Buchneuerscheinung: Rupert Sheldrake's "Der Wissenschaftswahn - Warum der Materialismus ausgedient hat"


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1-25 von 56 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.04.2013 21:14:13 GMT+02:00
Ishar21 meint:
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Veröffentlicht am 04.07.2013 00:07:33 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.07.2013 19:39:07 GMT+02:00
Utimaus meint:
Ach, ja: Sheldrake...

Da muss ich zuerst zusammenfassen, worum es im Wissenschaftswahn ungefähr geht:

Grundsätzliche Aussage: Wissenschaft sei gefangen im materialistischen Weltbild.

Die 10 Dogmen der Wissenschaft seien:
1. Welt ist mechanisch oder wie eine Maschine
2. Materie hat kein Bewusstsein (daraus Schlussfolgerung, dass wir laut Wissenschaft kein Bewusstsein haben dürften, bzw. dass es sogar Philosophen gäbe, die genau das nachzuweisen versuchten)
3. Naturgesetze sind fix, unveränderlich (wird exemplarisch unten genauer besprochen)
4. Gesamtmenge der Energie/Masse im Universum ist konstant
5. Natürliche Vorgänge sind nicht zielgerichtet
6. Alles, was man vererbt bekommt, steht in den Genen oder den epigenetischen Modifikationen dieser Gene. („materialistische Vererbung“)
7. Erinnerungen sind im Gehirn als materielle Spuren gespeichert
8. Bewusstsein ist im Kopf, auf den Kopf beschränkt (dem widerspricht er in seiner Hypothese morphischer Felder)
9. Als Folge von Nummer 8 dargestellt: Psychische Phänomene wie Telepathie sind unmöglich.
10. Als Folge von Nummer 8 dargestellt: Komplementärmedizin funktioniert nicht.

-------------------------------------------------------------- Und nun ich ;-) ------------------------------------------------------

Sheldrake begeht hier gleich mehrere erkenntnistheoretische Fehler.
Zum einen ist aus erkenntnistheoretischer Sicht der Materialismus nicht die Grundlage wissenschaftlicher Arbeit, zum anderen liegen wissenschaftlichem Erkenntnisgewinn zwar immer und zwangsweise metaphysische Annahmen zugrunde, doch dogmatisch sind diese nicht zu verstehen. Es handelt sich vielmehr um Abgrenzungskriterien und Arbeitshypothesen, die im Zuge des Erkenntnisgewinnes stets mit überprüft werden.

Zum philosophischen Hintergrund:
Bunge sieht zum Beispiel als philosophischen Hintergrund eines naturwissenschaftlichen Erkenntnisbereiches (unter anderem)
- einen ontologischen und erkenntnistheoretischen Realismus (d.h. es gibt eine subjektunabhängige Wirklichkeit, die zumindest in Teilen erkannt und durch Theorienbildung rekonstruiert werden kann).
- die ontologische Hypothese, das Universum könne empirisch und theoretisch ohne Rekurs auf autonome spirituelle Entitäten, besonders Lebenskraft oder Teleologische und transzendente Wirk-Faktoren erkannt werden.
Dieser schwache ontologische Naturalismus schließt einen transzendenten Seinsbereich nicht aus, sondern geht aus methodologischen Gründen nur davon aus, dass für das Verständnis der Vorgänge im Universum, auch auf komplexen Ebenen (Leben, Bewusstsein, Erkennen,…) übernatürliche, teleologische Faktoren nicht gebraucht werden. (Stichwort „ontologische Sparsamkeit“)
Sinngemäß ähnliche Aussagen finden sich bei Neukamm, Kanitscheider, Mahner und Vollmer.

Dies zeigt, dass die naturalistische Grundlage der Naturwissenschaft keineswegs darauf abzielt, die Welt allgemein, den Menschen im Besonderen als „funktionierende Maschine“ (ein Bild, das meines Wissens auf Descartes zurückgeht) zu erkennen. Es geht hier im Wesentlichen um ein Definitionskriterium, das beschreibt, auf welche Weise Naturwissenschaft die Welt erschließt, bzw. überhaupt nur erschließen kann. Indem er diese erkenntnistheoretische Grundlage als „Gefangenschaft“ bezeichnet, die es zu überwinden gelte, begibt sich Sheldrake demnach auf äußerst dünnes Eis.

Zu den Dogmen allgemein:

Wenn man verstanden hat, dass die Wissenschaft nicht über endgültige Beweise, sondern nur über angemessene Arbeitsmodelle verfügt, wird die Unterscheidung zwischen methodologischem und philosophischem Standpunkt überflüssig. Die Revision des naturalistischen Standpunkts liegt ja immer im Bereich des Möglichen. Damit wird klar, dass der Naturwissenschaft keine Dogmen zugrunde liegen, wohl aber Postulate oder Annahmen.

Vollmer schreibt beispielsweise: „Wie viel Metaphysik wollen wir? Der Naturalist hat auf diese Frage eine einfache Antwort: Nur so viel Metaphysik wie nötig! Nötig wofür? Metaphysik wird gebraucht, sie ist notwendig im Sinne von erforderlich, nicht von notwendig wahr (und deshalb eben nicht a priori im Sinne von Kant). Wir befassen uns hier also mit Voraussetzungsmetaphysik.“ (http://www.gkpn.de/Vollmer_Atheismus-Metaphysik.pdf)

Man kann also Sheldrake insofern zustimmen, als es dem Naturwissenschaftler gut tut, sich regelmäßig daran zu erinnern, dass Naturwissenschaft gewisse metaphysische Grundannahmen benutzt, die man nicht als fest gegeben und unausweichlich wahr voraussetzen darf. Diese als „Dogma“ zu verkaufen, trifft die Sache jedoch aus den genannten Gründen keineswegs.

Sheldrake gibt auch keine Quelle für seine Dogmenliste an. Es bleibt demnach unklar, ob wir es hier mit einer allgemeingültigen, erkenntnistheoretisch diskutierten Liste oder mit seiner privaten Meinung zu tun haben. Nachdem die Liste jedoch deutlich auf seine Arbeiten (Existenz morphischer Felder zur Erklärung von Bewusstsein und anderen Phänomenen) passend formuliert ist, scheint Letzteres der Fall zu sein.

Dafür spricht auch, dass die Auswahl der „Dogmen“ sehr unausgewogen ist. Beispielsweise ist Dogma 4 (konstante Energie/Materiemenge im Universum) eine sehr grundlegende naturwissenschaftliche Aussage. Dogma 10 dagegen (Komplementärmedizin funktioniert nicht (über den Placebo Effekt hinaus)) ist eine sehr konkrete, definitionsabhängige Aussage, die man wohl kaum als allgemeingültiges Naturprinzip formulieren könnte.

Und nicht zuletzt sollte man die Liste daraufhin durchdenken, wie genau die einzelnen „Dogmen“ definiert sind. Es zeigt sich nämlich sehr schnell, dass gleich mehrere höchst ungenau und (bewusst?) angreifbar formuliert sind.
Nehmen wir zum Beispiel gleich das erste: „Nature is mechanical or machine like”. Das ist eine höchst ungewöhnliche Formulierung für den ontologischen Naturalismus im Ansatz! Kann man in dieser Formulierung wirklich noch davon ausgehen, dass genau dies damit gemeint ist – und gemeint bleibt? Oder ermöglicht dieser Satz dann nicht doch wieder quasi als Hintertür „widerlegt“ zu werden, indem man darauf hinweist, dass ja durchaus Instanzen wie unsichtbare Felder über den Elektromagnetismus Eingang ins naturwissenschaftliche Weltbild gefunden haben. (Wie gesagt: Sheldrakes Hauptanliegen ist das Postulieren eines morphischen Feldes).

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Und jetzt greifen wir noch ein paar weitere Einzelaussagen aus Sheldrakes Behauptungen heraus.

