich 1990 für den ersten Jahrgang des vierjährigen Studiengangs "Szenisches Schreiben" an der Berliner Hochschule der Künste, dessen Leitung H. Müller übernahm. Bereits 1991 kam ihr erstes Stück "Olgas Raum" im Hamburger Ernst-Deutsch-Theater zur Uraufführung. Dea Loher gehört zu den meistgespielten und produktivsten jungen Theaterautorinnen. 1993 und 1994 wurde sie zur "Nachwuchsdramatikerin des Jahres" gewählt. Ihre Stücke handeln, wie der Journalist F. Wille in der Zeitschrift "Theater heute" herausfand, nicht unbedingt von glücklichen Menschen. 2006 erhielt Dea Loher den "Bertolt-Brecht-Literaturpreis" der Stadt Augsburg und 2009 den "Berliner Literaturpreis".

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von W. Öschelbrunn TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Mit "Bugatti taucht auf" begibt sich Dea Loher, eine der zur Zeit meistgespielten deutschsprachigen Theater-Autorinnen, erstmals in das Romanmetier. Kennt man Lohers Bühnenstücke, läßt sich in ihrem ersten Roman ihr typischer Stil wiederentdecken. "Bugatti taucht auf" ist eher eine Roman-Collage. Loher verbindet unterschiedliche Ereignisse und Lebenswege, die sich zum Teil eng miteinander verschlingen, in anderen Fällen dann wieder nur zufällig einmal kurz begegnen. Wie in ihren Theaterstücken gibt es nicht die eine zentrale Romanfigur, sondern eine Vielzahl von Figuren, die mit ihren Träumen, Wünschen und Verzweifelungen mal kürzer, mal länger im Rampenlicht ausgeleuchtet werden.

"Bugatti taucht auf" umfaßt auf gerade einmal 200 Romanseiten zwei weitgehend unabhängige Ereignisstränge, die beide auf realen Begebenheiten beruhen. Auf der historischen Seite erzählt Loher die Geschichte des legendären Autobauers Ettore Bugatti, den verzweifelt kurzen Lebensweg seines Bruders Rembrandt Bugatti sowie die Lebensgeschichte des französischen Rennfahrers René Dreyfus. Aus der Gegenwart entwickelt sich ein Erzählstrang, an dessen Ausgangspunkt die Ermordung eines jungen Schweizers durch drei Jugendliche bosnischer Abstammung während der Fasnacht in Locarno steht. Loher rekonstruiert aus den vielstimmigen Zeugenaussagen das Geschehen, welches hochaktuell die Geschehnisse auf Münchener und Berliner U-Bahn-Höfen reflektiert. Beide Erzählstränge begegnen sich vor Locarno in den Tiefen des Lago Magiore, wo seit Jahrzehnten ein geheimnisvoller Bugatti-Rennwagen darauf wartet, zurück ans Tageslicht befördert zu werden.

