Aus der Amazon.de-Redaktion
In der vierten Staffel von
Buffy - Im Bann der Dämonen ist die Sunnydale High School nur noch eine ausgebrannte Ruine. Buffy (Sarah Michelle Gellar) geht nun als Studentin im ersten Jahr auf die (erfundene) University of California Sunnydale. Die große, die ganze Staffel umspannende Geschichte dreht sich dieses Mal um eine sehr dubiose, allerdings nicht durch und durch böse Geheimorganisation, die von der Regierung finanziert wird und als "The Initiative" bekannt ist. Von ihrer Struktur her erinnert sie von fern an den Geheimdienst aus der Serie
S.O.L.O. für Onkel, ihr unter dem Universitätsgelände gelegenes Hauptquartier könnte allerdings direkt aus einem
Bond-Film stammen. Im Rahmen der letztendlich schändlichen Pläne der "Initiative" nehmen ihre Mitglieder Vampire und Dämonen, unter anderen auch Spike, der nun zu den immer wiederkehrenden Charakteren der Serie gehört, gefangen, um sie zu studieren und ihnen einen Chip zu implantieren, der sie daran hindert, Menschen anzugreifen und zu töten. Aber es werden auch weit dunklere Experimente in den Laboren der "Initiative" durchgeführt. Eine Wissenschaftlerin erschafft aus Körperteilen von Dämonen ein Frankenstein-ähnliches Supermonster.
Buffys neuer Freund Riley (Marc Blucas), der so steif wie ein Brett ist, wird im Lauf der Staffel zu einer wirklichen Last; Giles (Anthony Stewart Head), einmal einer der zentralen Charaktere der Serie, versinkt nun praktisch vollkommen in der Bedeutungslosigkeit (und versucht sich schließlich als Folk-Sänger!); Willow (Alyson Hannigan) trennt sich von ihrem Freund, dem Werwolf Oz (Seth Green), und hat ihr Coming-out; Xander (Nicholas Brendan) jammert ständig herum, weil er nicht studiert, und fängt an, mit Anya (die äußerst amüsante Emma Caulfield), einer früheren Dämonin, auszugehen; Angel (David Boreanaz) hat nun seine eigene Serie, tritt aber auch vereinzelt, im Rahmen mehrerer Crossover, in Buffy auf (deshalb braucht man eigentlich auch das Angel-Box-Set, denn einige Handlungsstränge der vierten Staffel kommen erst in dieser Serie zu einem wirklichen Ende). Außerdem treten, zum Teil in Träumen, zum Teil in Revival-Episoden, gelegentlich noch einige tote oder sich im Koma befindende Figuren aus den früheren Staffeln auf.
Die vierte Staffel beginnt mit einer Reihe eher mäßiger Folgen. Es scheint fast so, als ob die Serie sich in ihrer neuen Umgebung unwohl fühlt und auf der Stelle tritt, weil sie sich in die gleichen alten Monster-Geschichten flüchtet. Aber dieses erste Box-Set der vierten Staffel enthält auch einige Episoden, die deutlich über dem Durchschnitt liegen. Den absoluten Höhepunkt markiert "Hush", die zehnte Folge. Hier unternimmt Joss Whedon einen der im gesamten Kontext der Serie eher seltenen Versuche, eine wirklich Furcht erregende Geschichte zu erzählen. Dämonen, die an Nosferatu, den Vampir aus Friedrich Wilhelm Murnaus Klassiker Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens, erinnern und sich über die Erde schwebend bewegen, rauben allen Bewohnern von Sunnydale die Stimme. Im Zuge des Geschehen sind nun alle Figuren, die ihr Innerstes bis dahin vor den anderen verborgen haben und so der Wahrheit immer ausgewichen sind, gezwungen, sich durch non-verbale Kommunikation ihren Freunden gegenüber zu öffnen.
Die große, alles verbindende Handlung, die im Zentrum einer ganzen Reihe von Folgen steht, ist in diesem vierten Jahr der Serie bei weitem nicht so interessant wie die zentralen Geschichten in den beiden vorherigen Staffeln. Das liegt auch daran, dass weder Buffys neuer Freund noch ihr neuer Gegenspieler einen wirklichen Eindruck auf den Zuschauer machen. So findet sich plötzlich auch Sarah Michelle Gellar in der Serie, deren Star sie eigentlich sein sollte, im Schatten anderer wieder. Ihre besten Momente im Rahmen dieser Staffel hat sie in der Folge "Who are you" (die in dieser ersten Box allerdings nicht enthalten ist), in der Buffy von dem "bad girl" Faith besessen ist und Sarah Michelle Gellar viel befreiter und lockerer agieren kann. Obwohl Buffy - Im Bann der Dämonen nach den beiden hervorragenden letzten Staffeln leicht ins Schwanken geraten ist, muss man sie noch lange nicht abschreiben. Joss Whedon versteht es immer noch, aus seiner zugegebenermaßen absurden Grundidee großes Kapital zu schlagen. --Kim Newman
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In Season 4 of
Buffy the Vampire Slayer, Sunnydale high school is left behind in smoking ruins and Buffy (Sarah Michelle Gellar) becomes a college freshman at the (fictitious) University of California Sunnydale campus. The major arc of the season involves a semi-sinister
Man from U.N.C.L.E.-type government agency known as The Initiative which has its Bond-style HQ under the campus. Their nefarious plans involve capturing vampires and demons, including the now-regular character Spike (James Marsters), and hacking them to pieces for assembly into a Frankensteinian supermonster or fitting them with chips that mute their killing urges. Buffy's plank-like new boyfriend Riley (Mark Blucas) is deadweight, Giles (Anthony Stewart Head) is shoved into new corners of irrelevance (and turns folkie!), Willow (Alyson Hannigan) breaks up with the werewolf (Seth Green) and comes out, Xander (Nicholas Brendon) whines about not being a student but starts dating a former demon (the amusing Emma Caulfield), Angel (David Boreanaz) has his own series but drops in for crossovers (you will need to buy the Angel box sets to find out how some key plot lines pay off) and previously killed or comatose semi-regulars pop in for dreams or revivals. A run of shaky episodes starts off this season, with the show seemingly uncomfortable with the new setting as it treads water with the same old monsters. This set starts to pick up, however, with a few well-above-average episodes, the stand-out being "Hush". This is a rare attempt for the show at being truly scary, featuring
Nosferatu-like demons who glide around robbing people of their voices and force all the characters who have been evading the truth to open up to each other through non-verbal communication. The big plot, spread over the bulk of the episodes, is less interesting than the major arcs of the last two seasons, perhaps because Buffy's new love interest and new nemesis both fail to make much of an impression. This also tends to leave Sarah Michelle Gellar in the shadows of the show she is supposed to be starring in--her best 42 minutes in this series ("Who Are You") comes when she is possessed by bad girl Faith and can cut loose a bit. Mildly wobbly after the last two years,
Buffy is still hanging in there and making an absurd premise pay off. --
Kim Newman