Das, was im zweiten Teil der zweiten Staffel angeht, kann selbst von der ebenfalls hervorragenden dritten Season eigentlich nicht überboten werden - allein schon deswegen, weil Angel nun - da er und Buffy nicht voneinander lassen können - seine Seele verliert und somit wieder zur bösen Fraktion gehört, was die Sache natürlich umso aufregender und spannender macht.
Durch die Entwicklungen in den hervorragenden und wichtigen Episoden "Surprise" und "Innocence", erfahren wir nun, was für eine Vergangenheit Angel hat, was für ein sadistischer Killer er war und nun wieder ist. So bitter das auch ist - seine zynischen Sprüche (z. B. "Let's say, I was going through a phase") haben es in sich und sein Auftreten etwas für sich. Von David Boreanaz ist der Wandel vom Guten zum Bösen schauspielerisch im Übrigen grandios gemeistert.
Doch auch Jenny Calendar hat ihre Geheimnisse und ist nicht durch Zufall an die Sunnydale High geraten und ebenso Willows Freund Oz entpuppt sich in der Folge "Phases" als jemand, für den man ihn sicherlich nicht unbedingt gehalten hätte. In letztgenannter Folge kommt dann auch einmal mehr der tolle Humor von Joss Whedon und seiner Crew zum Vorschein als Xander dem so cool tuenden Larry auf den Zahn fühlen will und sich bei dem Gespräch ein köstliches Missverständnis zwischen den beiden herauskristallisiert.
Genauso in der Folge "Bewitched, Bothered & Bewildered", wo Xander einen Liebeszauber vollzieht, der gründlich nach hinten losgeht. Tja, es kann tatsächlich auch störend sein, wenn einem ALLE Frauen zu Füßen liegen... Ebenfalls zum Totlachen sind sicherlich auch die merkwürdigen Gespräche in der äußerst seltsamen (ich will es mal so nennen) Beziehung von Xander und Cordelia.
Zu den Highlights zählt neben den eben genannten Episoden aber auch die Folge "Passion", die natürlich gleichzeitig aber auch zu den traurigsten gehören dürfte - warum, will ich selbstverständlich nicht verraten; des weiteren selbstredend die beiden letzten Episoden - man kann bei diesem Cliffhanger wirklich nur froh sein, wenn man die dritten Staffel bereits im Schrank stehen hat.
Nicht so toll, weil auch nicht so wichtig für die Entwicklung der Staffel, sind sicherlich "Killed By Death" und "Go Fish", allerdings haben wir es besonders in erstgenannter Episode mit einem sehr interessanten und cool kreiertem Monster zu tun.
Fazit: Nirgendwo passiert so viel wie in Staffel zwei, nie wieder wurde es bei "Buffy" wieder so emotional, kein Staffelfinale ließ wieder so viel offen - ich war und bin einfach nur begeistert von dieser wirklich kreativen, sehr unterhaltsamen, spannenden und auch ziemlich humorvollen Season. Sollte man sich zulegen!