"Too drunk to F***", so der neue Hit der Combo. Bohrt sich ins Ohr, verankert eine kaum mehr in der Jetztzeit vermutete Unbedarftheit.
Solchart motiviert, besorgt sich der geneigte Hörer das vorliegende Erstlingswerk.
Und - die Hoffnungen wurden nicht enttäuscht:
Hier rocken Jungs los, die ihr Mütchen an ACDC der goldenen Ära kühlen und denen auch frühe Guns N'Roses nicht fremd sind. Eine Spielfreude, dass einem das Herz übergeht. Wunderbar "untechnische" (im Sinne von "sleazy" Musikern, die voller Herz, aber ohne allzu vordringliche technische Perfektion ihre Standards bringen) Protagonisten bieten rotzfreche Kompositionen dar. Unverbildet im besten Sinne des Wortes.
Am Besten lässt sich die Quintessenz dieser Scheibe wohl als Stimmungsmix von "Let there be rock" mit dem unsterblichen Bon Scott und smooth-kühler Arroganz vom Schlage des Jahrhundertwerks "Appetite for Destruction" charakterisieren:
"Lit Up", der Singlehit, getragen von einem Ausnahmeriff; "Dirty Mind", punk-like, Gitarrenkatarakte, ganz schön aggressiv; "Borderline", eher laid-back; "Drink The Water", eindringlicher Abschluss eines musikalischen Statements.
Alles bestimmt durch einen überragenden Josh Todd als Vocalist.
Ein Shouter vor dem Herrn, scheut dieser keinen Vergleich mit Größen des Biz: Weniger intensiv als Bon Scott, stimmfarblich allerdings durchaus mit diesem zu vergleichen, nicht derart nuanciert wie Chris Cornell, jedoch mit Sicherheit deutlich den Sängern üblicher "Supergroups" (wie etwa Scott Weiland von VR bzw. STP) überlegen.
Ganz bescheidene Kritik: die Kompositionen sind teilweise etwas zu eingängig und simpel geraten, im Gegenzug könnte dies allenfalls aber durchaus als hymnisch bezeichnet werden. Geschmacksfrage.
Insgesamt schaffen es die Bucks, glorreiche Zeiten der späten Achtziger wieder erstehen zu lassen. Rock On!