Wenn es bei „Buffy" einen Charakter gibt, der sich(neben Buffy selbst natürlich) ein „Best of" redlich verdient hat, dann ist das Willow. Zu Beginn noch kaum beachtet, durchlief sie in den sieben Jahren der Serie einen spannenden Reifungsprozess vom Mauerblümchen zur mächtigen Hexe, entdeckte ihre Homosexualität(in den USA ein durchaus mutiger Schritt!) und mußte sich dem größten Feind überhaupt stellen: ihrer eigenen dunklen Seite! Leider gelingt es der „Best of Willow" nur bedingt wirklich BEST OF WILLOW zu zeigen, den die Auswahl der vier Folgen ist nicht die glücklichste. So konzentriert sich die Motto-DVD mit den Folgen „Der Werwolfjäger", „Wilde Herzen" und „Abschied" vor allem auf Willows Beziehung zu Oz, welche zwar ganz nett, aber lange nicht so beliebt und wunderschön war wie ihre Beziehung zu Tara. Die lesbische Liebe der beiden, die in den letzten Jahren viel zum Erfolg von „Buffy" beigetragen hat, kommt nur sehr kurz vor- was man durchaus als enttäuschend bezeichnen kann. Bedauerlich ist auch, das man auf der „Best of" nichts von der bösen Willow zu sehen bekommt. Nie wirkte Willow furchterregender und nie spielte Alyson Hannigan beeindruckender als in der Episode „Wut"- doch auch diese fehlt auf der „Best of". Immerhin findet sich auf der Motto-DVD die Folge „Doppelgängerland", zweifellos eine der Sternstunden Willows, denn in dieser Episode, welche die anderen drei um Längen schlägt, dürfen wir gleich zwei Willows in Hochform erleben: „unsere" Willow sowie ihre blutsaugende, grausame und lesbische(!) Doppelgängerin aus einer anderen Realität.
Fazit: ein wirkliches BEST OF WILLOW bietet die DVD nicht, wem es aber zu teuer ist, sich alle Boxen anzuschaffen, wird an „Best of Willow" durchaus seine Freude haben, auch wenn zweifellos mehr möglich gewesen wäre.