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Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares.
 
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Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares. [Taschenbuch]

Fernando Pessoa , Georg Rudolf Lind
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, Juli 2001 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 301 Seiten
  • Verlag: Fischer; Auflage: N.-A. (Juli 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596291313
  • ISBN-13: 978-3596291311
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 332.833 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 24.05.2003
Ausführlich erläutert Georges Güntert in seiner Besprechung die Entstehungsgeschichte dieser Neufassung des "Buches der Unruhe", das eine lose Sammlung von Fragmenten aus Fernando Pessoas literarischem Nachlass vereinigt und die 1985 erschienene Ausgabe um weitere identifizierte Texte erweitert. Für Güntert hat sich die jahrzehntelange Arbeit der Entzifferung definitiv gelohnt, erleichtere sie dem Leser doch erheblich den Zugang zu diesem "Zufallsbuch seines Nachsinnens", wie Pessoa seine erste Fassung genannt hatte. Das Bild, das sich in dieser "Autobiografie ohne Fakten" von Pessoa (in Gestalt des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares) auftut, hat Güntert dabei tief beeindruckt. Fasziniert schildert er Pessoas Weltbild aus Wolken, Nebelschwaden und Meeresgeruch - "ein sich in nichts auflösendes Traumgebilde". Dabei können sich durchaus Abgründe auftun, "wenn dieser Träumer die Welt bewusst betrachtet", versichert der Rezensent: Denn dann werden wir alle zu Buchhaltern, schließen die Bilanz, "und der unsichtbare Saldo spricht immer gegen uns".

© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 31.05.2003
Vor zwanzig Jahren erschien Pessoas Hauptwerk - das, wie Joachim Sartorius einen vielleicht ein wenig übertreibenden Freund zitiert, "lebensprägend für eine Generation" wurde - erstmals in deutscher Sprache. Nun eine Neuausgabe, um 260 Seiten ergänzt, die nichts entscheidend Neues hinzufügen, aber Ergänzungen liefern, die der Rezensent nicht mehr missen möchte. Eine Dramaturgie hat die ganz nach innen gewendete Geschichte des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares ohnehin nicht, die Eintragungen des Protagonisten in sein "Buch der Unruhe" verbinden sich, so Sartorius, nach Art der "Kacheln eines portugiesischen Innenhofes", messen, nach und nach, den "inneren Raum" des Weltverhältnisses von Soares aus. Und dieses Verhältnis ist geprägt von einem düsteren Gefühl der Nichtzugehörigkeit, es geht um ein Leben, das tot scheint, einen Tod im Leben, um "nichtige Wirklichkeit". Diese Notate, zu sich selbst gesprochen, fügen sich nichtsdestoweniger, befindet Sartorius, zu einem "bewegenden, niederziehenden, großartigen Buch". In seiner neuen Form hat es nichts verloren und nur gewonnen, die alte "Magie", der "schimmernde Magnetismus", den der Rezensent erinnerte, ist geblieben und um Eintragungen gleicher Güte ergänzt.

© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.06.2003
Für Rezensent Richard Kämmerlings rückt Portugal mit diesem, 1982 zuerst aus Pessoas Nachlass herausgegebenem Buch, vom Rand ins Zentrum der europäischen Moderne. Pessoas Lissabon sieht er "in der fiktiven Topografie" seitdem "neben dem Dublin des James Joyce, dem Prag Kafkas, dem Wien Musils, dem Triest Svevos" liegen. Der Herausgeber und Übersetzer der deutschen Erstausgabe von 1985 sei freilich mit dem Textkorpus wenig zimperlich umgegangen und habe weniger als die Hälfte des Textes darin aufgenommen, die dem Rezensenten deshalb eher als "Handorakel der Weltverachtung für die Manteltasche" erschien. Angesichts der Neuedition reibt er sich nun ungläubig die Augen und sieht den (auch durch weitere Zuordnung von Nachlassfragmenten) Pessoa-Kontinent in seiner Ausdehnung "schlichtweg verdoppelt". Es handelt sich seinem Eindruck zufolge um ein "völlig neues, umfangreiches Werk", dessen "Längen- und Breitengrade, dessen Höhenkämme und Küstenzüge" er allererstens zu vermessen findet. Als "Steinbruch, als Fundgrube von Beobachtungsfragmenten, Gedankensplittern und Aphorismen" findet der begeisterte Rezensent das Buch so unerschöpflich wie das Leben selbst.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Dieses Buch ist postum im Jahre 1982 in Lissabon veröffentlicht worden, 47 Jahre nach dem Tode des Dichters. Ein trauriges Buch? Ja. "Das traurigste Buch Portugals", wie es einmal genannt wurde. Aber ein Buch voller Glauben in die Kunst, die Literatur: "...in der Kunst gibt es keine Enttäuschung, weil die Täuschung von Anfang an inbegriffen war. Die Literatur ... scheint mir das Ziel zu sein, das jede menschliche Anstrengung ansteuern sollte, wenn sie wahrhaft menschlich und nicht ein Überrest der Tierhaftigkeit wäre ... Sich bewegen heißt leben, sich aussagen heißt überleben."Fernando Pessoa ( 1888-1935), der wohl bedeutendste moderne Dichter Portugals, gehört zu den großen literarischen Erneuerern, ist nicht nur der Begründer der modernen Dichtung seines Landes, sondern eine der Schlüsselfiguren in der Entwicklung der zeitgenössischen Dichtung überhaupt.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
71 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Fernando Pessoa, ein portugiesischer Schriftsteller, der als Buchhändler gearbeitet hat,ist 1935 mit 47 Jahren gestorben. Dieses Buch, "Das Buch der Unruhe", ist einfach hinreißend, es ist poetisch klug, melancholisch, bekümmert, heiter, elegisch, schwermütig, ja geradezu phantastisch.

