Die Familie von Konsul Buddenbrooks ist eine angesehene Lübecker. Die älteste Tochter Antonie erhält einen Heiratsantrag des Kaufmanns Bendix Grünlich, den sie jedoch abstoßend findet und daher ablehnt. Um wieder zu Sinnen zu kommen, geht sie an die See und verliebt sich in den Studenten Morten. Diese Liebe hat jedoch keine Chance, sie wird von ihrem Vatr und der Familienehre dazu gezwunden Bendix Grünlich zu ehelichen.
Ihren Brüdern ergeht es nicht besser. Christian liebt eine Theaterschauspielerin und wird daher nach England geschickt, Thomas, der ein Blumenmädchen liebt nach Holland.
Allgemein leidet die Familie unter der Revolution von 1848, in welcher Jean Buddenbrook umkommt, so dass der älteste Sohn Thomas das Familienunternehmen übernimmt.
Von da an geht es abwärts mit der Familie und dem Geschäft. Pleite, Pech und Scheidungen, Skandale über Skandale und Fehlinvestitionen führen nach 100 Jahren zum Niedergang der Familie Buddenbrook.
Buddenbrooks ist das Frühwerk Thomas Manns und begründete wohl das Genre des Gesellschaftsromans. Vier Generationen Niedergang einer wohlhabenden Familie sind heute nichts womit man noch einen Blumentopf gewinnen könnte, damals jedoch war die Geschichte durchaus innovativ, da sich der Roman als Literaturform noch immer in Entwicklung befand.
Ich hatte große Hoffnungen in diesen Kinofilm von 2008. Ich dachte, das wäre eine Chance nach den vielen seichten Verfilmungen, die sich nur um Tony Buddenbrooks Ehen und Leiden drehten endlich einmal einen neuen Blick auf das Buch zu werfen, andere Szenen zu wählen und neue Wege zu gehen. Leider wurde ich enttäuscht. Dieser Film ist ein Remake des Klassikers mit Liselotte Pulver von 1959 (
Die Buddenbrooks). Selbe Szenen (ganz besonders fällt das Gegen Ende des Films auf), wieder einmal eine Verfilmung der Leiden der armen Tony, nur noch kürzer, noch geraffter und noch gehetzter als 1959. Wenn man das Buch nicht kennt dürfte man teils fast Probleme haben der Handlung zu folgen, so extrem und teils schlecht wurde gekürzt. Viele Dinge werden angerissen, stehen teils eher verloren im Kontext, da hätte man sie gleich ganz streichen können.
Die Besetzung fand ich teils eher unglücklich und unpassend, die Kulissen zu sauber, zu perfekt, zu modern. Da hatte die Verfilmung von 1959 mehr Tiefgang und Charme als dieses neue, leblose massentaugliche Produkt.
Hier wurden eine Menge Chancen vertan Neue Wege zu gehen und das Werk neu zu betrachten und zu interpretieren. Man entschied sich lieber dafür die alten Pfade neu zu beschreiten, wieder einmal. Enttäuschend.