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Buddenbrooks: Verfall einer Familie. Roman
 
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Buddenbrooks: Verfall einer Familie. Roman [Taschenbuch]

Thomas Mann
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (125 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 768 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 61 (9. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596294312
  • ISBN-13: 978-3596294312
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (125 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 510 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Thomas Mann
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Seit 100 Jahren erscheinen bei S. Fischer die Werke Thomas Manns. Diesen Anlass nutzt der Verlag, um die sechs meistgelesenen Romane des Nobelpreisträgers in einer schönen Kassette herauszugeben.

Neben den Buddenbrooks, Doktor Faustus, dem Zauberberg, Königliche Hoheit und dem schmalen Band Lotte in Weimar finden sich auch die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull. Es lohnt sich, wieder einmal in den Werken eines hervorragenden Stilisten zu schmökern, der noch dazu gut Geschichten erzählen konnte. Für die Leser, die sich näher mit der Person Thomas Manns beschäftigen möchten, hat der S. Fischer Verlag die gesamten Tagebücher, es sind immerhin zehn Bände, in einer schönen Kassette zusammengefasst. Herausgegeben werden sie von Peter de Mendelssohn und Inge Jens, auf stattlichen 9500 Seiten. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Perlentaucher.de


Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.06.2002
Rezensent Edo Reents vergibt eine Höchstwertung an die beiden Buddenbrooks-Bände der ersten, kommentierten und vollständigen Mann-Ausgabe. Was Editionsphilologie leisten könne, lasse sich hier beispielhaft illustrieren. Der vorliegende Roman-Text ist Reents zufolge etwa um ein Zehntel länger als der "bisher in der Forschung gebräuchliche" und folgt dem Druck der Erstausgabe von 1901. Besonders dem "üppigen" Kommentar widmet der Rezensent große Aufmerksamkeit. Die Briefe, die zum Roman gewechselt wurden, fand er in der "Entstehungsgeschichte" ebenso ausführlich zitiert und kommentiert, wie Hinweise auf literarische und geistesgeschichtliche Quellen und Anregungen. Dazu Familienchroniken, einen Auszug aus Meyers Konversationslexikon, der für das Typhuskapitel genutzt wurde, sogar die "Textstellen, die dann im Roman doch nicht auftauchten". Der Leser bekomme hier "in einer essayistischen, also ungemein lesbaren und großangelegten Chronik" alle wichtigen Quellen: "die bekannten wie auch die unbekannten oder bisher nur in der Fachliteratur mitgeteilten". Nach all den geglätteten Fassungen der vergangenen hundert Jahre habe man, so Reents, nun wieder die etwas rauere, kulturgeschichtlich nach hinten offene vor sich.

