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Das Buch der verbrannten Bücher
 
 
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Das Buch der verbrannten Bücher [Taschenbuch]

Volker Weidermann
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: btb (6. Juli 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442737389
  • ISBN-13: 978-3442737383
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 136.416 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Volker Weidermann
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland übernommen hatten, stand auf ihrer Agenda ganz oben, alles „Undeutsche“ aus der deutschen Kultur zu eliminieren. Der 1904 in Alsleben an der Saale geborene Bibliothekar und Leiter der Berliner Geschäftsstelle der „deutschen Zentralstelle für Volkstümliches Büchereiwesen“ des Volksbibliothekarverbandes Wolfgang Herrmann lieferte dafür 1933 erste „Schwarze Listen“ mit den Titeln derjenigen Bücher, von denen er die Volksbüchereien „gesäubert“ wissen wollte. Neben der 131 Autoren umfassenden Aufstellung der auszusondernden „Schönen Literatur“ verfasste er Listen für die Gebiete „Allgemeines“, „Kunst“ und „Geschichte“. In zahlreichen Städten wurden öffentliche Zeremonien veranstaltet, auf denen diese „undeutschen“ Bücher dann feierlich verbrannt wurden.

Doch bei den symbolischen Bücherverbrennungen blieb es nicht. Schon bald wurde nicht nur in Bibliotheken im großen Stil ausgesondert und makuliert. Auch der Buchhandel wurde systematisch „gesäubert“ – mit einem erschreckend nachhaltigen Erfolg. Viele der Autoren, deren Bücher Opfer von Verbrennung und „Säuberung“ wurden, sind heute tatsächlich vergessen: „Hans Sochaczewer, Otto Linck, Herrmann Essig, Maria Leitner, Alfred Schirokauer, Ernst Johannsen, Albert Hotopp, Rudolf Geist, Alex Wedding und viele, viele mehr“.

Volker Weidermann hat für Das Buch der verbrannten Bücher „die Spuren ausnahmslos aller Autoren verfolgt, die damals auf der ersten schwarzen Liste der ‚Schönen Literatur’ standen“: Nicht jede Biografie der insgesamt vierundneunzig deutsch- und siebenunddreißig fremdsprachigen Schriftsteller hat er vollständig rekonstruieren können. Doch es sind, wie er versichert, nur wenige Lücken geblieben. Das Buch der verbrannten Bücher ist ein kleiner, später Triumph über die Barbarei! Unbedingt lesenswert! -- Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

„Weidermann erstattet den aus dem kollektiven Gedächtnis verbannten Literaten auf literarischer Ebene etwas zurück, das ihnen so wichtig wie kaum etwas anderes gewesen sein dürfte: nicht Ruhm und Ehre, sondern Lebendigkeit.“ (Oliver Jungen, FAZ )

„Ein Panorama der Vorkriegsliteratur, das sich dem Leser wie neu darbietet.“ (Süddeutsche Zeitung )

„Zusammen ergeben die pointiert und lebendig geschriebenen Biografien so etwas wie ein Riesenfresko, wie ein Wimmelbild des Literaturbetriebs der Weimarer Republik, vorsortiert aus einer borniert rechtsradikalen Perspektive, in den Details aber liebevoll gemalt von dem Nachgeborenen Weidermann.“ (Uwe Wittstock, Die Welt )

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
47 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Am 10. Mai 1933 brannten auf den von Nazis errichteten Scheiterhaufen die Bücher von vierundneunzig deutschsprachigen und siebenunddreißig fremdsprachigen Autoren.
Mit diesem Autodafe, dem Auftakt eines hinreichend bekannten Vernichtungsfeldzugs, gelang den Nazis bereits ein wichtiges Etappenziel: Es wurde nicht nur die deutsche Literatur gleich geschaltet, sie erreichten auch, dass durch das Leben der verfemten Schriftsteller ein nicht mehr zu kittender Riss ging. Für nicht wenige kam die gespenstische, öffentliche Demontage einer völligen Vernichtung ihrer Existenz gleich.
Und das taten die Nazis nachhaltig und wirksam bis heute, fünfundsiebzig Jahre danach.
Denn viele Dichter und ihre Werke sind inzwischen völlig dem Vergessen anheim gefallen.