Wie in ihren Bühnenstücken schafft es Loher, die Vielzahl der Romanfiguren (be)greifbar zu machen, ohne dass der Romanfluß oder Lesespaß ins Stocken gerät. Erfreulicherweise vermeidet es Doher auch, einen Theatertext lediglich zum Roman auszuweiten. "Bugatti taucht auf" lebt mindestens so sehr von Beschreibungen und Nacherzählungen wie von den (eher bühnentypischen) Dialogszenen. Dass Loher mit Sprache umgehen kann, überrascht weit weniger. Es resultiert ein bemerkenswert abwechslungsreicher und packender Erstlingsroman. Liebe Dea, sollte Dir das Schreiben für die Theater dieser Republik zu eintönig werden, würden sich Deine Leser bestimmt über weitere Romane freuen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großartiger Roman! 31. Juli 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Hinter dem Titel "Bugatti taucht auf" verbirgt sich eine wahre Geschichte, die umso trauriger ist, weil sie trotz all ihrer Sinnlosigkeit passiert ist. Es geht um ein Auto, den Bugatti Typ 22, der seit den dreißiger Jahren auf dem Grund eines Sees lag. Um das Autowrack ranken sich schon seit vielen Jahren Gerüchte und Legenden. Und es geht um einen jungen Mann, im Buch wird er Luca genannt und in Wirklichkeit heißt er Damiano Tamagni. Der junge Offizier Tamagni wird mit gerade einmal dreiundzwanzig Jahren in einer Februarnacht während der Karnevalsfeierlichkeiten in Locarno totgeprügelt. Von drei Jugendlichen, die ohne Grund auf den am Boden liegenden Tamagni eintreten. Tamagnis Eltern gründeten nach seinem gewaltsamen und so plötzlichen Tod eine Stiftung, um ihrem Sohn ein Denkmal zu setzen. Gemeinsam entschloss man sich dazu, das Wrack des Bugatti Typ 22 zu bergen, um Geld für die Stiftung sammeln zu können. Daneben sollte dieser Einsatz als Andenken an den Hobbytaucher Damiano Tamagni auch ein symbolischer Akt sein. Das ist der Stoff, der die Grundlage für Dea Lohers Roman darstellt, der aufgrund seiner Detailtreue und Genauigkeit schon beinahe den Charakter eines Romans verliert und schon fast als Reportage oder Dokumentation eines schrecklichen und unfassbaren Verbrechens gelesen werden kann. Ergänzt wird der Roman durch Informationen und Hintergrundwissen zu der Familie Bugatti, das an mehreren Stellen im Text eingewoben wird.

Der Roman teilt sich in drei Abschnitte, die zwar miteinander verbunden sind, deren Zusammenhang sich aber erst beim Lesen erschließt. Er beginnt mit Aufzeichnungen aus dem Tagebuch von Rembrandt Bugatti, der zu der italienischen Autobaudynastie gehörte, aber einen anderen Weg als sein Bruder Ettore eingeschlagen hatte ' er formt Tierskulpturen. Die Tagebuchaufzeichnungen umfassen die Jahre 1914 bis 1916 und reichen bis zum Selbstmord von Rembrandt Bugatti, der an Depressionen litt. In den Aufzeichnungen geht es um unglückliche Beziehungen, die er mit Frauen führt, um die zunehmende politische Bedrohung, der er in Antwerpen ausgesetzt ist und dem traumatischen Ereignis, als Freunde von ihm mit dem Auto einen Radfahrer überfahren. Die Aufzeichnungen von Bugatti sind von Dea Loher in einem eigenwilligen und ungewöhnlichen Stil gehalten, der mich jedoch begeistert und sehr berührt hat. Loher gelingt es schmerzhafte, aber authentische und intensive Worte zu finden für die Seelenqualen von Rembrandt Bugatti. Im zweiten Abschnitt von "Bugatti taucht auf" geht es um den Mord an Damiano Tamagni ' im Buch wird er Luca Mezzanotte genannt. Luca wird während einer Februarnacht in Locarno von drei Jugendlichen totgeprügelt, Luca wollte dort Karneval feiern. Akribisch, detailliert und beinahe schon erschreckend nüchtern, werden die Vorkommnisse dieser Nacht von Dea Loher beschrieben. Sie nimmt dabei unterschiedliche Perspektiven ein, beschreibt wie der Abend für Luca verlaufen ist, was seine Mörder vor der Tat gemacht haben. Loher rekonstruiert, wie es zu dem Aufeinandertreffen zwischen Luca und den Tätern kommen konnte und wie die anschließende Auseinandersetzung und die Tat passiert sind. Einige Passagen lesen sich fast wie Zeugenaussagen, wie ein Gerichtsprotokoll. Viele Aussagen widersprechen sich gegenseitig, es gibt kaum eine Erklärung für das, was geschehen ist. Für das, was aus einer kleinen Auseinandersetzung ' in die Luca nicht einmal direkt involviert war ' entstehen konnte. Es klingt schrecklich banal, aber das, was passiert ist, hat keinen Sinn, es gibt keine Erklärung, keine Ursache, keinen Grund. Das empfinde ich beinahe als das Schrecklichste. Es gibt nichts, was man begreifen oder verstehen könnte.