In Dogma 4. behauptet Sheldrake, es sei fest stehende Aussage der Kosmologie, dass die Gesamtmenge der Energie/Masse im Universum konstant ist.
Das ist falsch. Nicht erst im Rahmen der Multiversenhypothese wird in der Kosmologie diskutiert, dass wegen des zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik (= Entropiesatz) die Zeitinvarianz für das Gesamtuniversum nicht gilt und daher das Noethertheorem nicht auf das Gesamtuniversum anwendbar ist.
(Ich vermute zwar, dass diesen Satz nicht jeder gleich versteht, dafür ist er echte Wissenschaft und die formal korrekte Antwort auf Sheldrakes Falschaussage.)

Veröffentlicht am 04.07.2013 00:21:18 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.07.2013 15:54:12 GMT+02:00
Utimaus meint:
Aus der Diskussion um Dogma 3: Infrage stellen von „Dogma 3, Naturgesetze sind fix“: In einem sich entwickelnden Universum: Warum sollten sich die Naturgesetze nicht auch verändern, warum sollten wir davon ausgehen, dass sie fix sind. (Sheldrake : ist Dogma, „Überbleibsel“ des Steady State Modells des Universums.)

Falsch! Wir gehen davon aus, dass die Naturgesetze fix sind, weil wir genau das beobachten. Es wird durch Messung überprüft.
(Siehe z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Physikalische_Konstante )
Dass zum Beispiel durchaus innerwissenschaftliche Diskussionen über eine mögliche zeitliche Abhängigkeit der Naturgesetze laufen, zeigt der folgende Artikel:
http://www.zeit.de/2003/02/N-Naturkonstanten

Zwei Beispiele möchte ich anfügen, um dies zu belegen:
In obigen Links wird zum Beispiel erwähnt, wie Messungen am Keck-Teleskop minimale Schwankungen der sogenannten Feinstrukturkonstante im Promillebereich nahelegten. Es wurden sofort Nachmessungen gestartet (Theodor Hänsch, MPI für Quantenoptik; diese belegen eine Konstanz der Feinstrukturkonstante mit einer Genauigkeit von 15 Nachkommastellen über einen Zeitraum von vier Jahren
(http://prl.aps.org/abstract/PRL/v93/i17/e170801; http://prl.aps.org/abstract/PRL/v92/i23/e230802)
Auch das Verhältnis von Elektronen- zu Protonenmasse stellt eine fundamentale physikalische Größe dar, die erst durch jüngste Messungen wieder als konstant bestätigt wurde:
http://www.mpg.de/6688625/Physikalische_Konstante_besteht_Alkoholtest?print=yes
Von einem unüberprüften oder unüberprüfbaren „Dogma“ zu sprechen, wie Sheldrake es tut, ist also sicher falsch. Es handelt sich nicht um ein Dogma, sondern um eine mittlerweile bestens experimentell bestätigte Arbeitshypothese.

Zum Vergleich: So klingt es, wenn ein Physiker über das Thema „Variieren Naturkonstanten?“ spricht. Von Sheldrakes Dogma bleibt nicht mehr viel übrig:
http://www.br.de/fernsehen/br-alpha/sendungen/alpha-centauri/alpha-centauri-naturkonstanten-2006_x100.html

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Sheldrake äußert als konkretes Beispiel zur Widerlegung von Dogma 3 Zweifel an der zeitlichen Konstanz der Lichtgeschwindigkeit: Beleg seines Zweifels: Messwerte der Lichtgeschwindigkeit in den 1930ern lagen um 20km/s unter dem heute gültigen Wert.
Frage: Kann es nicht sein, dass es kein Messfehler war und die Lichtgeschwindigkeit um 20 km/s „gefallen“ war?

Tatsache ist, dass das Experiment von Pearson, Pease und Michelson (1935), das den Wert der Lichtgeschwindigkeit für die nächsten Jahre festlegte, einen um etwa 20 km/s zu kleinen Wert lieferte. Bis heute ist die Fehlerursache nicht eindeutig geklärt, was allerdings nach Abbau eines Experimentes und damit also im Nachhinein grundsätzlich äußerst schwierig ist. (Dass damals nicht unmittelbar nach dem Fehler gesucht wurde, lag natürlich daran, dass der Wert von c noch nicht so genau bestimmt war, wie heute. Pearson und Pease waren sich also gar nicht bewusst, dass es eine Abweichung zu erklären geben würde.) Außerdem verwendete man in diesem Experiment eine neue Methode zur Messung der Lichtgeschwindigkeit und hatte bekanntermaßen mit widrigen Umständen zu kämpfen. Vermutlich wurde deshalb insgesamt die Fehlergrenze unterschätzt.
Diese Möglichkeit diskutiert Sheldrake jedoch gar nicht. Man muss ihm also zumindest schon einmal vorwerfen, hier eine rein hypothetische Möglichkeit als echte Alternative in seinem Sinne überbewertend darzustellen.
Darüber hinaus wage ich anzuzweifeln, dass Sheldrake als Biologe die Tragweite seiner Behauptung überhaupt bedenkt. Denn die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit betrifft in der Physik keineswegs Einsteins spezielle Relativitätstheorie allein. Die Lichtgeschwindigkeit ist vielmehr über die Elektrodynamik mit der elektrischen Feldkonstante ε0 und der magnetischen Feldkonstante μ0 verknüpft. Ändert sich also die Lichtgeschwindigkeit, so kann das nur einhergehen mit einer Änderung dieser für die elektromagnetischen Vorgänge fundamentalen Konstanten. Im fraglichen Zeitraum sind jedoch weltweit keinerlei Ungereimtheiten aus dieser Richtung dokumentiert!

Seitdem wurden jedoch verbesserte Messungen auch mit anderen Methoden durchgeführt, die mit sehr hoher Genauigkeit immer denselben Wert ergaben. ( z.B. http://link.springer.com/article/10.1007%2FBF00620434?LI=true)
Es wäre also schon sehr merkwürdig, wenn die Lichtgeschwindigkeit genau dann aufhört zu schwanken, wenn wir sie genau messen können.

Sheldrake stellt es so dar, als wären die Physiker stolz darauf, das „Problem“ gelöst zu haben, indem man c einfach festgelegt hat. Man würde nun also nicht mehr „merken“, dass sich c ändert.

Betrachten wir unter dem Eindruck dieser Aussage die Resolution zur Festlegung der Lichtgeschwindigkeit: http://www.bipm.org/en/CGPM/db/17/1/ dann fällt auf, dass der dort enthaltene Satz „that progress made in the measurement of the frequency and wavelength of these radiations has resulted in concordant determinations of the speed of light whose accuracy is limited principally by the realization of the present definition of the metre,” nicht direkt zu Sheldrakes Behauptung passt. – Im Gegenteil! Die Festlegung wurde gerade gemacht, weil man die Lichtgeschwindigkeit genauer messen konnte als man den Meter eichen konnte!