Jürgen Serke hat mit seinem 1977 erschienenen Buch "Die verbrannten Dichter" bereits eine große Leserschaft erreicht. Er hat für sein Buch einen Bruchteil der Autoren interviewt und ihnen damit noch einmal eine große Aufmerksamkeit zuteil werden lassen.

Nun zu Volker Weidermann, der mit "Das Buch der verbrannten Bücher" erstmals an alle Autoren erinnert, deren Bücher einst vor den Augen der Deutschen in Flammen aufgingen.
Und damit hat er Pionierarbeit geleistet:
Denn der überwiegende Teil der Schriftsteller ist heute gänzlich unbekannt. Die Recherchearbeit für dieses Buch muss mühsam gewesen sein, Volker Weidermann musste sich durch ganze Bibliotheken lesen und bei mehr als einem Namen verliefen seine Nachforschungen im Sande.
Dennoch ist ihm etwas ganz Wunderbares gelungen: Die Lebensläufe und literarischen Ambitionen aller Autoren weitestgehend zu rekonstruieren und sie mit diesem Buch der Nachwelt in prägnanter Form vorzustellen.

Der Leser kann sich auf ein Buch voller Überraschungen einstellen: Denn Weidermann gelingen erhellende und faszinierende Rückblicke nicht nur auf vergessenes Schrifttum. Es entsteht ein Kontext aus Themen und Zeitgeschichte, ein literarisches "Großes und Ganzes".
Und Weidermann kann vor allem eines: Erzählen! Er stellt Zusammenhänge her, die für den Leser nachvollziehbar sind und ganze Zeitströme erklären. So begegnen wir den Autoren immer in einem Verbund, unter einem Motto. Wir treffen Kaffeehausliteraten und die ersten Fantasten, die kommunistisch Geprägten und die religiös Motivierten.
Weidermann verschweigt auch nicht, dass auch ohne Bücherverbrennung einige der Bücher und Autoren heute vergessen wären.
Allein - einem solchen Verbrechen darf Vergessen niemals geschuldet sein und darum ist dies eines von mehreren großen Verdiensten, die sich Weidermann mit diesem Buch erschrieben hat.

Ein wunderbares Nachwort, eine Hommage an den Sammler und Literaturkenner Georg P. Salzmann, der die größte und umfangreichste Literatursammlung der verbrannten Bücher besitzt, rundet ein Buch ab, das nicht nur eine Lücke schließt und einige Autoren erstmals seit 1933 vorstellt. Es ist auch eine glänzend erzählte, durchaus auch unterhaltsame Chronik vergessener Literatur!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Feuereifer und Trauerfeuer 18. November 2008
Von weiser111
Format:Gebundene Ausgabe
Zwar ist Volker Weidermann nicht der erste, der nach Spuren der von den Nazis verbrannten Autoren sucht, aber seine Spurensuche war nicht nur erfolgreich, sondern liest sich auch hervorragend. Freilich hätte er außer Jürgen Serkes "Verbrannte Dichter" noch weitere, nicht minder verdienstvolle Fährtensucher wenigstens nennen müssen, zum Beispiel Walter Zedak, Jost Hermand oder Richard Drews und Alfred Kantorowicz, oder die von Jarmatz, Barck und Diezel herausgegebene "Exil in ..."-Reihe, die in den 70er Jahren in der DDR erschienen war (und noch einige andere). Und freilich hätte er noch eine Bibliographie anfügen können, denn man bekommt schon während der Lektüre Lust, sich mit dem ein oder anderen Autor näher zu beschäftigen -- aber wird oder wurde der inzwischen auch irgendwo wieder verlegt? Auch ein systematischer bibliographischer Nachweis der Erinnerungsliteratur wäre mehr als sinnvoll gewesen. Dass Weidermann all das ohne viel Mehraufwand hätte anführen können, liegt auf der Hand, denn man merkt nahezu jeder Seite an, dass er bemerkenswert gründlich und zeitaufwendig recherchiert hat. Damit wären aber auch schon die wind- und wetterfesten Kritikpunkte abgehakt; die Habens-Seite wiegt weitaus schwerer.
Im Gegensatz zu anderen Autoren geht Weidermann nämlich systematisch vor, und das System liegt eigentlich nahe: Sein "Buch der verbrannten Bücher" beruht auf der "Wolfgang-Herrmann-Liste", die den vor allem studentischen Bücherverbrennern 1933 makabre "gute" Dienste leistete. Alles, was der mediokre Bibliothekar Wolfgang Herrmann mit Feuereifer auf seine Schwarze Liste gesetzt hatte, kam nämlich auf den Scheiterhaufen. Aus dieser Vorgehensweise erklärt sich auch, dass man in diesem Buch zahlreiche nicht minder verfemte Autoren vermisst, beispielsweise Gertrud Kolmar, Erich Mühsam, Else Lasker-Schüler oder Franz Hessel. Die hat der eifrige Bibliothekar übersehen... (andere Brandstifter haben das aber leider nicht)

