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Buchners Schulbibliothek der Moderne: Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman: 33
 
 
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Buchners Schulbibliothek der Moderne: Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman: 33 [Broschiert]

Wilhelm Genazino , Friedbert Stühler
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 137 Seiten
  • Verlag: Buchner; Auflage: 1., Aufl. (2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3766139835
  • ISBN-13: 978-3766139832
  • Größe und/oder Gewicht: 19,6 x 12,4 x 0,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.662.840 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Wilhelm Genazino
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein Porträt des Künstlers als junger Mann hätte man diesen Roman in Anlehnung an James Joyce auch nennen können. Denn es geht um einen, der auszieht, ein Schriftsteller zu werden, aber noch keine Ahnung hat, wie das gehen soll. "Die Wahrheit ist, dass ich seit meinem fünfzehnten Lebensjahr fast täglich mit Literatur beschäftigt war. Ich las und schrieb und schrieb und las. Ich brachte kleine Skizzen und Kurzgeschichten hervor, die ich wahllos an Redaktionen von Zeitungen und Zeitschriften schickte." Und das eine oder andere wird sogar gedruckt, wenn auch nur in einer "Tierschutz-Illustrierten" oder im Mitteilungsblatt des Apotheker-Verbandes. Hier also das angestrebte Künstlertum, da die Konzessionen an das bürgerliche Leben: die kaufmännische Lehre, die man den Eltern zuliebe macht, die brave Freundin, mit der man für die erste gemeinsame Wohnungseinrichtung schon monatlich etwas aufs Sparbuch einzahlt.

In diesem Fall muss man Reich-Ranicki und seinem Literarischen Quartett wirklich dankbar sein, dass sie mit ihrem Lob Wilhelm Genazino und dessen letzten Roman Ein Regenschirm für diesen Tag einem größeren Publikum bekannt gemacht haben. Gehörte der gebürtige Mannheimer doch lange zu den am meisten unterschätzten Schriftstellern hier zu Lande. Das lag naturgemäß an den leisen, unspektakulären und eher handlungsarmen Geschichten, die er erzählt. Genazino ist aber ein wundervoller Chronist des Alltäglichen, dessen ironisch-melancholischem Blick auf die Welt man sich nach kurzer Eingewöhnungsphase nur zu gerne anvertraut. Der vorliegende kleine Roman, der wieder bezaubert durch diesen unverwechselbaren Genazino-Ton, macht da keine Ausnahme.

Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman -- drei Ziele, die sich der junge angehende Schriftsteller gesetzt hat. Im Verlauf der Geschichte, über deren autobiografischen Gehalt man nur mutmaßen könnte, hat er es zumindest zu einer kleinen Wohnung gebracht. Am Ende des Buches sitzt er in einem Café, widmet sich seiner Leidenschaft -- dem Leute-Beobachten -- und ist guten Mutes: "Ich zweifelte nicht, dass ich mich in einem ungeschriebenen Roman bewegte. Ich sah auf mein Frühstück herunter und wartete auf das Aufzucken des ersten Wortes." --Christian Stahl -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Kurzbeschreibung

Ein Mensch von siebzehn Jahren fliegt vom Gymnasium, das kommt vor. Für Weigand selbst ist das nicht weiter tragisch, denkt er doch sowieso immer nur ans Lesen und Schreiben. Und daran, endlich erwachsen zu werden und die drei Dinge zu haben, die es dazu braucht: eine Frau, eine Wohnung und einen eigenen, selbst geschriebenen Roman. Genau in dieser Reihenfolge. Mit Gudrun ist er so gut wie verlobt. Die beiden besitzen schon ein gemeinsames Sparkonto, ansonsten haben sie aber beschlossen, keusch ihrer wahren Vereinigung entgegenzusehen.