Weiterhin unterstellt Sheldrake hier aus dieser Festlegung, dass seit 1983 niemand mehr merken würde, wenn sich c verändert. Das ist natürlich grundlegend falsch.
Erstens wird mit dieser Festlegung der Meter zur Messgröße.
Zweitens geht der Wert der Lichtgeschwindigkeit selbstverständlich in alle möglichen aktuellen Messungen ein, so dass Abweichungen sehr wohl auffallen würden. Ich möchte an die durch die Presse gegangenen Gran Sasso-Neutrinos erinnern, die zunächst scheinbar schneller als c unterwegs waren. Die minimale Abweichung fiel sehr wohl auf, wurde ernst genommen, untersucht und als Fehler identifiziert. Auch hier kann also in keiner Weise behauptet werden, ein Variieren von c würde nun niemandem mehr auffallen.
Als letzten und dritten Beleg, dass auch heute noch entsprechende Messungen stattfinden, möchte ich auf eine diskutierte Überprüfungsmöglichkeit zur Schleifenquantengravitation hinweisen: Während das gewöhnliche optische Vakuum nicht-dispersiv ist, sollte infolge der Granulation der Raumzeit, wie sie die LQG beschreibt ein dispersives Vakuum resultieren. Dispersion heißt in der Optik, dass die Vakuumlichtgeschwindigkeit c von der Farbe abhängt! Gambini & Pullin haben 1998 die klassische Elektrodynamik mit den Konzepten der LQG reformuliert und eine modifizierte Wellengeschwindigkeit abgeleitet. In einem c-Test könnte man nun experimentell überprüfen, ob die Lichtgeschwindigkeit auf der Skala von Minuten - wie sie vorhersagen - tatsächlich für unterschiedliche Farben abweicht. Es wurde vorgeschlagen diesen Sachverhalt mit Gamma Strahlungsausbrüchen in kosmologischen Distanzen zu überprüfen (eine (zukünftige) Aufgabe der Fermi Gamma-ray Space Telescope GRB-Mission).
Man kann anhand solcher Messungen also durchaus davon ausgehen, dass man trotz der Festlegung der Lichtgeschwindigkeit 1983 sehr wohl solch deutliche Schwankungen in ihrem Wert, wie Sheldrake sie nennt, bemerken würde. Entgegen Sheldrakes Darstellung hat sich die Physik hier also in keiner Weise zugunsten eines Dogmas blind gemacht.

Dasselbe behauptet Sheldrake auch für die Gravitationskonstante: Niemand misst nach, ob „G“ nicht doch variiert (von Tag zu Tag – angeblich gäbe es auch dafür Beweise), nur weil ja jeder davon ausgeht, es sei eine Konstante.

Unter allen Naturkonstanten ist G zurzeit diejenige mit der größten relativen Messungenauigkeit. Der Grund dafür liegt in der Schwierigkeit, die sehr geringe Gravitationskraft zwischen zwei Massen im Laborversuch mit hoher Genauigkeit zu messen. Auch mit aufwändig konstruierten und gegen Störeinflüsse abgeschirmten Messgeräten konnte bisher nur eine verhältnismäßig geringe Messgenauigkeit von 10 −4 erreicht werden.
Da Sheldrake wie überall sonst auf irgendwelche Quellen oder Beispielwerte verzichtet, scheint mir hier ebenfalls sehr zweifelhaft, ob er als Biologe die Problematik der Messung korrekt einschätzt. In jedem Falle ist es aber falsch zu sagen, immer weiter verbesserte Messungen fänden nicht statt (http://arxiv.org/pdf/gr-qc/0006043v1.pdf).

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Zu seiner „wissenschaftlichen Hypothese“ der „morphischen Resonanz“, basierend auf philosophischen Überlegungen.
Beispiel: Ein Giraffenembryo würde sich aufgrund des „kollektiven Gedächtnisses“, aufgrund der morphischen Resonanz in eine Giraffe entwickeln, sich später wie eine Giraffe benehmen, etc.
Explizit: Er meint, dass die Rolle der Gene in diesem Zusammenhang überschätzt wird, die Gene würden nur die Bildung der passenden Proteine steuern können, aber nicht die Ausbildung der Form des Organismus oder sein Verhalten. Hier würde mich die Stellungnahme eines Genetikers ernsthaft interessieren, widerspricht Sheldrake hier doch fundamentalen Aussagen der Genetik.

Weitere Behauptung: Kristalle würden leichter kristallieren als bei ersten Kristallisationsvorgängen, weil sie bei wiederholter Kristallisation vom vorhandenen kollektiven Gedächtnis, der morphischen Resonanz profitieren.

Wiki schreibt hierzu: „Wenn eine neue chemische Verbindung erstmals hergestellt wird, geht der Kristallisationsprozess langsam vonstatten. Wenn andere Forscher das Experiment wiederholen, stellen sie fest, dass der Prozess schneller abläuft. Chemiker schreiben dies der gestiegenen Qualität späterer Experimente zu – die Fehler der früheren Versuche waren schon dokumentiert und wurden nicht erneut begangen.“ Sheldrake erwähnt diese Antwortmöglichkeit nicht und entkräftet sie entsprechend auch nicht.

Dasselbe für Ratten: Er behauptet, wenn man einer Rattenspezies bestimmte Tricks beibringt, dann würden andere Ratten derselben Spezies das überall in der Welt anschließend leichter lernen. Dafür gäbe es Belege.

Auch wenn Sheldrake die Quelle nicht nennt: Wiki hilft hier weiter: „Eines von Sheldrakes Beweismitteln war die Arbeit des Forschers William McDougall von der Harvard-Universität, der in den 1920er Jahren die Fähigkeit von Ratten untersucht hatte, aus Labyrinthen herauszufinden. Er hatte herausgefunden, dass Ratten, nachdem andere vor ihnen das Labyrinth gelernt hatten, schneller hindurch fanden. Zuerst brauchten die Ratten 165 Fehlversuche, bevor sie jedes Mal ohne Fehler durch das Labyrinth fanden, aber nach einigen Generationen waren es nur noch 20 Fehlversuche. McDougall glaubte, dass der Grund dafür in einer Art von Lamarckschem Evolutionsprozess lag. Sheldrake hingegen sah darin den Beweis für die Existenz eines Feldes.“

Spontan möchte ich hier einwerfen, dass wir uns als Menschen hier im Vergleich zu den Ratten echt schämen müssen, denn obwohl wir Kindern seit Jahrhunderten Lesen, Schreiben und Rechnen beibringen, haben Erstklasslehrer heute immer noch dieselben Schwierigkeiten mit den Kindern wie eh und je…
Obwohl wir nun seit 80 Jahren Quantenphysik betreiben, ist sie für die meisten Menschen doch immer noch ein Buch mit 7 Siegeln. Die Ratten sind uns hier mit ihrem den Borg vergleichbarem Kollektivwissen doch weit voraus.

Etwas weniger polemisch formuliert: Sheldrake verschweigt, dass seine Quelle bereits aus den 1920ern stammt und das Ergebnis keineswegs zu verallgemeinern ist. Gleichzeitig ignoriert er zahllose offensichtliche Gegenbeispiele (z.B. den Mensch).

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Beispiel: Bewusstsein wäre nicht auf unseren Kopf/Gehirn beschränkt. Hinweis auf seine bekannten Untersuchungen, Menschen würden spüren, wenn man sie von hinten anstarrt.)

Zu seinen Experimenten in Bezug auf „Telepathie“ und das Gefühl des angestarrt Werdens möchte ich auf Wiki verweisen:
„Sheldrakes Experimente werden ähnlich kontrovers diskutiert wie seine Hypothese. Neuerdings bittet er potentielle Experimentatoren, sein Anstarr-Experiment zu erweitern, indem sie einfach nur ein Formular auf seiner Webseite ausfüllen und auf diese Weise ihre Resultate einsenden. Er behauptet, auf diese Weise eine herausragende, breit angelegte Studie zu erhalten, die Menschen aus aller Welt und aus allen Gesellschaftsschichten umfasse. Kritiker weisen Sheldrake darauf hin, dass er auf diese Weise lediglich nutzlose Informationen von Leuten einsammle, die nicht die geringste Ahnung von der Durchführung kontrollierter Experimente haben. Darüber hinaus sei praktisch garantiert, dass auf Grund des Experimentatoreffekts nur erfolgreiche Resultate ausgewählt werden, weil es unwahrscheinlich sei, dass Menschen, die dieses Experiment durchführen, nicht daran glauben, dass es funktioniert.“

