Im Mittelalter war man der Ansicht, daß in der vierten Ekloge Vergils die Geburt Jesu vorausgesagt wurde - ein Irrtum, denn der Dichter gab darin nur der Hoffnung auf glücklichere und friedlichere Zeiten Ausdruck, und er hoffte auf Octavian-Augustus. Aber diesem Irrtum verdanken wir, daß die Werke Vergils während des ganzen Mittelalters überliefert wurden und nicht in Vergessenheit gerieten. -
Die Eklogen selbst zeichnen sich durch sensible Naturschilderungen und ein sehr sicheres Formgefühl aus. Vergil wird zu Recht als der edelste römische Dichter bezeichnet. UR