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Das Buch der verrückten Experimente
 
 
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Das Buch der verrückten Experimente [Taschenbuch]

Reto U. Schneider
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch EUR 12,00  
Taschenbuch, 7. September 2004 --  


Produktinformation

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: C. Bertelsmann Verlag; Auflage: 1 (7. September 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570007928
  • ISBN-13: 978-3570007921
  • Größe und/oder Gewicht: 22,8 x 14,6 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 316.419 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Reto U. Schneider
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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Verrückte und berühmte Experimente Neue Erkenntnisse beruhen zu einem grossen Teil auf Experimenten. Reto U. Schneider, Redaktor beim «Neue Zürcher Zeitung-Folio», hat über 100 mehr oder weniger verrückte Experimente aus der Wissenschaft zusammengestellt und in einem Buch veröffentlicht – dem «Buch der verrückten Experimente». Ein Teil der Geschichten ist bereits aus dem «Neue Zürcher Zeitung-Folio» bekannt, der Löwenanteil wurde jedoch eigens recherchiert. Das älteste der im Buch beschriebenen Experimente fand um 1300 statt: Ein Dominikanermönch wollte dem Geheimnis des Regenbogens auf die Spur kommen und benützte dazu eine mit Wasser gefüllte Flasche. Das jüngste Experiment stammt aus dem Jahre 2003 und trägt den Titel «Begegnungen eines Roboters». Schneider beschreibt in seinem Buch jedoch nicht nur «verrückte» Experimente. Der Leser entdeckt auch zahlreiche Klassiker, die über die Wissenschaft hinaus berühmt geworden sind. Dazu zählen beispielsweise die Pawlowschen Hunde, die Skinner-Box, das Gefangenendilemma und das umstrittene Experiment von Stanley Milgram, bei dem dieser untersuchte, wie hoch die Bereitschaft einer Versuchsperson ist, einem anderen Menschen Schmerzen zuzufügen. Ausführlich beschrieben wird auch das Stanford-Prison-Experiment aus dem Jahre 1971, das im vergangenen Frühjahr unerwartet neue Aktualität erhielt. Bei diesem Experiment wurde die Situation in einem Gefängnis nachgeahmt. Elf Studenten waren Gefangene, zehn waren Wärter, und der Leiter des Experimentes spielte den Gefängnisdirektor. Der Versuch geriet ausser Kontrolle und musste am fünften Tag abgebrochen werden. Die Geschichte dieses Experimentes erschien im «Neue Zürcher Zeitung-Folio» vom Juni dieses Jahres, kurz nachdem die Folterungen in Abu Ghraib im Irak bekannt geworden waren. Auch andere Experimente, bei denen Menschen als Versuchskaninchen herhalten mussten, stimmen nachdenklich. So geschehen unter anderem 1955, als die amerikanische Armee in der Wüste von Utah die Wirkung biologischer Waffen an «Freiwilligen» testete. Erstaunt liest man auch, was im Namen der Wissenschaft mit Tieren alles gemacht wurde. Um die Wichtigkeit des Schlafes zu zeigen, hielt eine russische Wissenschafterin 1894 vier Hundewelpen so lange wach, bis diese starben. Auch an Menschen wurden «Schlafexperimente» durchgeführt, allerdings ohne tödliche Folgen. Meist handelt es sich bei den von Schneider beschriebenen Experimenten aber tatsächlich um bizarre Geschichten. So versuchte etwa ein amerikanischer Arzt 1907, das Gewicht der Seele zu bestimmen, indem er Menschen während des Sterbens wog. Man könnte meinen, dass dies kaum jemanden interessierte, aber die Meldung wurde damals in der «New York Times» abgedruckt. Ein anderes Beispiel ist der Arzt Sanctorius aus Padua, der um 1600 angeblich 30 Jahre auf einer Waage verbrachte, um jede Gewichtsänderung seines Körpers festzustellen. Sein Arbeitstisch, sein Stuhl und sein Bett – alles hing an Seilen, die mit der Waage verbunden waren. Das Resultat der Versuche hielt Sanctorius in seinem Werk «De Statica Medicina» fest, das heute als Klassiker der Medizin gilt. Lukas Denzler

Pressestimmen

"Etliche hundert Forscher-Spleens hat der Schweizer Journalist Reto Schneider in einem höchst vergnüglichen Buch kompiliert." (Stern )

"... das Wissen schleicht dabei quasi unbemerkt mit: Selten hat ein Buch Laien den Zugang zur Wissenschaft so leicht gemacht." (Badische Zeitung )