Und auch auf psiram wird man fündig: http://psiram.com/ge/index.php/Morphisches_Feld: Sheldrakes Annahme der morphischen Felder wird als Pseudowissenschaft eingestuft, weil wesentliche Anforderungen der Wissenschaftlichkeit (Kriterien zur Falsifizierbarkeit, Verifizierbarkeit der Experimente) nicht eingehalten werden. Die Felder können derzeit nur als Hypothese bezeichnet werden, aus der jedoch keine naturwissenschaftliche Theorie hervorgegangen ist. Diverse Forschergruppen beschäftigen sich zwar durchaus ernsthaft mit einem angeblichen Phänomen eines "globalen Bewusstseins", auch mit Gedankenübertragung etc. Ihre häufig nur minimal signifikanten, bisher noch nicht ausreichend überprüften und im Fall des globalen Bewusstseins kaum gesicherten Ergebnisse werden von Kritikern nicht als Beweise für die angebliche Existenz "morphischer Resonanz" anerkannt, jedoch von Sheldrakes Anhängern bereits als Beweise angesehen. Darüber hinaus setzen Forscher, die über die Existenz eines "globalen Bewusstseins" spekulieren, das Vorhandensein morphischer Felder nicht zwingend voraus.
Die Gemeinschaft der Wissenschaftler ist generell skeptisch, wenn eine "Theorie von Allem" veröffentlicht wird. Das gilt umso mehr, wenn eine solche Theorie nicht in einem wissenschaftlichen Journal veröffentlicht wird, sondern in einem Buch, das sich an Laien richtet. Ein weiterer Grund für Skepsis liegt vor, wenn der Autor seine Erkenntnisse zu einem Forschungsgebiet anbietet, in dem er keine direkte Erfahrung hat. Bei A New Science of Life waren alle drei Kriterien erfüllt, und das Buch wurde auf breiter Front zurückgewiesen. Sheldrake scheint im Laufe der Zeit zunehmend desillusioniert von der Reaktion aus der Welt der Wissenschaften zu sein, die er (beispielsweise auf seiner Webseite) heutzutage als eine engstirnige Bürokratie ablehnt.“

Fazit: Sheldrake stellt sich gerne selbst als Erretter der Wissenschaft dar: Die Wissenschaft sei gefangen im materialistischen Weltbild. Indem er, Sheldrake, Fragen stellt, will er der Wissenschaft helfen, daraus auszubrechen, die Wissenschaft so weiter bringen. Tatsächlich beruht seine Argumentation über weite Strecken darauf, relevante Fakten verzerrt oder gar nicht zu nennen.

Auch hierzu ein Satz aus dem psiram-Link:
„Etwa zum Zeitpunkt der Vorstellung seines morphischen Feldes zog sich Sheldrake aus der wissenschaftlichen Forschung zurück.“

Veröffentlicht am 04.07.2013 10:59:55 GMT+02:00
Utimaus meint:
Und als Abschluss der Hinweis: im Skeptiker wurde Sheldrake auch schon gewürdigt:

http://www.gwup.org/component/content/article/107-sonstige-themen/777-felder-ohne-fruechte

Veröffentlicht am 04.07.2013 22:52:10 GMT+02:00
Ishar21 meint:
Free Energy Devices

http://beforeitsnews.com/alternative/2013/07/free-energy-devices-yes-they-are-real-2701306.html

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.07.2013 12:05:48 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.07.2013 10:53:27 GMT+02:00
Utimaus meint:
Yes, they are real, but they don't _work_!

http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Energie_%28Parawissenschaft%29
http://psiram.com/ge/index.php/Freie-Energie-Gesch%C3%A4ftsmodelle

Fauler Zauber

Und mir war klar, dass Sie mit keinem Wort zu meinen Ausführungen zu Sheldrake Stellung beziehen würden. Manchmal frage ich mich, ob Sie überhaupt ein echter User sind und nicht nur ein automatisches Programm, das wöchentlich esoterische Werbelinks hierherspamt.

_Keine_ Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.07.2013 21:58:14 GMT+02:00
Handytester meint:
Fauler Zauber... hört sich interessant an. Ist auf meiner Wunschliste vermerkt. Danke Utimaus.

Ein Tip von mir: New Cage. Esoterik 2.0. Wie sie die Köpfe leert und die Kassen füllt.
Ist eine Neuerscheinung. Erste Rezensionen gibt es auch schon.

Gruß,
Handytester

Veröffentlicht am 15.07.2013 22:20:44 GMT+02:00
Utimaus meint:
@ Handytester

Erste Kommentare auch schon ;-) August Thalhamer ist ja schließlich nicht irgendwer... der ist doch "der Schamane von Linz"

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.07.2013 23:09:52 GMT+02:00
Handytester meint:
@Utimaus

Jepp, habe auch schon gelesen, wer er ist. Er hat übrigens selbst Bücher geschrieben über.... Na? Richtig: Oh Wunder, Schamanismus.

Übrigens: sehr guter und ausführlicher Kommentar!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.07.2013 20:04:22 GMT+02:00
Utimaus meint:
@ Handytester

Danke sehr =)
Ich würde aber wetten, dass unser Schamane ihn nicht richtig zu genießen weiß... Schade eigentlich, wäre vielleicht eine interessante Diskussion geworden.

Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.07.2013 20:40:48 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 16.07.2013 20:44:49 GMT+02:00
Utimaus meint:
... Aber wir vernachlässigen unseren armen Holger ....

Zum oben verlinkten (was sonst?) Interview mit Claudia Witt:
Als Stiftungsprofessorin, deren Arbeitsplatz an der Charité von der Veronica&Carl Carstens Stiftung bezahlt wird (die sich bekanntlich vorgenommen hat, die Homöopathie in Deutschland fest im Gesundheitswesen zu etablieren) kann man davon ausgehen, dass Claudia Witt ihre Aussagen zur Homöopathie so positiv wie nur irgendwie vertretbar macht. Mit diesem Wissen im Hinterkopf, stellt man fest, dass dieses Interview mehr enthält, was den Homöopathiegegner freut als den Homöopathiefan.

Ich bringe einmal ein paar Beispiele:

Frage: Sie haben eine Professur für Komplementärmedizin. Was versteht man darunter?
C. Witt: Als Komplementärmedizin bezeichnet man kurz gesagt alles, was nicht Schulmedizin ist, _also die nicht naturwissenschaftlichen_ und oder traditionellen Heilmethoden und Therapien von Akupunktur über Homöopathie bis Irisdiagnose.
------> Aha! Homöopathie steht also außerhalb der Naturwissenschaften. Danke Frau Professor. Auch die Kritiker sagen, dass Homöopathie der Esoterik zuzuordnen ist. Auch die Kritiker weisen verzweifelt auf die Pseudowissenschaftlichkeit von Erklärungsversuchen über Quantenmechanik, Schwingungen, Energien,... hin.

Frage:Und – ist es nur Schein[medizin]?
C. Witt: Das zu erforschen ist der Inhalt meiner Professur.
------> Aha! Kein klares Bekenntnis zur Homöopathie.

Frage: Alternativen Methoden wird nachgesagt, dass sie sich der wissenschaftlichen Methodik entziehen und die Ergebnisse aus standardisierten Studien daher keine Aussagekraft haben.
C. Witt: Wenn ein Arzt oder Heilpraktiker jahrzehntelang eine bestimmte Methode anwendet und seine Patienten damit zufrieden sind, dann ändert sich seine Einstellung nicht durch Studien, die feststellen, dass die Wirkung nicht über den Placeboeffekt hinausgeht.
------> Bezeichnend, wie Frau Witt hier einfach ausweicht und eine Antwort gibt, die gar nicht zur Frage passt. Obwohl auch diese Antwort viel über homöopathische Praxis aussagt: Studienergebnisse sind Homöopathen unabhängig von Anwendbarkeit des Verfahrens und vom aufrüttelnden Ergebniss einfach sch... egal.
Trotzdem hat der Fragesteller den Trick bemerkt und fragt nach:

