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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Sex Drugs and Rock n Roll!!" dieser Roman lässt die 70ger Jahre wieder aufleben!, 22. Mai 2006
Hanif Kureishis (geb. 5. Dezember 1954) erster Roman Der Buddha aus der Vorstadt" erzählt die Geschichte des jungen Karim Amir, der gemeinsam mit seinem indischen Vater und seiner englischen Mutter in einem spießigen Vorort Londons seine Jungend verbringt. Karim will nichts mehr als endlich aus der Vorstadt zu flüchten und etwas zu erleben Ich wollte, dass mein leben endlich anfing, genau jetzt, wo ich dazu bereit war" (Seite 99). Kurz nachdem sich sein Vater zu einer Art Guru (Buddha) ernennt und schwungvolle Reden und Yoga Kurse vor den versammelten Vorstadtsnobs zum Besten gibt, trennt er sich von der langweiligen und gefügigen Mutter, um mit seiner attraktiven und extrovertierten Geliebten zusammen zuziehen. Karim folgt dem Vater und zieht nun mit seiner neuen Familie, zu der sein neuer Stiefbruder Charlie gehört, nach London. Hier kann Karim endlich die 70ger Jahre in vollen Zügen genießen! Er feiert Sexorgien mit Männern und Frauen, geht auf Rockkonzerte und nimmt Drogen. Schließlich bekommt Karim einen Platz in einer Schauspielgruppe angeboten und entwickelt sich zu einem erfolgreichen Schauspieler. Der Buddha aus der Vorstadt" hat mich vom Anfang bis zum Ende gefesselt. Der Roman ist sehr witzig kann aber auch gleichzeitig traurig wirken. (zum Beispiel als Anwar, Karims Onkel, in den Hungerstreik geht um seine Tochter zur Heirat mit einem Ausgesuchten Inder zu bewegen, oder Pelzrücken", der seine dänische Dogge auf Karim hetzt, die sich dann aber in Karim verliebt). Karims tägliche Auseinadersetzungen, was er denn mit seinem Leben eigentlich anfangen will und seine sich über den Roman streckende Identitätsfindungen konnte ich sehr gut nachvollziehen, denn diese Fragen stellt sich fast jeder Jungendliche einmal. Dieser Roman enthält die perfekte Mischung aus Witz, Ironie und auch traurigen Schicksalen, die einen packt und nicht mehr loslässt. Ich bin mir sicher, dass dieser Roman auch autobiografische Aspekte enthält, denn Hanif Kureishi wuchs als Sohn eines Pakistanis und einer Engländerin unter ähnlichen Umständen auf wie Karim, der Protagonist in Der Buddha aus der Vorstadt".
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Klasse, 10. März 2006
Ich habe das Buch Buddha of Suburbia in der Schule gelesen. Es ist mittlerweile das zweite Stück von Hanif Kureishi, das ich gelesen habe und ich muss sagen, ich bin immer noch begeistert davon. Der Autor versteht es, Probleme aber auch Vorurteile oder Stereotypen dazustellen ohne einen gleich in eine bestimmte Richtung zu drängen. Er schafft es die Gradwanderung zwischen Vorwurf und sachlicher Darstellung perfekt zu meistern. Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und es war, trotz seiner manchmal etwas umgangssprachlichen Ausdrucksweise super zu verstehen und stets interessant. Der Protagonist der Geschichte erlebt eine Welt, die, auch wenn wir vielleicht gebürtig in einem Land leben, uns jeden Tag aufs neue vor die Augen tritt. Da ich mich im gleichen Alter befand, wie Karim zum Ende der Erzählung kam mir vieles bekannt und vertraut vor. Wer von uns stand nicht schon einmal selbst in einer Situation, der einem scheinbar alles über den Kopf wächst und man nicht weiß, welches für einen die richtige Hilfe ist?!
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
London!, 22. März 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Buddha aus der Vorstadt (Taschenbuch)
Meinen letzten Lesegenuss möchte ich Euch nicht vorenthalten, heute morgen habe ich beim Frühstück noch Hanif Kureishis „Der Buddha aus der Vorstadt“ beendet. Nachdem ich zuerst „Rastlose Nähe“ gelesen hatte, kam es mir vor, als wären das zwei Geschichten aus dem Leben des selben Mannes, und nachdem ich altersmäßig genau dazwischen liege, konnte ich mir beides gut vorstellen. Im „Buddha“ ist die Hauptfigur Karim, ein junger Engländer mit indischem Vater, der in Südlondon bzw. in den Suburbs aufwächst. Als Karim ca 17 ist, verlässt sein Vater die Mutter, um mit Eva zusammenzuleben. Gleichzeitig startet Karims Vater eine kleine Karriere als Lebensberater, der Buddha eben, der aber nie irgendwie lächerlich gemacht wird, sondern an dessen Weisheit Karim letztendlich glaubt. Karim selbst ist ziemlich ungefestigt in der Zeit, beobachtet alle um ihn herum, und das sind die interessantesten Menschen, und zieht so seine Schlüsse. Er selbst beginnt dann als Schauspieler zu arbeiten, erlebt eine große Liebe, und beobachtet den Ruhm seines Halbbruders Charlie, der Punkstar wird. Eine der besten Gestalten ist Karims Cousine Jamila, die wirklich tough, und emanzipiert ist, aber dann mit einem Mann, den ihr ihr Vater ausgesucht hat, verheiratet wird. Sie verändert aber ihr Schicksal, durch ihre Willensstärke, zieht mit ihrem Mann in eine Kommune, bekommt ein Kind von einem anderen Mann, um das sich ihr Mann kümmert, und vieles mehr. Die Figuren dieses Buches sind interessant, symphatisch, authentisch. Auch das London –feeling kommt rüber, mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil Karim einfach Hoffnung macht. Die ganze Story ist natürlich angereichert mit Sex, Drugs, Rock n Roll. Und sie zeigt einfach einen Ausschnitt aus dem Leben von Menschen, deren Weg genauso gut anders gehen könnte, die aber an sich glauben und deshalb glücklich werden können.
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