© Perlentaucher Medien GmbH

Buchnotiz zu : Die Zeit, 04.07.2002
Was hat es nur mit den Buddenbrooks auf sich, dass der Roman von Thoams Mann so lange nach seinem Erscheinen nichts an Attraktivität eingebüßt hat, fragt Thomas E. Schmidt und verweist auf die Frankfurter kommentierte Ausgabe, in der man nun detailliert nachlesen könne, was Mann alles in diesem Familienepos untergebracht hat. Ein kleines Problem hat der Rezensent allerdings damit: Der Kommentar schwebt über dem Roman "wie dichtes Gewölk über der Trave", seufzt Schmidt. Damit will er die Leistung des Kommentars nicht schmälern, im Gegenteil. Ohne Zweifel sei hier ein "großes wissenschaftliches Werk" entstanden, und zwar ein "verdienstvolles", "reifes" und "erschöpfendes", lobt Schmidt. Und doch! Er ist "ein großer Sieg der Philologie über die zauberhaft-verschämte Neigung der Literatur", ihr Geheimnis wohl zu hüten, erklärt der Rezensent melancholisch. Gott sei Dank könne er die Lektüre des Romans nicht ersetzen. Thomas Mann habe nicht für "informierte", sondern für "gebildete" Leser geschrieben. Diese sollten, wenn wir Schmidt richtig verstehen, den Kommentar einfach beiseite lassen.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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190 von 203 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wer es wagt, gewinnt mehr als er denk .........., 29. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Buddenbrooks: Verfall einer Familie. Roman (Taschenbuch)
„Glaubt ihr, ihr haltet 760 Seiten als Lektüre durch?" fragte uns unser Deutschlehrer vor ca. 3 Monaten. Von Thomas Mann hatte jeder schon mal gehört und der Namen „Buddenbrooks" klang irgendwie vertraut, aber so richtig wusste keiner, worauf wir uns da einließen. Wir wurden für verrückt erklärt, in der 11. Klasse so ein dickes Buch als Lektüre zu verwenden. Aber wir haben es gewagt und geschafft und das Buch nicht nur oberflächlich gelesen, sonder genau kennen und vor allem lieben gelernt!
Die Geschichte der Kaufmannsfamilie Buddenbrook hat uns nach und nach alle in ihren Bann gezogen. Je mehr man sich mit diesem Buch beschäftigt desto mehr fühlt man sich mit den Personen verbunden. Thomas Mann erzählt nicht nur den Lebensabschnitt einer Person, so wie das bei andern Büchern oft üblich ist, sondern er erzählt das Leben einer Familie über 3 Generationen. Er schildert das Leben realitätsnah und in allen Facetten.
Immer mehr Schatten legen sich über das Geschehen, dass am Anfang noch so harmonisch beginnt.
Die Tochter Antonie lässt sich aus Pflichtgefühl auf eine Ehe ein, die sie nicht will, Christian beschäftigt sich mehr mit seinen „Leiden" und mit dem Theater, als mit einer Ausbildung, Thomas, der das Familiengeschäft übernimmt droht immer mehr unter dem Druck ein zu gehen. Diese und noch unzählige weitere Geschichten verspinnen sich zu einem beindruckenden Roman. Parallel zum Verfall des Handelshauses geht auch die einst angesehene Familie immer mehr ein. Man leidet mit den einen Personen, man wird wütend über das Verhalten anderer, man weint mit über verpasste Chancen und unerfüllte Wünsche. Aber man kann auch viele komische Momente in diesem Buch finden, z.B. die Ironie mit der Thomas Mann bestimmte Personen oder Handlungen beschreibt. Und die Art wie er lustige Situationen schafft. So sorgt z.B. ein ruppiger Bayer als baldiger Heiratskandidat in den feinen Kreisen von Lübeck für Missverständnisse und peinliche Vorgänge.
„Buddenbrooks" hat uns viel zu Diskussionen angeregt. Inwiefern spielen Menschen eine Rolle? Wie viel Einfluss hat die Erziehung auf das spätere Verhalten und wie viel Schaden kann dadurch angerichtet werden.? Was ist im Leben wirklich wichtig?
Ich für meinen Teil bin sehr froh dieses Buch gelesen zu haben. Thomas Manns Stil, seine Bildsprache und seine Art eine bestimmte Handlung zu kritisieren, ohne einem die Chance einer eigenen Meinung weg zu nehmen ist beeindruckend. Vor allem wenn man bedängt, das „Buddenbrooks" sein Erstling ist und mit gerade Mal 25 Jahren geschrieben wurde. Es ist nicht nur die Geschichte einer Familie, sondern auch die einer Gesellschaft, die langsam beginnt sich zu verändern.
Fazit:
Dieses Buch beeindruckt in jeder Hinsicht! UNBEDINGT LESEN!!!!
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33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eines der besten deutschen Hörspiele., 18. April 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Buddenbrooks. 7 CDs. (Audio CD)
Diese Radioproduktion von 1965 war im Wortsinn ein großes Unternehmen. Über 40 Sprecher formten unter der Regie von Wolfgang Liebeneiner den Roman Thomas Manns zu einem acht Stunden dauernden Hörspiel um, das nun auf sieben CDs (bzw. sechs MCs) vorliegt. Das Buch hat, selbst in kleinem Druck, mehr als 500 Seiten. Sein Inhalt ließe sich ungekürzt auch nicht auf der doppelten Anzahl von CDs unterbringen. Streichungen waren folglich unerlässlich, aber es galt, den Eindruck eines mehrere Generationen verbindenden Zeitstroms zu erhalten. Die stimmliche Präsenz der Figuren musste diese Fülle vermitteln, ohne verwirrend zu werden. Dieses Problem wurde durch zwei Kunstgriffe gelöst: ein Erzähler verbindet die Handlungsstränge und bringt so auch wichtige Textpassagen zu Gehör, die sich kaum hörspielhaft umsetzen ließen, zum anderen bietet die vom Beginn bis zum Schluss der Handlung gegenwärtige Gestalt der Antonie (Tony) Buddenbrook, zunächst, als Kind, von Claudia Fischer, dann von Gisela Peltzer gesprochen, so etwas wie eine akustische Orientierungslinie. Auch im Roman selbst nimmt diese Tony eine Sonderstellung ein: "Sie tritt zu Beginn des Romans auf; mit ihr endet er." Obgleich sie also die Abfolge der Generationen, die historischen Ereignisse, wie auch den geschäftlichen Auf- und Abstieg des Hauses Buddenbrook unmittelbar miterlebt, bleibt sie eigentümlich reflexionslos und kommentiert, was immer ihr oder der Familie zustößt, mit stereotypen Wendungen, die im Buch wie im Hörspiel leitmotivischen Charakter haben.