Frage: Nicht nur Praktiker behaupten, klassische Homöopathie lasse sich nicht in Versuchen erfassen, bei denen weder Arzt noch Patient wissen, ob ein echtes Medikament oder ein Scheinmedikament eingesetzt wird.
C. Witt: Selbstverständlich sind entsprechende Untersuchungsdesigns möglich und auch schon mehrfach durchgeführt worden. ...
----------> Aha! Ist sie es ihrem Titel also doch schuldig, hier wahrheitsgemäß zu antworten. Hiermit widerspricht sie natürlich der aktuellen Lobbyarbeit des DZVHÄ, der zur Zeit verzweifelt versucht, eine entsprechende Argumentation zusammenzubasteln. Ob das der V&C Carstens Stiftung gefällt? Tststs... Aber es kommt noch besser:

Frage: Zu welchem Schluss kommen die Studien über Homöopathie?
C. Witt: Metastudien, die die Wirksamkeit von homöopathischen Arzneien mit Placebo verglichen haben, zeigen widersprüchliche Ergebnisse. Demzufolge spielt die Wirkung der homöopathischen Medikamente nur eine geringe Rolle. Ich denke, dass insbesondere die individuelle und umfassende Art der Behandlung relevant für den Behandlungserfolg ist.
-------------> Zum auf der Zunge zergehen lassen: Frau Witt sagt hier explizit ""Demzufolge spielt die Wirkung der homöopathischen Medikamente nur eine geringe Rolle."" Also: Die Kügelchen sind es nicht!! Sondern die ""umfassende Art der Behandlung"", also das Drumrum, die "Psychotherapie im Kleinen" durch Anamnese, Zuwendung und Zeitaufwand. Yup. Genauso sieht es die GWUP... Danke, Frau Professor.

Frage: Wie kommt es, dass Patienten von Traditioneller Chinesischer Medizin oder Ayurveda noch Hilfe bekommen können, wenn die Schulmedizin sie aufgegeben hat?
C. Witt: Der eine Faktor dürfte genau der sein, dass, nachdem die ganze kassenfinanzierte Versorgung dem Patienten nicht helfen konnte, er jetzt in seiner Not bereit ist, mit eigenem Geld etwas Fremdartiges und Exotisches zu probieren. Seine Erwartungen und Überzeugungen dürften dann ziemlich hoch sein. Dazu kommt, dass diese Therapieformen nicht nur auf eine Methode alleine setzen, sondern auf ein ganzheitliches Konzept: Ernährung, Bewegung, Entspannung, Berührung zusätzlich zur Therapie mit Nadeln und Medikamenten. Außerdem werden die Patienten angeleitet, ihre Lebensweise zu ändern. Sie sind stark einbezogen und ihre Eigenkompetenz wird gestärkt. Im Prinzip könnten wir das auch in der westlichen Medizin besser machen. Leider wird an Angeboten wie zum Beispiel Physiotherapie und Ernährungsberatung immer mehr gespart.
--------------> Ja, auch hier: Danke! Genau so ist es: Es ist die Erwartung des Patienten, die neben den esoterischen Faktoren empfohlenen (und so verkauft oft auch beherzigten) Ratschläge zur Lebensweise, das Einbezogen werden,... Und ja, _leider_ wird an vergleichbaren, rationalen Angeboten, die dasselbe ohne Esoterik machen, gespart!

Holger: Schön, dass Sie inzwischen in Bezug auf Homöopathie Links posten, die von einem vernünftigen Fazit zu dieser Methode gar nicht so weit weg sind! Wie gesagt, wenn man bei C. Witt berücksichtigt, dass sie die Ergebnisse so homöopathiefreundlich wie irgend möglich hinstellt, dann ist der Link fast schon perfekt zu nennen...

Trotzdem _keine_ Grüße

Veröffentlicht am 16.07.2013 22:55:13 GMT+02:00
Ishar21 meint:
Freitag, 04.04.2008

Beweiskraft hat nur der Heilungserfolg

Von Karl-Heinz Gebhardt

Wasser als Informationsspeicher

Beweiskraft hat nur der Heilungserfolg

Von Karl-Heinz Gebhardt

Der Medizinhistoriker Josef M. Schmidt unterstellt in der Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte Sudhoffs Archiv (Ausgabe 1/07) der Homöopathie ein "vorwissenschaftliches Weltbild" und "irrationale Prinzipien. Sie weiche permanent einer Festlegung auf verbindliche, überprüfbare Hypothesen aus und habe keine verifizierbaren und falsifizierbaren Aussagen anzubieten. Schmidt erklärt die Homöopathie für "unvereinbar mit den modernen Naturwissenschaften". In dem Artikel werden gar Analogien zur Astrologie gezogen, eine "Nähe zum Kurpfuschertum" unterstellt. Diese Aussagen sind allesamt kaum aufrechtzuhalten.

Im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die Therapie der damaligen Schulmedizin höchst unwissenschaftlich. Auf sie trafen alle Aussagen Schmidt tatsächlich zu. Dem stellte Hahnemann erstmals eine rationale Heilkunde in seinem Hauptwerk "Organon" entgegen. Paragraph 2 dieses Buches lautet: "Das höchste Ideal der Heilung ist schnelle, sanfte, dauerhafte Wiederherstellung der Gesundheit, oder Hebung und Vernichtung der Krankheit in ihrem ganzen Umfange auf dem kürzesten, zuverlässigsten, unnachtheiligsten Wege, nach deutlich einzusehenden Gründen."

Diesem Grundsatz folgend, führte er als erster die systematische Arzneimittelprüfung am gesunden Menschen ein. Er wies darauf hin, daß das von ihm zur Arzneiwahl benutzte Ähnlichkeitsprinzip schon von Hippokrates erwähnt und offenbar auch angewandt wurde. Auch Paracelsus hat es in ganz ähnlicher Weise wie Hahnemann formuliert. Ein solches Grundprinzip läßt sich aber weder falsifizieren noch verifizieren. Es kann nur empirisch bestätigt werden. Gerade darum haben sich die homöopathischen Ärzte aber von Anfang an bemüht. Bereits in den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts führten sie systematisch kontrollierte Studien gegen Placebo in den verschiedensten Ländern durch, deren positive Ergebnisse von den Vertretern der Schulmedizin regelmäßig unterdrückt wurden, wie Michael Enmans Dean in einer sehr umfangreichen Studie nachwies. Das gilt leider bis heute.

In einer Metaanalyse von 105 homöopathischen wissenschaftlichen Studien durch die niederländischen Mediziner Jos Kleijnen, Paul Knipschild und Gerben ter Riet waren achtzig Studien positiv für die Homöopathie. Die Autoren konnten sich nur deshalb nicht zu einer Anerkennung der Wirksamkeit der Homöopathie entschließen, weil sie sich den Wirkmechanismus der homöopathischen Arzneien nicht erklären konnten. Hauptstein des Anstoßes sind natürlich seit jeher die sogenannten Hochpotenzen. Hahnemann hatte beobachtet, daß in vielen Fällen im Verhältnis eins zu hundert verdünnte und verschüttelte Arzneien besser wirkten als die Ausgangsstoffe. Dies geschah auch, wenn die Dosisverkleinerung die Loschmidt'sche Zahl von 10 hoch minus 23 überschritt und damit kein Molekül des ursprünglichen Stoffes mehr in der Arznei war. Nach allen wissenschaftlichen Kenntnissen schien damit eine arzneiliche Wirkung unmöglich zu sein.

http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M59d7057e123.0.html?&tx_ttnews%5Bswords%5D=Hom%C3%B6opathie%20beweiskraft

Hahnemann hatte dies selbst bemerkt und gesagt, er könne sich das auch nicht erklären, müsse aber seinen Beobachtungen am Krankenbett in diesem Falle mehr vertrauen als rationalen Überlegungen. Inzwischen wissen wir, daß Wasser mit großer Wahrscheinlichkeit Informationen speichern kann und deshalb eine Hochpotenz nicht mehr chemisch, sondern physikalisch durch Umsteuerung der krankhaften Fehlregulationen wirkt, ähnlich wie man einen Fehler der Software des Computers behebt, während die Medikamente der klinischen Medizin vergleichsweise an der Hardware angreifen.