In den intelligent zusammengestellten Kapiteln stellt Weidermann sämtliche Autoren der Herrmann-Liste vor, mit biographischem Abriss, literaturkritischen Anmerkungen, gelegentlich Auszügen aus den Werken des Autors und Kommentaren ihrer Zeitgenossen. Kapitelintern ist der Ansatz ebenfalls erfreulich: Die Anzahl der Seiten, die Weidermann einem Autor zugesteht, lässt nicht auf die literarische Wertung schließen. Schließlich kann man sich über Heinrich Mann, Anna Seghers, Kurt Pinthus, Lion Feuchtwanger oder Joseph Roth (und noch etliche weitere) auch andernorts gründlich informieren. Wo hingegen findet man allein schon die Namen Gustav Regler, Gina Kaus, Günther Birkenfeld, Karl Schröder, Bernhard Kellermann und noch einige weitere? Gerade ihre Biographien und Werke überhaupt ausfindig zu machen, dürfte bibliographische und detektivische Schwerstarbeit gewesen sein, die man hoch genug nicht einschätzen kann. Dass einige Autoren auch unter zivilisierten Bedingungen heute vergessen wären, steht hier nicht zur Debatte; schließlich wurde ihnen eben die Debatte damals verwehrt, und auch der schlechteste Autor hat das Recht, zur Kenntnis genommen und gegebenenfalls von der Kritik verrissen zu werden -- wohlgemerkt: von der Kritik. Nicht von tollwütigen selbsternannten Großinquisitoren.
Außerdem findet man unter den restlos Vergessenen zahlreiche Autoren, deren Vorstellung sich höchst appetitanregend liest: Alexander Moritz Frey z.B., dem es zum Verhängnis wurde, dass er zusammen mit Hitler im Schützengraben lag. Das war aber auch die einzige Gemeinsamkeit; seinen Anti-Kriegsroman "Die Pflasterkästen" schätzten viele Zeitgenossen sogar mehr als Remarques "Im Westen nichts Neues". Oder Heinrich Eduard Jacob, der viel früher als C.W: Ceram oder Henry Hobhouse erzählende Sachbücher schrieb; oder den Chronisten der jüdischen Kultur Georg Hermann, oder den feinen Beobachter Rudolf Braune; und noch einige mehr.

Ebensowenig wie über die literarischen Qualitäten der einzelnen Autoren sagt die ihnen gewidmete Seitenzahl etwas über ihren Charakter aus: Auf des Bibliothekars unfreiwilliger Ehrenliste befinden sich nicht nur zahlreiche berühmte und unberühmte Persönlichkeiten mit Charakter, vom standhaften Güglinger Forstmeister Otto Linck bis zu Oskar Maria Grafs berühmtem "Verbrennt mich!" in der "Wiener Arbeiter-Zeitung", oder gar zu Armin T. Wegeners geharnischtem Brief an Hitler 1933 (wenigstens einmal musste der so deutliche Worte lesen). Weidermann liefert auch Aufschlussreiches über Autoren, die eher versehentlich auf Herrmanns Liste geraten sein mussten und/oder bemerkenswertes Talent für radikalen Gesinnungswechsel bewiesen.