Die Mutter sieht die Zukunft ihres Sohnes allerdings praktischer und sucht mit ihm nach einer Lehrstelle. Er mag sich dabei so ungeschickt anstellen, wie er will, zuletzt findet sich doch eine Firma, die ihn ausbilden will. Gleichzeitig druckt das Lokalblatt zum ersten Mal einen seiner Texte. Ein Doppelleben beginnt: Tagsüber ist er Lehrling in einer Spedition, abends lotet er als Reporter das kleinbürgerliche Leben in der Provinz aus, schreibt über die Autogrammstunden deutscher Schlagersänger oder italienische Wochen im Kaufhaus mit Caterina-Valente-Musik und kommt sich sehr wichtig vor. Doch dieses Gefühl hält nicht lange an. Er, der sich der Literatur verschrieben hat, ist bereits ein zu genauer Beobachter. Unversehens geht ein Riß durch seine Existenz. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wundervolle Situationskomik 16. November 2004
Von Wolfgang Gonsch TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
In seinem neuesten Werk beschreibt Wilhelm Genazino in wundervoller, leicht wirkender Ironie das Doppelleben eines vom Gymnasium geflogenen 17jährigen. Dessen Mutter schleppt in von einer Lehrstellenbewerbung zur anderen und vergleicht in sogar mit Ferdinand Sauerbruch; dieser war schließlich auch ein schlechter Schüler und hat es zu etwas gebracht!

Doch Brauereien, Süßwarenfabriken, Gartenbaubetriebe oder Reifenfabriken sind für einen lethargischen, dahinstolpernden Tagträumer ein wahrer Alptraum. Er hat nur eines im Kopf: Literatur! Schließlich kommt er als kaufmännischer Lehrling bei einer Spedition unter. Just zu diesem Zeitpunkt druckt der Tagesanzeiger endlich einen seiner vielen Artikel ab.

Es beginnt ein wunderbares und turbulentes Doppelleben: tagsüber Lehrling, abends und nachts schreibt er kleine Artikel für eine Tageszeitung und einige Magazine. Als auch noch Frauen in seinem Leben eine Rolle zu spielen beginnen und ihm die Stelle eines Redakteurs angeboten wird, verwirrt es diesen Tagträumer vollends.

Er lebt in seiner fiktiven Welt voller Literatur und sucht in der Welt der Wichtigtuer seinen Anteil an der Überheblichkeit des Schreibens und der Schreibenden. Der Reifeprozess zum Voyeur des Alltäglichen beginnt, seine Visionen aber bleiben so profan wie menschlich: "Eine Frau finden, eine Wohnung sein eigen nennen, einen Roman schreiben."

Mit diesem Buch gelingt dem Autor eine pointenreiche Abhandlung über "das Schreiben" und "die Literatur", verpackt in einen witzigen, ironischen Plot; slapstickartige Alltagsbegebenheiten der heranwachsenden 68er-Generation vermischt mit Kurzbiographien deutscher Literaten.

Ein leicht und flüssig zu lesender Entwicklungsroman gewürzt mit wundervoller Situationskomik über die Verlockungen der Literatur und das Erwachsenwerden mit "open end".

So hält sich Wilhelm Genazino die Option für eine (hoffentlich folgende) Fortsetzung offen.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr sehr schönes Buch ! 9. November 2004
Format:Gebundene Ausgabe
Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman ist ein sehr gelungener Kurzroman. Die Handlung ließe sich schnell zusammenfassen, aber sie ist eher nebensächlich. Das Buch ist eine kleine Zeitreise in die Bundesrepublik der fünfziger oder sechziger Jahre, als die Anrede Fräulein noch üblich war, Frauen noch Haarnetze kauften, beim Je-ka-mi-Abend Fred Bertelmann nachgeahmt wird und Menschen in die Zeitung kommen, weil sie den Eiffelturm aus Streichhölzern nachgebaut haben. Das alles ist sehr komisch beschrieben. Das Buch erinnert an "Die Vollidioten" von Eckardt Henscheid, wenn Wilhelm Genazino das Treffen der Journalisten beschreibt, die alle an einem Roman schreiben, der natürlich nie erscheinen wird.

Eine schöne Textstelle:

"Fellhauer gab sinnlose, lautmalerische Worte von sich, die ich gerne hörte. Oft ging er durch den FLur und sagte halblaut Tschingi Tschongi oder flopso bobso vor sich hin. Oder er setzte sich an seinen Schreibtisch und sagte: Tschu Tschu Tschulaka buki. Dabei führte Fellhauer ein verdrossenes Leben."

Für mich war es das erste Buch von Genazino, aber sicher nicht das letzte.