Im letzten Teil des Romans werden die beiden Erzählstränge zusammengeführt: Dea Loher erzählt aus der Perspektive von Jordi, einem entfernten Bekannten der Familie von Luca, was nach dem Mord geschehen ist. Jordi besucht Lucas Familie, erlebt die Trauer und Bestürzung seiner Eltern mit, die vor dem Nichts stehen. Vor etwas, das sich nie erklären oder begründen lassen wird. Jordi fühlt sich dazu verpflichtet, etwas für Luca zu tun, etwas für seine Familie zu tun. Vielleicht auch dazu, etwas für sich selbst zu tun. Er entscheidet sich dazu, das Wrack des Bugatti zu bergen, das auf dem Grund des Lago Maggiore vermutet wird, um Luca ein Denkmal zu setzen. Das ist der Punkt, an dem alle Teile der Geschichte zu einem Ende zusammengeführt werden.

Mir hat "Bugatti taucht auf" von Dea Loher ausgesprochen gut gefallen. Im Vordergrund dabei steht für mich eine atmosphärisch sehr dichte Sprache, besonders sticht dabei das mittlere Kapitel heraus. Dort gelingt es Dea Loher mit ihrem nüchternen, protokollartigen Stil, wirkliche Beklemmungen auszulösen. Dea Loher überzeugt in "Bugatti taucht auf" auch mit ihrem breitgefächerten Hintergrundwissen, das sie an vielen Stellen in die Geschichte einfließen lässt.

Ein großartiger Roman, ein großartiges Debüt und einer der besten deutschsprachigen Romane, die ich seit langem gelesen habe. Ein Roman, den ich unbedingt weiterempfehlen möchte!
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3.0 von 5 Sternen Roman-Soufflé 2. Mai 2013
Format:Gebundene Ausgabe
Der kinderlose Mittvierziger Jordi, der mit seiner Freundin im Tessin lebt und das Schiffsschlosserunternehmen seines inzwischen schwer krebskranken Vaters übernommen hat, gerät in eine schwere Krise, als er von dem Mord an dem Sohn eines Tauchkumpels erfährt. Dieser, er heißt Luca, war zur Karnevalszeit in eine Auseinandersetzung mit alkoholisierten bosnischen Einwanderern geraten und zu Tode geprügelt worden. Als Jordi die Nachricht erreicht, entschließt er sich spontan seinen Winterurlaub in Südamerika abzubrechen. Die Sprachlosigkeit in Anbetracht des Verbrechens und der Trauer, die dieses bei seinem Freund Umberto ausgelöst hat, lässt in Jordi den Entschluss reifen, etwas Verrücktes zu tun und das Ergebnis dem toten Luca zu widmen. Das Verrückte: die Bergung eines in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts versenkten Bugattis aus dem Lago Maggiore, von dem unter Wasser nur ein paar Räder zu sehen sind, der Rest von Schlamm begraben. Der geniale Konstrukteur Ettore Bugatti, der während des Krieges für die Franzosen einen neuen Flugzeugmotor entwickelte, ist das Band zu den ersten dreißig Seiten des Romans, die Tagebuchnotizen seines lebensüberdrüssigen Bruders Rembrandt füllen, eines Tierfiguren-Skulpteurs, der auch die legendäre Bugatti-Kühlerfigur (einen Elefanten) entworfen hat. Der tragische Unfall, bei dem seine Freunde Walter und Clémente einen Fahrradfahrer töten, erweist sich für den Leser, der eine Verbindung zum Gegenwartsstrang des Romans erwartet, jedoch als falsche Fährte.

