Bevor "Tagebuch eines Vampirs" populär wurde und bevor es "Twilight" überhaupt gab, da gab es "Buffy - The Vampire Slayer". Die Ultra-Dramatische Liebesgeschichte zwischen dem Vampir Angel und der Vampirjägerin Buffy diente ganz klar als Vorlage für alle anderen Vampirromane, Filme und Serien die seitdem veröffentlicht wurden.
Es ist schon erstaunlich das Joss Whedon, der Macher der Serie, ab 1996 alles vorweg genommen hat was heute die Vampir-Welle so populär macht.
Dabei ist Buffy qualitativ deutlich besser als alles was seitdem kam.
Buffy ist nicht nur eine Dramaserie. Sondern auch eine Komödie. Und auch eine Actionserie.
Immer wieder kann man sich über tolle Dialoge, unerwartete Wendungen, gute Fightszenen, neue Charaktere und insgesamt ein sehr gut ausgearbeitets Konzept freuen.
Das der Held dieser Serie eine Heldin ist, war damals neu und gibt der Serie noch eine besondere Würze. Joss Whedon der u. a. am College auch das Fach "Emazipation der Frau" studiert hat, gibt uns völlig neue weibliche Figuren, die man bis dahin nicht kannte. So ist es auch kein Zufall, das der größte Bösewicht der gesamten Serie ebenfalls eine Frau ist. Nämlich die Göttin Glory in der 5. Staffel. Auch eine weitere Jägerin namens Faith, ist eine tolle weibliche Figur.
Die Männer kommen aber nicht zu kurz. Angel, die grosse Liebe von Buffy ist der Traum aller Teeniegirls und Spike, der ultraböse Vampir, der heimliche Held aller Männer.
Das beste aber ist, das die Serie nie langweilig wird, weil sie sich nie wiederholt. Immer wieder schafft es Joss Whedon neue Geschichten zu erzählen. Neue Gefahren zu erschaffen. Vorallem traut sich Whedon auch immer wieder Risiken einzugehen. So gibt es eine Musical-Folge in der nur gesungen wird und eine Folge in der alle Darsteller Stumm sind und deswegen garnichts sagen können. In der 6. Staffel sind die Gegner von Buffy drei Nerds aus ihrer alten Highschool, die so garnicht bedrohlich wirken - was sicher ein sehr gewagtes Experiment für solch eine Serie ist. Während die Nerds versuchen mit allerlei Technik und Mystik die Macht an sich zu reissen, kann es dann schon mal passieren, das die jungs bei einer Flucht darüber Diskutieren welcher Darsteller der beste James Bond war... Und trotzdem schaffen es die drei Nerds, Buffy das leben ganz schön schwer zu machen und am Ende für eines der größten Dramen der ganzen Serie zu sorgen.
Für alle die auf Dramaserien mit viel Liebe und Gefühl stehen. Für alle die auf Komödien mit tollen Dialogen und vielen Seitenhieben auf die moderne Popkultur stehen. Für alle die auf Actionserien mit vielen tollen Fightszenen stehen... Ist "Buffy - Im Bann der Dämonen" die perfekte Serie.