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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Eine süddeutsche Kleinstadt in den 60er Jahren: Der junge Weigand, gerade 17, hat das Gymnasium abgebrochen und verdingt sich auf Drängen seiner Mutter als Lehrling in einer Spedition. Sein Interesse gilt freilich nur einem: der Literatur und dem Schreiben. Und als die Lokalzeitung endlich einen seiner Artikel druckt, beginnt ein erfüllendes Doppelleben: Tagsüber schreibt der junge Mann Lieferscheine, Abend und Nacht gehören ganz seinem Reporterdasein. Als er seine Kollegin Linda näher kennen lernt, mein er zu wissen, was er zum Erwachsenwerden braucht: Eine Frau, eine Wohnung und einen Roman.
Der ungeheuer wache, sensible, aber auch gedankenschwere, weltfremde und verträumte junge Weigand ist mir ans Herz gewachsen. Wilhelm Genazino, 1943 in Mannheim geborener und 1998 mit dem Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste ausgezeichneter Schriftsteller - bekannt durch seine „Abschaffel-Trilogie" und den Roman „Ein Regenschirm für diesen Tag" (Hanser, 2001) - hat einen klassischen Entwicklungsroman geschrieben. In gutem und lockerem Deutsch, einfallsreich und spannend, noch dazu über den wohl lebendigsten Abschnitt des Lebens überhaupt. Ist man dann mit dem dünnen Band durch, hat man eine Menge nachgedacht und gelernt - auch über sich selbst.
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Zu vergeistigt
Es hat zwar durchaus Spaß gemacht, durch die detailverliebten Beschreibungen von Alltagssituationen deren streckenweise enorme Absurdität durchscheinen zu sehen, dennoch... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Quellgeist veröffentlicht
berührend und pointiert
Der 17-jährige Weigand fliegt vom Gymnasium. Seine Mutter findet eine Lehrlingsstelle in einer Spedition für ihn, doch Weigand will Schriftsteller werden. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Benjamin veröffentlicht
Ein Maler der Worte
Wer Genazino mag, wird dieses Buch, über den Weg eines sich und seine Umwelt
entdeckenden Schreiberlings, lesen wollen. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von gnothi seauton veröffentlicht
Sehr lesenswert
Der kurze Roman "Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman" erzählt ebenso feinfühlig wie tiefsinnig und intelligent von dem Leben eines 17-jährigen, der Schriftsteller... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Martina_Sch veröffentlicht
Taschenbuch, gebraucht
Die Bestellung wurde prompt ausgeführt. Das Buch wies nur leichte Gebrauchsspuren auf, was der Beschreibung entsprach. Wir waren zufrieden.

J. Kühn
Vor 10 Monaten von Dr. Joachim Kuehn veröffentlicht
Ermüdende Alltäglichkeit ohne jegliche Dramaturgie
Das autobiographisch wirkende Buch über einen jungen Mann, der gerne ein Romanautor wäre, ermüdet doch über weite Strecken durch ziellose Alltagsbeschreibungen,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Januar 2010 von Chris
Das schlechteste buch, das ich je gelesen habe!
Die vielen positiven Rezensionen und der spannende, eher heiter klingende Titel animierten mich zum Kauf dieses Buches. Doch schon bald kamen erste Probleme auf. Lesen Sie weiter...
Am 19. Juni 2009 veröffentlicht
Warten auf das erste Wort
Der Titel des Buches ist Programm: Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman. Weigand ist 17 Jahre alt, hat das Gymnasium geschmissen und ist, von der Mutter gezwungen, auf der Suche nach... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Januar 2009 von Günter Nawe "Herodot"
ironie und alltag - ein lesenswerter genazino
Ich finde, Genazino sollte man in Maßen genießen. Nachdem ich 'Mittelmäßiges Heimweh' gelesen hatte, stürzte ich mich kurz danach auf mehrere seiner... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. September 2008 von IG
Schriftstellernd erwachsenwerden in den 60ern...
Wilhelm Genazino beschreibt in diesem Roman den jungen Weigand in seinem Versuch, literarisch rauszukommen, sich daneben von zuhaus abzunabeln und mittels eigenen sauer verdienten... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Februar 2008 von Shaun
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Anspruchsvoller und fesslender Roman gesucht 0 14.01.2010
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