Die Homöopathie ist damit eine hochmoderne, auf streng rationalen Prinzipien beruhende Heilmethode. Sie wurde von der sogenannten Schulmedizin bisher abgelehnt, weil ihre Grundlagen dem dort geltenden Paradigma im Sinne des Wissenschaftstheoretikers Thomas Kuhn widersprechen. Dieser hatte aber bereits festgestellt, daß der Streit zwischen Vertretern verschiedener Paradigmata nicht durch Beweise entschieden werden kann. Da auch die moderne Medizin noch immer bei der Physik des Newton und Galilei stehengeblieben ist, wird bei ihren Vertretern das Verständnis für die Homöopathie wohl erst dann erwachen, wenn sie sich in die Quantenphysik eingearbeitet haben. Dennoch könnte die Universitätsmedizin auch heute schon ihre Heilerfolge wesentlich verbessern, wenn sie nur die homöopathische Krankheitslehre zur Kenntnis nähme.

Dazu gehören die Lehre von der Causa (auslösende Ursache), die Hering'sche Regel, mit deren Hilfe die Richtigkeit der Arzneiwahl überprüfbar wird, die Lehre von der Unterdrückung und die Lehre von den chronischen Krankheiten. Gerade diese letzteren stellen bis heute noch immer große Probleme dar. Hier kann die Homöopathie in vielen Fällen helfen. Das ist auch einer der Gründe, warum immer mehr Patienten homöopathisch behandelt werden möchten.

Selbstverständlich lassen sich nicht alle Probleme rein homöopathisch lösen, deshalb brauchen wir beide, Schulmedizin und Homöopathie. Der homöopathische Arzt ist ja primär ausgebildeter Schulmediziner, der sich noch homöopathisch fortgebildet hat. Er muß im Einzelfall entscheiden, welche Methode am schnellsten zum Ziel führt. Es wäre zu wünschen, daß auch jeder Schulmediziner soviel von der Homöopathie verstünde, daß er wüßte, wann er zum homöopathischen Arzt überweisen müßte.



Dr. med. Karl-Heinz Gebhardt ist Arzt für Innere Medizin und Homöopathie in Karlsruhe

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.07.2013 23:31:11 GMT+02:00
Handytester meint:
Holgi,

Glauben Sie eigentlich selber ihr schwurbliges Geblubber, welches Sie hier verbreiten?!
Doch wohl kaum, oder?

In der Schule würden Sie von ihrem Lehrer hören:
Holgi, das war nix. 6, setzen.

Tun Sie uns allen einen Gefallen: gehen Sie in sich und halten Sie einen Monolog.

Ihnen trotzdem alles Gute.
Leben Sie wohl.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.07.2013 23:36:15 GMT+02:00
Handytester meint:
@Utimaus

Ja, unser Schamane wird Ihren Kommentar wohl wirklich nicht genießen, vielmehr wird er ihm schwer im Magen liegen.
Wenn er ihn überhaupt gelesen hat.

Gruß

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.07.2013 23:55:07 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 17.07.2013 12:43:36 GMT+02:00
Utimaus meint:
Ach Holger,

kann sein, dass mit dem ganzen Esoterik-Müll Ihr Gedächtnis überfordert ist? Alles verschwört sich, alles schwingt und alles ist angeblich in Einklang mit der Quantenmechanik. Schon klar, dass man da unmöglich den Überblick behalten kann, welchen Unsinn man nun schon einmal verlinkt hatte und welchen nicht... Seh ich ja ein.

Obiger Link von Gebhardt war der _erste(!)_ Ihrer Links, den ich argumentativ zerlegt habe. Namlich Anfang März hier:

http://www.amazon.de/Beweiskraft-hat-nur-der-Heilungserfolg/forum/Fx2DM187FGFO42M/Tx9UT36S5ZJAM/1/ref=cm_cd_et_md_pl?_encoding=UTF8&asin=3492055362&cdMsgID=Mx3K6LQPMECJ9G1&cdMsgNo=2&cdSort=oldest#Mx3K6LQPMECJ9G1

Eine lange Tradition folgte. Jetzt werde ich richtig nostalgisch. Schnüff. Was wir jetzt alles zusammen schon widerlegt haben. Schnüff.

Edit: Ergänzen möchte ich noch die Bemerkung, dass Sie sich mit der Verlinkung der "Jungen Freiheit" auch politisch treu bleiben...
Wiki:
""Die Junge Freiheit (JF) ist eine überregionale deutsche Wochenzeitung. Sie versteht sich als unabhängiges konservatives Medium „für Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissen und Debatte“. Politikwissenschaftler, die sich mit der Zeitung befasst und hierzu publiziert haben, ordnen sie mehrheitlich als zentrales Sprachrohr der Neuen Rechten ein. Wolfgang Gessenharter sieht in ihr Elemente der „intellektuellen Neue Rechte[n]“, die ein „ideologisches, personelles und organisatorisches Scharnier zwischen dem demokratischen Konservatismus und manifestem Rechtsextremismus“ darstelle.""

Veröffentlicht am 17.07.2013 15:53:13 GMT+02:00
Ishar21 meint:
In diesem Artikel geht es um den wissenschaftlichen Inhalt, nicht Politik. Lernt gefälligst mal unterscheiden!

Widerlegt, wenn ihr könnt, die erwähnten Studien sachlich und detailiert - und die These, dass die Wirkung der Homöopathie über die Informationsspeicherfähigkeit des Wassers (quanten-) physikalisch erfolgt!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.07.2013 20:45:07 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 17.07.2013 21:25:34 GMT+02:00
Utimaus meint:
Ach, Holger,

<<Widerlegt, wenn ihr könnt, die erwähnten Studien sachlich und detailiert...>>
Das machen wir doch. Was zum Dialog fehlt, sind Ihre Antworten. (Zu Gebhardts Aussagen hatte ich ja schon meine alte Argumentation verlinkt)

<<die These, dass die Wirkung der Homöopathie über die Informationsspeicherfähigkeit des Wassers (quanten-) physikalisch erfolgt! >>
LOL
Und das sagen Sie zu einem Physiker....

Aber _wirklich_ gerne doch. Nichts leichter als das...

Da wäre erst einmal die sogenannte "schwache Quantenmechanik", von der Walach und Atmanspacher behaupten, sie diene zur Erklärung der Homöopathie. Dazu habe ich unter der Rezi von Erwin55 wirklich ausführlich geschrieben, warum die sogenannte schwache Quantenmechanik das nicht tut, ja warum sie in der vorgestellten Weise noch nicht einmal als Physik zu bezeichnen ist.

Hier der Link:
http://www.amazon.de/review/R3411PTTNX19AK/ref=cm_cr_rev_detmd_pl?ie=UTF8&asin=B009APAJTS&cdForum=Fx2QQOXOVUJ434F&cdMsgID=Mx34C5G2QFI656F&cdMsgNo=11&cdPage=2&cdSort=oldest&cdThread=Tx3P7K8GELSWY4F&store=digital-text#Mx34C5G2QFI656F
Ergänzen möchte ich hierzu noch, dass die Aspekte der echten QM, die Walach und Atmanspacher für ihre schwache QM fallen lassen, in der echten QM gerade das Phänomen der Verschränkung bedingen! Genau das Phänomen, das Esoteriker so gerne bemühen (auch Walach selbst in einigen Arbeiten), hängt an dem, was seine schwache QM nicht mehr enthält. Die 2 Autoren müssten also zunächst einmal beweisen, dass es ein der Verschränkung vergleichbares Phänomen in der schwachen QM überhaupt gibt. Meines Wissens ist das aber bis heute _nicht_ geschehen...