"Ein gelungener Versuch, Wissenschaft mit Unterhaltung zu verbinden." (DRS 2 )

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
75 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Wahrer Sozialismus: Alle ziehen an einem Strang - gemeinsam sind wir stark. Aber leider: Je mehr Leute an einem Strang ziehen, desto weniger strengt sich der Einzelne an. Experimentell bewiesen - und zwar schon 1883. Der französische Wissenschaftler Max Ringelmann hat Menschen beim Tauziehen vermessen und herausgefunden: Je größer die Gruppe, desto fauler der Einzelne. Schon wenn acht an einem Strang ziehen, leistet jeder nur noch halb so viel, wie er könnte. In Gedenken an den Entdecker nennen Psychologen das bis heute den Ringelmann-Effekt -darauf muss man erst einmal kommen: zu messen, wie Tauziehen funktioniert.

Tatsächlich kommen auch brilliante Forscher auf scheinbar absurde Ideen: Sich Katzenmilben ins Ohr zu setzen. Sich als Gesunder in die Psychatrie einliefern zu lassen. Spinnen versuchshalber mit Drogen zu füttern. Im Hörsaal den Mord an einem Studenten zu simulieren. Alles im Dienste des Erkenntnisgewinns.

Der Schweizer Wissenschaftsautor Reto Schneider hat diesen Forschern ein Denkmal gesetzt - im „Buch der verrückten Experimente". „Verrückt ist ein Experiment dann, wenn ich es für verrückt erkläre", sagt der Autor ganz offen. Er hat eine ganz eigene Wissenschaftsgeschichte geschrieben. Mit vielen alten Bekannten übrigens aus der Welt der modernen Mythen: Etwa die Geschichte vom Gewicht der Seele, vom Regenmachen per Flugzeug, oder von der traurigen Erkenntnis, dass wir fast alle bereit sind, zu foltern, wenn man es uns nur mit genug Autorität vorschreibt - wie der amerikanische Psychologe Stanley Milgram herausfand, und das kostete ihn seine Karriere.

Reto Schneider hat sich all diese Experimente etwas genauer angeschaut. Und wir erfahren: So verrückt ist es gar nicht, Sex im Kernspintomographen zu untersuchen oder Studenten im Gefängnis. Oder eben Tauziehen im Labor.

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
In diesem Buch werden Experimente vorgestellt und beschrieben, die vielleicht nicht die wichtigsten für die Wissenschaft waren aber dafür witzig und skurril sind.
Ein nicht nur sehr interessantes, kurzweiliges und informatives, sondern auch tw. ein recht witziges Buch. Es gibt aber auch ein paar "schockierende" Experimente (meistens sind das solche in denen es um das menschliche Sozialverhalten geht. Stichwort: "Gehorsam bis zum Letzten" und "Das Gefängnis des Professors"!).
Schön ist auch, dass es bei den einzelnen Experimenten im Buch direkt Querverweise zu den dazugehörigen Internetseiten etc. gibt. So kann man sich noch näher über einzelne Themen/Experimente informieren.
Die Experimente entstammen zwar meistens den letzten beiden Jahrhunderten (hauptsächlich 20. Jh.), es gibt jedoch auch Experimente aus weit vergangeneren Tagen (die Experimente sind chronologisch geordnet).

Fazit: Das Buch kann ich wirklich wärmstens empfehlen! Eine sehr interessante Lektüre, in der man immer wieder schmökern kann.

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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian von Montfort HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Schneider präsentiert hier über 100 Experimente aus 7 Jahrhunderten, der größte Teil davon aus den letzten 100 Jahren, die alle irgendwie extrem auffällig sind. Es geht um Ekeliges wie Studien an noch lebenden Hundeköpfen, Erschreckendes wie Milgram, der 2/3 der Probanden zu Folterern aus Gehorsam machte oder Zimbardos ausgeartete Gefängnis-Simulation, die 2001 in Deutschland verfilmt wurde. Und es sind viele abstruse Dinge dabei wie die erfolgreichsten Anmachsprüche, Sex-Forschung im Kernspintomographen, die Schnelligkeit, mit der ein Auto in den Bronx auseinander genommen wird, oder der Trick, wie man einen Dollar für 20 Dollar versteigert. Für jeden Geschmack und jede Stimmungen findet sich hier etwas. Im Internet sind unter dem Buchtitel mehrere Leseproben und weitere interessante Links zusammengestellt.

P.S.: Damit Sie das Buch nicht allein wegen des Anmachspruchs kaufen müssen, er heißt ganz höflich: "Es ist mir etwas peinlich, aber ich würde Sie gerne kennen lernen..." :-)

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