Die Kunst Thomas Manns besteht nicht zuletzt darin, Figuren zu schaffen, deren komplexe Schablonenhaftigkeit nicht nur den Schein des Individuellen gewinnt, ohne jedoch die Züge des Allgemeinen und manchmal Banalen zu verlieren. Diese Menschen leben und leben nicht, sie sind einem zugleich nah und fern. Es ist so, als befände sich gerade in ihrem Innersten etwas Unerreichbares, ja Totes, das nun, nach außen dringend, die körperlich-geistige Hülle mit einem unheimlichen Anschein von Lebendigkeit und Differenziertheit erfüllt. Wenn man mithin die Texte dieses Autors spricht oder seine Figuren stimmlich darstellt, besteht wohl hierin die schwierigste Aufgabe: die Balance zwischen individueller Präsenz und Stereotypie, Partizipation und ironischer Entfremdung zu halten. Zu größten Teilen ist das in dieser Radiobearbeitung geglückt. Palma - wer oder was immer das ist, erfährt man leider nicht - macht aus dem Präteritum des Romans ein Präsenz, in dem Gert Westphal die Ereignisse heranrückt und sie doch auch wieder ironisch bricht, ohne dabei in sarkastische Drastik zu verfallen. Ebenso sind beide Stimmen Tonys zugleich von naiver Frische und einer gewissen gesellschaftlich-festen Dummheit, und beides zusammen macht ihren paradoxen Reiz aus und prägt sich ein. Es ist wohl unvermeidlich, dass die Nebenfiguren, wie etwa Sesemi Weichbrodt oder Ida Jungmann, auf gewisse Schablonen festgelegt werden: "sei glücklich, mein Kind", mit der berühmten Übertreibung der Vokale und dem "leicht knallenden Geräusch" des Kusses auf die Stirn, hört man über weite Strecken hinweg beinahe als einziges von der ersten; aber das Hörspiel spiegelt hier nur die bereits in Thomas Manns Stil liegende Gefahr. Dieter Borsche und Lil Dagover sprechenebenfalls vorzüglich Johann Buddenbrook und seine Frau Elisabeth, die zweite Generation der Handelsfamilie, einzig eine Rolle scheint mir nicht so überzeugend und an einer wichtigen Stelle sogar falsch angelegt, nämlich die von Thomas, gesprochen ausgerechnet vom Regisseur selbst, Wolfgang Liebeneiner. Er macht seine Sache als Leiter der Schauspieler gut, spielt aber selbst ein wenig dünn und verfällt in der Szene, in der Thomas Buddenbrook am Gartentisch aus dem zweiten Band von Schopenhauers "Welt als Wille und Vorstellung" das Kapitel über den Tod liest, in einen merkwürdigen, ja übertriebenen und lächerlichen Klang, der völlig unangemessen ist. Überhaupt wurde hier eine Kürzung vorgenommen, die man bedauern muss. Von dem tiefen, geradezu mystischen Erlebnis, das diese Lektüre bei Thomas auslöst, und von dem er sich in der Folge beschämt distanziert, bleibt beinahe nichts, eben nur sein doch verfälschter Beginn. Andere Episoden des Romans, etwa das Auftreten Grünlichs und Permaneders, der beiden Ehemänner Tonis, oder auch die Schulszenen mit dem kleinen Hanno, dem unglücklichen Kind Thomas', sind breiter ausgeführt und vermitteln eine wirkliche atmosphärische Intensität, die sich durchaus zu einem entsprechenden Gesamteindruck erweitert.

Die Übersetzung eines Romans in ein anderes Medium - Film oder Hörspiel - ist immer prekär, ja gefährlich, aber wer sich auf die "Buddenbrooks" in dieser Form einlässt, erlebt tatsächlich, wie eine ganze Welt an ihm vorüberzieht.ist immer prekär, ja gefährlich, aber wer sich auf die "Buddenbrooks" in dieser Form einlässt, erlebt tatsächlich, wie eine ganze Welt an ihm vorüberzieht. Man wird die acht Stunden kaum in einem Zug anhören, sondern die sieben CDs auf vielleicht drei Tage oder Abende verteilen - umso besser, denn auf diese Weise entsteht ein ganz auf die akustische Sphäre bezogener Zeitraum, in dem Nerven und Psyche ruhig und konzentriert gleichsam im Geflecht der Stimmen mitschwingen. Wenn man innehält, fühlt man sich unleugbar erholt und erfrischt und begreift, dass diese Form der Wahrnehmung, gegenüber anderen reizüberflutenden, einen eigenen kulturellen Bezirk herstellt, wie es wohl sonst nur bei herausragenden Theateraufführungen geschieht.

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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Was mir zu Ohren kam, 15. Januar 2006
Von 
Leif Boysen (Wassersleben, Harrislee) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Buddenbrooks. 7 CDs. (Audio CD)
Liebeneiner setzte hier eine straffe Version der Budenbrooks ins Hörspiel um, ohne die wichtigen Impulse des Romans zu vernachlässigen. Der unaufhaltsame Verfall der dekadenten Kaufmannsfamilie wird begleitet von den seelischen Schwankungen und den Höhen und Tiefen im Leben der Protagonisten, was hier anschaulich und kurzweilig dargestellt wurde. Interessant ist auch, zu welchen großartigen Hörproduktionen es schon im Jahr 1965 reichte, guter Klang, gute Akustik, ausgereifte Dramaturgie. Ich ziehe diese Hörspiel dem Film mit Hans-Jörg Felmy und Nadja Tiller oder auch der späteren Fernsehserie mit Martin Benrath und Ruth Leuwerik vor, aber unschlagbar bleibt natürlich die Romanvorlage aus der Feder Thomas Manns, der für dieses Werk zu Recht mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet wurde.
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