Jordi schart für die Bergung Tauchkollegen um sich, beginnt auch zu recherchieren, was es mit dem mutmaßlichen Bugatti auf sich haben könnte, und stößt auf eine bizarre Geschichte: Der teure Wagen war von dem Hochstapler Frisée in Frankreich gewonnen worden, soll von dem Rennfahrer Dreyfus, dem größten französischen Rennfahrer während der Nazi-Ära, gefahren worden sein. Der Besitzer tauchte jedoch unter und der Mann, der den Bugatti in Vewahrung genommen hatte, wurde mit dem Problem der noch ausstehenden Zollgebühr für den aus dem Ausland in die Schweiz importierten Wagens konfrontiert. Kurz entschlossen beschloss dieser den teuren Problem-Wagen im Lago Maggiore zu entsorgen.

Jordis Bergungsaktion wird schließlich zum Desaster, denn sein vor Anker liegendes Bergungsschiff versenkt ein Gewittersturm. Jordi entschließt sich, motiviert von dem alten Bugatti-Experten, den er im Rahmen seiner Recherchen besucht, das Vorhaben dennoch zu Ende zu bringen: Er wird Luca ein ziemlich originelles Denkmal setzen.

Dass in diesem Roman zusammenwächst, was zusammengehört, kann man nun wahrlich nicht behaupten, denn ein jugendlicher Gewaltausbruch, der ein Todesopfer fordert, die Depressionen des Rembrandt Bugatti in den letzten beiden Lebensjahren vor seinem Freitod 1916 und ein von einer mittelschweren Sinnkrise gebeutelter Mittvierziger mit Taucherausrüstung - man braucht schon viel Fantasie, um daraus eine zusammenhängende Geschichte zu stricken. Entsprechend konstruiert wirken diese Zusammenhänge auch.

Der 200-Seiten-Roman der populären Theaterautorin fällt überdies in sich zusammen wie ein misslungenes Soufflé, dem die heiße Luft entweicht, wenn man etwas genauer unter die Lupe nimmt, wie sie auf diese 200 Seiten gekommen ist. Denn offenbar musste sie zunächst den Verfremdungseffekten des Theaters huldigen, dem sie ihren Ruhm verdankt, ehe sie zur Romancière mutieren konnte. Anders lässt sich kaum erklären, dass sie in einer endlosen monotonen Sprechmotette aus Zeugenaussagen rekonstruiert, wie Luca umgebracht wurde. Auch zehn Seiten wären noch schockierend genug gewesen, um den sinnlosen Gewaltausbruch als Symptom für den soziologischen Befund einer sittlich degenerierten Jugend würdigen zu können. Das repetitive Spiralverfahren der Autorin führt indes zu einer Lähmung, von der mancher Leser nur durch das rasche Überschlagen des zweiten Teils zu heilen sein dürfte.

Erst dann also, im dritten Teil, Jordis Geschichte, in die das Leben, das die Autorin zuvor in der Schilderung der Marter, die Luca das Leben kostet, weitgehend zum Erlöschen brachte, jedoch nicht mehr so recht zurückkehren will. Man folgt dem oft teilnahmslosen Jordi, der so ganz nebenbei noch den Tod seines Vaters und die Unversöhnlichkeit des Bruders Manuel, eines Drogenrekonvaleszenten, der sich mit den Eltern überworfen hat, verkraften muss, man folgt Jordi also bei seinen mannigfachen Verrichtungen und den Zweifeln, die ihn dabei immer wieder hemmen; man sieht ihn aus dem Fenster pinkeln, weil die Bücherberge, die die Recherche bei dem kauzigen Bugatti-Kenner aufgetürmt hat, den Weg zum Klo versperren wie sein sonstiger Alltag den zu schlicht gelingendem Leben. Am Ende ist das Werk vollbracht, aber genau wie Jordi bleibt auch der Leser unschlüssig, ob sich das alles jetzt wirklich gelohnt hat.
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