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5.0 von 5 Sternen
Sehr gutes Buch voller anschaulicher Beispiele, 15. Mai 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wo der Buchstabe das Wort führt. Ansichten über Schrift und Typographie (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist keineswegs ein Lehrbuch der Typographie im Stile von Jan Tschichold. Der Autor legt vielmehr ein Plädoyer für gute (und klassische) Typographie vor, das voller glühender Leidenschaft für die "Schwarze Kunst" und deren klassische Ausübung.
Durch das ganze Buch hindurch untermauert er seine Thesen mit zahlreichen Abbildungen, die als Beispiele gedacht sind. Leider wird der Leser zumeist völlig alleine gelassen, was die Interpretation der wesentlichen Merkmale dieser Beispiele angeht. Insgesamt kommt leicht der Eindruck auf, daß Text- und Bildkapitel einander abwechseln und nur wenig miteinander zu tun haben.
Höchst lehrreich ist allerdings das eine Kapitel, in dem Negativbeispiele gesammelt sind, also Beispiele dafür, wie man es _nicht_ machen sollte. Dieser Abschnitt hat mir persönlich erst viele Punkte, auf die der Autor hinauswill, klargemacht.
Insgesamt sind diese knapp 4 kg Buch für Interessierte sehr empfehlens- und lesenswert.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Grundsätzliches über das Thema Typographie., 1. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Kurt Weidemann hat u. a. die "Corporate" (die DaimlerChrysler Hausschrift) gestaltet, das Corporate Design fuer diesen Konzern, die damalige Deutsche Post, die Deutsche Bahn, Merz, Zeiss. Das Buch schildert seine intelligenten, fast philosophischen Ansichten ueber den geliebten Beruf und praesentiert viele Beispiele. Es ist /kein/ Typografielehrbuch, sondern eher Anschauungsmaterial und Stoff zum Nachdenken und Verinnerlichen.
Kurt Weidemann ist eher als Purist einzustufen, Fans von Neville Brody werden an seinen stillen Entwuerfen wenig Freude haben.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
»Wo der Buchstabe das Wort führt«, 16. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Wo der Buchstabe das Wort führt. Ansichten über Schrift und Typographie (Gebundene Ausgabe)
Kurt Weidemann - Schriftsetzer, Typograph, Gestalter, Lehrbeauftragter, Autor, um nur einiges aus seinem Schaffensbereich zu nennen - und wohlgemerkt, Schriftentwerfer der bekannten Mercedes-Type Corporate A, S, E.
Um die Gegenwart besser beherrschen zu können, muß man die Vergangenheit bereits verstanden haben, sagte er einmal. Und wie recht hat er damit, wenn man sich nur bewußt genug umschaut.
Weidemanns »Ansichten über Schrift und Typographie« ist die überragende Quintessenz eines über Jahrzehnte erlebten und selbst reflektierten Berufslebens als Schriftsetzer, Typograf, Autor, Grafik-Designer, Lehrer und Berater.
Die Wandlung in den Aufbruch des digitalen Zeitalters wird in kritisch-süffisanten Beiträgen und mit authentischem Bildmaterial immer hinterfragend dargestellt.
Die bedeutenden Entwicklungen über ein halbes Jahrtausend sind aus der unglaublich reichhaltigen Sammlung des Autors belegt. Vom Bleisatz bis zu den Notationen eines digitalen Zeitalters wird das Wort der Schrift zur Typografie dargestellt.
»Wo der Buchstabe das Wort führt« soll kein Standardwerk sein, und auch kein Werk wissenschaftlicher Gründlichkeit und Rechenschaft oder zu erwartender Vollständigkeit.
Und doch bringt es eine so klare Botschaft mit sich, die weitaus mehr bewirken kann, als ein lückenloses Lehrbuch:
Allem voran, beschreibt Weidemann die Typographie als die Kunst des feinen typografischen Maßes. Es ist ihr alleiniges Ziel, die Sprache in angemessener Form sichtbar, lesbar und verstehbar zu machen.Dem sei hinzugefügt, daß Weidemann nicht zum krampfhaften Erhalt des Gestrigen verhelfen will, sondern dem Zukünftigen etwas davon wissen zu lassen.
Dieses Buch ist schon heute ein wertvoller Klassiker, wenn nicht Das Über-Typografiebuch schlechthin - unter den unzähligen Nachschlagewerken und sollte nun wirklich in keiner ambitionierten Büchersammlung fehlen.
Dieser großvolumige, prachtvoll ausgestattete Band ist ein üppiges Bilder- und Lesebuch, ein Blätterbuch und ein Denkbuch. Und es ist vor allem ein Glücksfall und gleichzeitig seltener Stern am typografischen Firmament.
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