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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
75 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wissenschaft ganz anders - und gar nicht so verrückt...,
Rezension bezieht sich auf: Das Buch der verrückten Experimente (Taschenbuch)
Wahrer Sozialismus: Alle ziehen an einem Strang - gemeinsam sind wir stark. Aber leider: Je mehr Leute an einem Strang ziehen, desto weniger strengt sich der Einzelne an. Experimentell bewiesen - und zwar schon 1883. Der französische Wissenschaftler Max Ringelmann hat Menschen beim Tauziehen vermessen und herausgefunden: Je größer die Gruppe, desto fauler der Einzelne. Schon wenn acht an einem Strang ziehen, leistet jeder nur noch halb so viel, wie er könnte. In Gedenken an den Entdecker nennen Psychologen das bis heute den Ringelmann-Effekt -darauf muss man erst einmal kommen: zu messen, wie Tauziehen funktioniert.Tatsächlich kommen auch brilliante Forscher auf scheinbar absurde Ideen: Sich Katzenmilben ins Ohr zu setzen. Sich als Gesunder in die Psychatrie einliefern zu lassen. Spinnen versuchshalber mit Drogen zu füttern. Im Hörsaal den Mord an einem Studenten zu simulieren. Alles im Dienste des Erkenntnisgewinns. Der Schweizer Wissenschaftsautor Reto Schneider hat diesen Forschern ein Denkmal gesetzt - im „Buch der verrückten Experimente". „Verrückt ist ein Experiment dann, wenn ich es für verrückt erkläre", sagt der Autor ganz offen. Er hat eine ganz eigene Wissenschaftsgeschichte geschrieben. Mit vielen alten Bekannten übrigens aus der Welt der modernen Mythen: Etwa die Geschichte vom Gewicht der Seele, vom Regenmachen per Flugzeug, oder von der traurigen Erkenntnis, dass wir fast alle bereit sind, zu foltern, wenn man es uns nur mit genug Autorität vorschreibt - wie der amerikanische Psychologe Stanley Milgram herausfand, und das kostete ihn seine Karriere. Reto Schneider hat sich all diese Experimente etwas genauer angeschaut. Und wir erfahren: So verrückt ist es gar nicht, Sex im Kernspintomographen zu untersuchen oder Studenten im Gefängnis. Oder eben Tauziehen im Labor. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Unterhaltsame Wissenschaftsgeschichte,
Von Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen (#1 HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 50 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Das Buch der verrückten Experimente (Taschenbuch)
Ob Laien durch ein solches Buch der Zugang zur Wissenschaft leicht gemacht wird, wie ein Journalist der Badischen Zeitung vom Klappentexter zitiert wird, bezweifle ich. Denn wissenschaftliches Arbeiten auf die vorgestellten Experimente zu reduzieren, wäre allzu banal. Aber da der Unterhaltungswert dieser Geschichten so groß ist, besteht tatsächlich die Gefahr, dass Laien glauben, durch dieses Buch erhielten sie einen Einblick in die Tätigkeit von Forschern in weißen Kitteln und dicken Hornbrillen. Dem hätte der Experimentesammler Reto U. Schneider mit einem klugen Vorwort entgegenwirken können und müssen. Zumal die meisten der beschriebenen Experimente schon älteren Datums sind.Seltsame und spektakuläre Experimente aus den verschiedensten Wissenschaftsdisziplinen vorzustellen, ist an sich keine neue Idee. Denn schon früh entdeckten die Medien, wie sehr das Publikum solche Berichterstattungen liebt. Bei der Neuen Zürcher Zeitung gab es also auch keine großen Widerstände, als der Journalist Reto U. Schneider mit dem Vorschlag kam, im monatlich erscheinenden NZZ-Folio eine solche Kolumne zu schreiben. Das Buch gehört demnach in die Kategorie Restverwertung, wie der Autor offenherzig zugibt. Nachdem ich zuerst den Folgeband gelesen hatte und einige Perlen des experimentellen Forschens fand, musste selbstverständlich auch die erste Sammlung her. Die Einschätzung ist die gleiche geblieben. Die Lektüre ist meist unterhaltsam und manchmal sogar lehrreich. Aber wiederum vermisste ich bessere Quellenangaben und Hinweise auf weiterführende Literatur. Und bei Experimenten, die aus meinen Wissensgebieten vorgestellt wurden, fiel mir erneut auf, wie hilfreich und sinnvoll ausführlichere Bemerkungen zur Durchführung oder wissenschaftlichen Gültigkeit gewesen wären. Mein Fazit: Obwohl ich über die editorische Einbettung von Kolumnen in einen Sammelband nicht immer glücklich bin, kann ich diese unterhaltsame Art der Wissensvermittlung allen empfehlen, die aus der Lektüre nicht ableiten, sie seien nun auf dem aktuellen Stand des experimentellen Forschungsbetriebs. Würde der nächsten Auflage noch ein besseres und informativeres Vorwort hinzugefügt, könnte ich mich locker für eine Fünfsternebewertung entscheiden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Von versteigerten Dollarnoten und anderem Unsinn,
Rezension bezieht sich auf: Das Buch der verrückten Experimente (Taschenbuch)
In diesem Buch werden Experimente vorgestellt und beschrieben, die vielleicht nicht die wichtigsten für die Wissenschaft waren aber dafür witzig und skurril sind.Ein nicht nur sehr interessantes, kurzweiliges und informatives, sondern auch tw. ein recht witziges Buch. Es gibt aber auch ein paar "schockierende" Experimente (meistens sind das solche in denen es um das menschliche Sozialverhalten geht. Stichwort: "Gehorsam bis zum Letzten" und "Das Gefängnis des Professors"!). Schön ist auch, dass es bei den einzelnen Experimenten im Buch direkt Querverweise zu den dazugehörigen Internetseiten etc. gibt. So kann man sich noch näher über einzelne Themen/Experimente informieren. Die Experimente entstammen zwar meistens den letzten beiden Jahrhunderten (hauptsächlich 20. Jh.), es gibt jedoch auch Experimente aus weit vergangeneren Tagen (die Experimente sind chronologisch geordnet). Fazit: Das Buch kann ich wirklich wärmstens empfehlen! Eine sehr interessante Lektüre, in der man immer wieder schmökern kann. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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