So sehr sich die Autoren und ihre Werke unterscheiden, von fahnenschwingender Arbeiterliteratur hinauf zur Weltliteratur aller Genres und Themen und wieder herunter zur Freiluft-Innerlichkeit, so unterhaltsam lesen sich alle (alle!) Kapitel im "Buch der verbrannten Bücher" -- wiewohl "unterhaltsam" in diesem Zusammenhang etwas fehl am Platze scheint. "scheint", denn gute Sachliteratur muss nicht mit steifem Kragen daherkommen; Weidermann beweist es. Bei allem Engagement geht er nicht blauäugig ans Werk: Den Werdegang charakterflüssiger Opportunisten schönt er nicht, und eher mäßig begabte Autoren lobt er nicht über den Schellenkönig. Schließlich geht es vor allem bei den Letztgenannten nicht um ihre Fähigkeiten, sondern darum, dass man ihnen und ihrem Werk zu Lebzeiten eine wie auch immer geartete Resonanz verwehrt hat, wenn nicht Schlimmeres. Dass Weidermann das nun nachholt, dabei durchaus auch mal zur spitzen Feder greift, ist nicht nur recht und billig, sondern auch allemal anregender zu lesen als inhaltsschwangere Vorträge in akademisch einschläferndem Tonfall.
Weidermann geizt nicht mit charakteristischen oder auch skurrilen Randbemerkungen und Anekdoten, mal emphatisch, mal hinterhältig, und er dosiert sie genau richtig. Nicht alles liest sich so unschuldig komisch wie die Anekdote über Hans Sochaczewer mit seinen quasi-adoptierten sephardischen Wurzeln: Emil Ludwig bot Stalin ebenso couragiert die Stirn wie den Nazis und machte sich mit seinem Buch über den verzweifelten Mörder des NSDAP-Granden Wilhelm Gustloff (genau: der, nach dem jenes Schiff benannt werden sollte) auch im Exil unbeliebt. Dass wiederum Hitler einmal ausgerechnet Lion Feuchtwanger beflissen in den Mantel half, liest sich wie ein Treppenwitz der Geschichte; dass Thomas Mann seinen Schriftsteller-Kollegen Arthur Holitscher im "verwesten Säugling" Detlev Spinell für jedermann erkennbar porträtierte, spricht bei allem unbestrittenen Genie nicht für Manns Charakter. Der Autor der "Roten Zora" Kurt Held hieß in Wirklichkeit Kurt Kläber und war mit Lisa Tetzner verheiratet; und nicht nur B. Travens wahre Identität lag lange im Dunkeln -- über den Schlump weiß man nicht einmal den Namen, geschweige denn etwas über sein Leben. Schade, denn was Weidermann über Schlumps Buch "Schlump" schreibt, klingt enorm verheißungsvoll.
Weidermanns Wissensschatzkiste ist, wie man sieht, prall gefüllt, und er stellt die Preziosen haargenau an den richtigen Platz.

Das glückliche Zusammentreffen von viel Engagement, Sachkenntnis und Stilsicherheit hat zur Folge, dass das "Buch der verbrannten Bücher" auch Leser fesseln dürfte, die zunächst wenig oder nichts mit dem Thema am Hut haben. Alle schon vorher Interessierte dürfte dieser Glücksfall erst recht begeistern.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Am 10. Mai 1933 brannten auf den von Nazis errichteten Scheiterhaufen die Bücher von vierundneunzig deutschsprachigen und siebenunddreißig fremdsprachigen Autoren.
Mit diesem Autodafe, dem Auftakt eines hinreichend bekannten Vernichtungsfeldzugs, gelang den Nazis bereits ein wichtiges Etappenziel: Es wurde nicht nur die deutsche Literatur gleich geschaltet, sie erreichten auch, dass durch das Leben der verfemten Schriftsteller ein nicht mehr zu kittender Riss ging. Für nicht wenige kam die gespenstische, öffentliche Demontage einer völligen Vernichtung ihrer Existenz gleich.
Und das taten die Nazis nachhaltig und wirksam bis heute, fünfundsiebzig Jahre danach.
Denn viele Dichter und ihre Werke sind inzwischen völlig dem Vergessen anheim gefallen.

