"Do bezeichnet ein Prinzip der asiatischen Weltanschauung und stammt als Begriff aus dem japanischen Zen-Buddhismus...Do ist ein Weg, in dessen Zentrum eine Übung, zumeist die Übung einer Form steht, deren Ziel jedoch nicht das Erlernen irgendeiner Fertigkeit, sondern das Erweitern des im Menschen liegenden Potentials ist, durch das er zu seiner Sinnbestimmung wachsen und sein Leben mit Bewußtsein und Erkenntnis erfüllen kann." Das Buch beschreibt, was die Kampfkünste von den immer populärer werdenden Kampfsportarten unterscheidet, nämlich die innere Einstellung. Das Buch sollte von drei Personenkreisen gelesen werden: erstens von denen, die wissen wollen, was die geheimnisvolle Faszination ausmacht, die von Sportarten wie Karate, Taekwondo, Judo usw. ausgeht, zweitens von denen, die einen Kampfsport trainieren und langsam zu ahnen beginnen, daß man vom Training bedeutend mehr haben kann als sportliche Ertüchtigung und drittens von solchen, die meditieren und das Gefühl haben, mit dem reinen Sitzen nicht weiter zu kommen. Die Kampfkünste sind wohl auch die einzigen Sportarten, in denen man noch als alter Mensch Fortschritte machen kann, denn die geistige Entwicklung kann auch dann weitergehen, wenn die Körperkräfte nachlassen. Das Buch ist spannend zu lesen und erhellt die Zusammenhänge zwischen körperlicher und geistiger Übung. Es "verführt" zum selber Tun.