Darüberhinaus hat die "Informationsspeicherfähigkeit" des Wassers gleich mehrere Probleme:

- Der Begriff "Information" ist in Ihrer Frage nicht exakt definiert. Eine Theorie, die beschreiben soll, wie das Wasser _irgendetwas_ speichert, muss zunächst einmal festlegen, um was es überhaupt geht, wie "Information" als physikalische (Mess-)Größe überhaupt zu definieren ist.
Bevor man quantitative Berechnungen anstellt, müssen zuerst einmal die zu berechnenden Größen definiert werden. Und die Quantenmechanik _ist_ eine quantitative Theorie. Ohne saubere Definition geht hier gar nichts. Aus der Tatsache, dass keine saubere Definition des esoterischen "Informationsbegriffes" existiert, folgt postwendend, dass auch keine quantenmechanische Berechnung dazu vorliegt. Zuerst müssten (man beachte den Konjunktiv) die Esoteriker ihre Hausaufgaben machen und exakt formulieren, was sie im Weiteren eindeutig als "Information" verstehen wollen.

- Die in der homöopathischen Literatur herumgeisternde These von "Clustern", die sich beim Schütteln bilden und die dann als Träger der Information diesen sollen, lässt sich sehr leicht ad absurdum führen. Ganz ohne Quantenmechanik. Sehr gut macht das Dr. Norbert Aust in seinem Buch In Sachen Homöopathie - eine Beweisaufnahme
Die Argumentation läuft über die typischen Auflösezeiten solcher Cluster in Wasser durch die thermischen Bewegungen der Moleküle bei Raumtemperatur im Bereich weniger Sekundenbruchteile. Daneben wird aber auch der Ansatz als solcher als widersprüchlich entlarvt, weil beim Potenzieren ja stets 90% (D-Potenzen) oder sogar 99% (C-Potenzen) des Wassers (und damit der wertvollen, bei der bisherigen Potenzierung mühsam erzeugten Cluster) einfach weggeschüttet werden! Es lässt sich kein Argument dafür finden, wieso es besser sein soll, mehrmals im Herstellungsprozess mindestens 90% des bisher erreichten zu verwerfen, anstatt einfach weiter zu schütteln! Im Bild der Cluster müssten homöopathische Arzneien gänzlich anders hergestellt werden...

- Das Hauptproblem der "Informationsspeicherfähigkeit des Wassers" liegt aber (festhalten bitte) in der Quantenmechanik!
Nachdem es also wie dargestellt eventuelle Cluster nicht sein können, kämen als Informationsträger nur noch die Wassermoleküle selbst in Frage. Und das widerspricht der fundamentalen Aussage der Quantenmechanik von der Ununterscheidbarkeit quantenmechanischer Teilchen.

Die Beschreibung von Teilchen muss in der Quantenmechanik so geschehen, dass auch auf rechnerischem Wege nicht ermittelt werden kann, mit welchem Teilchen man es gerade zu tun hat. Das bedeutet, man darf die Teilchen nicht einmal im Gedanken markieren oder durchnummerieren. Sie sind nicht nur ununterscheidbar, weil man nicht genau hingesehen hat, sie sind auch mathemathisch ununterscheidbar.
Die Ununterscheidbarkeit quantenmechanischer Teilchen ist ein experimentell bestens bestätigtes allgemeines Prinzip, das in andere bestätigte Phänomene einfließt, wie Interferenzmuster, Bose-Einstein-Kondensat, Unterscheidung von Bosonen und Fermionen, ...

Wassermoleküle, die "Information" tragen, wären dagegen durch ihre Information auf bestimmte Weise markiert - und damit unterscheidbar von solchen, die keine oder andere Information tragen. Damit widerspricht das Tragen von "Information" einer fundamentalen Aussage der Quantenmechanik! Eine Theorie der Homöopathie, die auf ein solches Wassergedächtnis auf Ebene der Wassermoleküle setzt, steht daher im Widerspruch zur Quantenmechanik - und verstößt damit gegen die erkenntnistheoretisch geforderte innere und äußere Widerspruchsfreiheit naturwissenschaftlicher Theorien.

Darüberhinaus zeigen auch Gedankenexperimente zum Wassergedächtnis schnell logische Probleme eines solchen Erklärungsmodells auf:
- Warum merkt sich das Wasser nur die gewünschten Eigenschaften der Urtinktur?
(Über die Verschränkung kommt die schwache QM anders als von Walach behauptet (wie oben ausgeführt) nicht hin)
- Warum merkt sich das Wasser nicht die Eigenschaften der Verunreinigungen, die ja bald höher konzentriert sind als der Wirkstoff?
- Oder der Gefäßwände? Des Erdbodens, durch den es durch ist? Des letzten Trinkers? ...
- Warum spielt das Wassergedächtnis nur in der Homöopathie eine Rolle und nicht bei ganz alltäglichen Vorgängen (geschüttelt wird Wasser oft)?

Der letzte Punkt beinhaltet die Frage, warum wir überhaupt leben. Ja, auch das: Wenn sich Wasser beim Verschüttelt-werden Eigenschaften umgebender Stoffe merkt - und zwar in einer Art und Weise, dass diese gemerkten Stoffeigenschaften andernorts Einfluss nehmen können auf Stoffwechselprozesse der Zelle, dann werden diese Stoffwechselprozesse wegen des irdischen Wasserkreislaufes praktisch gleichzeitig immer von allen denkbaren Stoffen beeinflusst, weil das Wasser seit Entstehung der Erde praktisch schon überall war und mit allen möglichen Stoffen Kontakt hatte. Im Wasser wären dann immer "Erinnerungen" an alle möglichen Stoffe enthalten - was letztlich sämtliche realen Stoffwechselprozesse, die auf Anwesenheit oder Abwesenheit bestimmter Stoffe beruhen, unablaufbar machen würde. In einer solchen Welt gäbe es kein Leben. Die Idee muss falsch sein!

Noch Fragen?

_Keine_ Grüße

Veröffentlicht am 17.07.2013 20:56:33 GMT+02:00
Ishar21 meint:
Nun, die Frage ist außer der Definition des Infromationsbegriffes, wie lange Wasser Informationen speichern kann...und was mit Flüssigkeiten ist, die vermischt bzw. verdünnt mit anderen Stoffen oder Chemikalien oder Säften sind.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.07.2013 20:58:28 GMT+02:00
Utimaus meint:
Meine Rede... =)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.07.2013 07:49:13 GMT+02:00
Handytester meint:
OK Holgi,

Utimaus hat
1) die erwähnten Studien widerlegt und
2) die These über die Informationsfähigkeit von Wasser physikalisch widerlegt

Alles klar? Können wir den Unsinn von Kalle Gebhardt nun abhaken?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.07.2013 08:52:43 GMT+02:00
Utimaus meint:
@ Handytester

Vermutlich nicht, dazu müsste Holger es lesen... Außerdem ist der Hinweis auf die Quantenphysik einfach zu schön, als dass man ihn sich als Esoteriker einfach von der schnöden Tatsache, dass er unberechtigt ist, verderben lassen wird.

Prof. Martin Lambeck hat diesbezüglich eine Aussage geprägt, die ich hier (auch wegen der politischen Bezüge) als sehr passend empfinde:

""Es könnte zunächst erstaunen, daß die Esoteriker ihre Aussagen ausgerechnet auf ein so unesoterisches Gebiet wie die Physik zu stützen versuchen. Genauer betrachtet erweist sich jedoch die Physik als geradezu ideal zur Überzeugung der meisten Leser esoterischer Literatur, also Nichtphysikern: Einerseits genießt die Physik wegen ihrer großen Erfolge in der Erklärung der Natur und als Grundlage der Technik großes Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Andererseits sind ihre Aussagen und die Methoden ihres Kenntnisgewinns für einen Nichtphysiker, für den schon in der Schule die Physik das unbeliebteste Fach war, nicht zu durchschauen. Daher mag ein Nichtphysiker geneigt sein, eine Behauptung der Esoteriker nicht nur zu glauben, sondern sogar als wissenschaftlich gesichert anzusehen, wenn sie mit dem Zusatz „Und die moderne Physik sagt das auch" vorgetragen wird.