Jürgen Serke hat mit seinem 1977 erschienenen Buch "Die verbrannten Dichter" bereits eine große Leserschaft erreicht. Er hat für sein Buch einen Bruchteil der Autoren interviewt und ihnen damit noch einmal eine große Aufmerksamkeit zuteil werden lassen.

Nun zu Volker Weidermann, der mit "Das Buch der verbrannten Bücher" erstmals an alle Autoren erinnert, deren Bücher einst vor den Augen der Deutschen in Flammen aufgingen.
Und damit hat er Pionierarbeit geleistet:
Denn der überwiegende Teil der Schriftsteller ist heute gänzlich unbekannt. Die Recherchearbeit für dieses Buch muss mühsam gewesen sein, Volker Weidermann musste sich durch ganze Bibliotheken lesen und bei mehr als einem Namen verliefen seine Nachforschungen im Sande.
Dennoch ist ihm etwas ganz Wunderbares gelungen: Die Lebensläufe und literarischen Ambitionen aller Autoren weitestgehend zu rekonstruieren und sie mit diesem Buch der Nachwelt in prägnanter Form vorzustellen.

Der Leser kann sich auf ein Buch voller Überraschungen einstellen: Denn Weidermann gelingen erhellende und faszinierende Rückblicke nicht nur auf vergessenes Schrifttum. Es entsteht ein Kontext aus Themen und Zeitgeschichte, ein literarisches "Großes und Ganzes".
Und Weidermann kann vor allem eines: Erzählen! Er stellt Zusammenhänge her, die für den Leser nachvollziehbar sind und ganze Zeitströme erklären. So begegnen wir den Autoren immer in einem Verbund, unter einem Motto. Wir treffen Kaffeehausliteraten und die ersten Fantasten, die kommunistisch Geprägten und die religiös Motivierten.
Weidermann verschweigt auch nicht, dass auch ohne Bücherverbrennung einige der Bücher und Autoren heute vergessen wären.
Allein - einem solchen Verbrechen darf Vergessen niemals geschuldet sein und darum ist dies eines von mehreren großen Verdiensten, die sich Weidermann mit diesem Buch erschrieben hat.

Ein wunderbares Nachwort, eine Hommage an den Sammler und Literaturkenner Georg P. Salzmann, der die größte und umfangreichste Literatursammlung der verbrannten Bücher besitzt, rundet ein Buch ab, das nicht nur eine Lücke schließt und einige Autoren erstmals seit 1933 vorstellt. Es ist auch eine glänzend erzählte, durchaus auch unterhaltsame Chronik vergessener Literatur!
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Berührt!
Wer liest schon gerne lange Bücher, die eine bloße Aufstellung von Autorenbiografien enthalten? Also, ich nicht.
Bei diesem Buch war es jedoch anders. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Dezember 2009 von Lehrer
Feuereifer und Trauerfeuer
Zwar ist Volker Weidermann nicht der erste, der nach Spuren der von den Nazis verbrannten Autoren sucht, aber seine Spurensuche war nicht nur erfolgreich, sondern liest sich auch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Januar 2009 von weiser111
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"Die Gedanken sind frei..." - Autoren lieferten und liefern mit ihren schriftlich fixierten Gedanken, den Produkten ihrer Phantasien und Lebenserfahrungen also, nicht zuletzt... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Januar 2009 von Stephan Seither
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Man kennt das doch - da hat man ein Sachbuch, findet es eigentlich interessant und verendet doch auf halber Strecke. Nicht so bei Volker Weidermann. Lesen Sie weiter...
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Veröffentlicht am 2. Mai 2008 von Winfried Stanzick
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