Diese Mischung von Glaubwürdigkeit und Undurchschaubarkeit erscheint mir als der Nebelschleier, hinter dem die Beliebigkeit des vertikalen Weltbildes den Esoterikern ein weder demokratisch noch wissenschaftlich legitimiertes Manipulations- und Drohpotential bereitstellt.""

Grüße

Veröffentlicht am 18.07.2013 18:24:22 GMT+02:00
Ishar21 meint:
Tatsächlich war der Begründer der Quantenphysik ein Anhänger der indischen Advaita Vedanta Philosophie des Hindhuismus.
Er übernahm einiges als Vorbild.
Einstein war Pantheist - und seine "Abschaffung des Äthers" ist und bleibt umstritten, er war auch verwundert den Nobelpreis ausgerechnet für die Relativitätstheorie zu bekommen.
Im Grunde gingen die Differenzen bereits zwischen Isaac Newton und Leibniz los, wie man beim Schiller Institut und der Zeitung Neue Solidarität nachweisen kann. Siehe auch die FUSION.

http://www.bueso.de

Und das verkannte Genie Nicolai Tesla (aus Ungarn stammend) wird verdächtigerweise in den meisten Physikbüchern bis heute nur mit der physikalischen Maßeinheit Tesla erwähnt.
Siehe dazu auch die Thematik Freie Energie, Raumenergie und Tesla Energie oder Tesla Spule.

Anderen verkannten Genies wie Viktor Schauberger, Wilhelm Reich und Freiherr von Reichenbach (Od Lehre, ein Vitalist) geht es ähnlich.
Bis in heutige Zeiten ließen sich Mathematiker von Platon, Plotin und anderen Mittel- und Neuplatonikern und den Pythagoräern inspirieren. Nikolaus von Oresme war einer der letzten großen Neuplatoniker, aber immer noch theologischer Scholastiker. Erwähnenswert wären auch Roger Bacon (ein Alchemist und Erfinder) und Duns Scotus Eriugena sowie Nikolaus von Kues oder Cusanus.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.07.2013 20:26:30 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.07.2013 22:31:24 GMT+02:00
Utimaus meint:
Ach, Holger

mir war natürlich vollkommen klar, dass Sie nicht fähig sein würden, eine echte Antwort auf meine gestrigen Posts zu liefern. Aber das heutige Post von Ihnen ist dennoch mal wieder ein trauriges Higlight.

<<Tatsächlich war der Begründer der Quantenphysik ein Anhänger der indischen Advaita Vedanta Philosophie des Hindhuismus.>>
Buddhismus, Holger, Buddhismus. Schrödinger interessierte sich für den Buddhismus. Ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass die Quantenmechanik (die er keineswegs allein begründet hat, Wertester. Googeln Sie einmal nach Planck und Heisenberg, Dirac oder Pauli) nichts mit fernöstlichen Philosophien zu tun hat. Weil es nämlich keine Philosophie ist, sondern eine quantitative (also mathematisch formulierte) physikalische Theorie.

<<Einstein war Pantheist - und seine "Abschaffung des Äthers" ist und bleibt umstritten, er war auch verwundert den Nobelpreis ausgerechnet für die Relativitätstheorie zu bekommen.>>

ROTFLOL
Holger, Holger... Es ist eine der meistdiskutierten Tatsachen über den Physiknobelpreis, dass Einstein ihn eben gerade nicht für seine Relativitätstheorie gekriegt hat. Sondern für die Erklärung des Photoeffektes. Das macht Einstein zu einem Mitbegründer der Quantentheorie, die er Zeit Lebens für unvollständig hielt. Das ist _die_ Ironie in der Geschichte des Physiknobelpreises schlechthin!
Nicht einmal das geben Ihre Eso-Quellen richtig her.
Peinlich, peinlich. Anscheinend sind die Bücher Ihres Kopp-Verlages dermaßen schlecht, dass sie sogar noch eine Schande für die Papiertonne darstellen. Anders sind solche Falschbehauptungen langsam wirklich nicht mehr zu erklären.

Im Übrigen ist "umstritten" das falsche Wort beim Äther. Umstritten kann etwas nur sein, wenn es rationale Argumente auf beiden Seiten gibt. Das ist beim Äther seit vielen, vielen Jahren nicht mehr der Fall. Er wurde auch nicht einfach "abgeschafft". Es wurde im Experiment sauber nachgewiesen, dass keine Äthergeschwindigkeit messbar ist. Heutige Experimente liefern Werte von Δc/c ≈ 10^-17... Ich empfehle Ihnen einmal das Lesen eines echten Physikbuches. Das könnte da weiterhelfen. Ansonsten hatten wir das Thema schon
(Hier habe ich geantwortet:
http://www.amazon.de/Die-Angst-vieler-Physiker-Raumenergie/forum/Fx2DM187FGFO42M/Tx725SQ0IUQ813/1/ref=cm_cd_et_md_pl?_encoding=UTF8&asin=3492055362&cdMsgID=Mx13YM041TGJRUS&cdMsgNo=5&cdSort=oldest#Mx13YM041TGJRUS
Sie dürfen aber gerne auch noch hier http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Energie_%28Parawissenschaft%29#Nikola_Tesla nachlesen. Steht auch was zu Schauberger da...)

<<Bis in heutige Zeiten ließen sich Mathematiker von Platon, Plotin und anderen Mittel- und Neuplatonikern und den Pythagoräern inspirieren. >>
Sie wissen schon, dass eine der wenigen echten Verschwörungen der Mathematik von Pythagoras ausging?
Er wollte geheimhalten, dass die Zahl √2 existiert. Es scheint nicht geklappt zu haben... ;-)

Antworten waren ja sowieso nie zu erwarten von Ihnen. Jetzt scheinen Ihnen auch noch die Themen auszugehen. Zum zweiten mal innerhalb von 2 Tagen wiederholen Sie sich.

_Keine_ Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.07.2013 22:36:26 GMT+02:00
Handytester meint:
@Utimaus

<<Vermutlich nicht, dazu müsste Holger es lesen... >>
... und verstehen!!!

Aber damit hat Holgi ja offensichtlich seine Probleme. Sieht man ja auch bei seinem nächsten Post.

@Holgi

So Holgi, jetzt ist aber genug. Die gefühlte 27ste Wiederholung von Ihrem esoterischen Geblubber. Ist genug jetzt.
Wenden Sie sich doch Ihrem Garten zu oder sonst etwas, wo Sie andere nicht belästigen.

Leben Sie wohl und alles Gute.

Veröffentlicht am 19.07.2013 22:27:46 GMT+02:00
Ishar21 meint:
Neue Äther-Theorie und Äther-Antrieb-Experiment
Neue Äther-Theorie und Äther-Antrieb-Experiment

By
admin
- 5. December 2012Veröffentlicht in: Freie Energie, Sonstige Nachrichten

Ioannis Xydous, Dipl.-Ing. aus Biel, präsentiert sein Konzept für eine künftige Raumfahrt ohne Raketen und Treibstoff. Er hat in Griechenland studiert und sei vor ein paar Jahren in die Schweiz gekommen. Das Geheimnis seines Konzepts seien einfache Formeln rund um das Elektron-Positron-Paar. Im Grunde entspreche das Elementarteilchen einem (imaginären) rotierenden Wirbel, dessen Tangentialgeschwindigkeit sich zu 348,43 km/sec. errechnen lasse. Er erklärt damit u.a. auch den Casimir-Effekt.

Quelle: Protokoll des 15. SVR-Meetings vom 9. November 2012 in 8046 Zürich

http://www.politaia.org/sonstige-nachrichten/neue-ather-theorie-und-ather-antrieb-experiment/

Einstein, der Blender

Posted on 24. March 2013 | 20 Comments
von C. Galicia. Das spanische Original EL MAYOR FRAUDE CIENTÍFICO DEL SIGLO XX - EINSTEIN, EL BRIBÓN wurde am 12.09.2009...
Continue Reading...

http://www.politaia.org/wissenschaft-forschung/einstein-der-blender/
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