Der Autor schreibt betrüblich über den Sinn und Unsinn der Liebe, über die Würdigkeit, Abneigung und widerwilligen Überdruss. Er reflektiert darüber, ob die Realität unsere Begierden befriedigt, über das Sein in Halbschattenprivilegien". Es geht um Morgenlicht und Abenddämmerung, es geht um die omnipräsente Natur, um Wasser und azurnes Himmelblau.

Wir haben Bücher, die beginnen vorne und enden hinten. Dieses Buch kann man hier und dort aufmachen und genussvoll lesen, das geht. Es gibt eigentlich keinen durchgehenden roten Faden. Immer wieder ist man gebannt und fasziniert, wie Fernando Pessoa, über das Menschsein schreibt, Mensch sein in den unterschiedlichsten Lebenslagen.

Es hat eine Klarheit der Sprache, die geradezu phantastisch ist, gerade auch im Zusammenhang damit, welche reiche Phantasie sie hat. Es ist sprachlich makellos, von umwerfender Klugheit getragen.

Ein "Menschseinbuch", das eigentlich auf jeden Nachtisch gehört. Ich empfehle dieses Buch mit Nachdruck aus vielen Gründen.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
überwältigend 3. Dezember 2008
Format:Broschiert
Wenn ich nur ein einziges Buch aus einem brennenden Haus retten oder auf eine einsame Insel mitnehmen könnte -' es wäre dieses. Die Wortgewandtheit des Autors ist gewaltig, überwältigend. Auf jeder Seite Gedanken, die man selbst zwar schon gedacht haben mag, aber in der Form nie formulieren oder zu Papier hätte bringen können. Reflexionen über Parkanlagen, Grammatik, immer wieder Einsamkeit und Träume -' seit meinen lang vergangenen Studientagen habe ich nicht mehr so viele Stellen angestrichen und Eselsecken geknickt wie im Buch der Unruhe.
Und auch wenn einen die Melancholie bisweilen übermannt, so sind selbst die dunkelsten Momente doch immer auch erhellend. Ein Buch, das ich am liebsten vor einem prasselnden Kaminfeuer lesen würde, wenn ich denn einen Kamin hätte.
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56 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von tabacaria
Format:Gebundene Ausgabe
DAS BUCH DER UNRUHE von Fernando Pessoa ist eines der berühmtesten Werke der literarischen Moderne. Pessoa selbst nennt es eine "Autobiographie ohne Ereignisse". Was er beschreibt sind Gedanken, Beobachtungen, Reflexionen und Träume. Trotzdem wendet er sich vom Leben nicht ab, selbst dann nicht, wenn er schreibt: "Die Literatur ist die angenehmste Art, das Leben zu ignorieren." Was er entdeckt ist ein anderes Leben, das Leben des Geistes. DAS BUCH DER UNRUHE ist somit nicht allein ein Ausdruck der Verzweiflung, sondern zugleich eine Beschwörung der Freude: der Freude am Denken, am Träumen, am Schreiben. Die vorliegende Ausgabe wurde herausgegeben von Richard Zenith und übersetzt und revidiert von Ines Koebel. Es handelt sich um eine vollständige Übersetzung der portugiesischen Neuausgabe aus dem Jahr 1998.
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Nichts für schnelle Leser
Dieses Buch ist so voller sprachlicher Essenz, dass man es nur in kleinen Dosen genießen sollte. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Harald veröffentlicht
Virtuose Aufbereitung eines Traum-Radikalen
Es ist das Buch für die verdammte Ewigkeit auf der verdammten Insel, man kann es immer wieder lesen und man kann einsteigen im Buch, wo man will. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Dr. Rudolf Pichler veröffentlicht
Unbehagliche Lektüre
Es gibt Bücher, zu denen man erwartungsvoll greift, und es gibt solche, zu denen man sich aufrafft. Das Buch der Unruhe gehört zu den letzteren. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von K. Schneider veröffentlicht
Tagebuch eines Träumers
Fernando Pessoa hatte offenbar eine vielfach gespaltene Persönlichkeit - über 70 Heteronyme sind heute bekannt. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Rolf Dobelli veröffentlicht
"Wir nehmen das Aschgrau"
Für langzeitarbeitslose Geisteswissenschaftler, unglücklich Verliebte und unheilbar Lungenkranke ist das "Buch der Unruhe" sicherlich ein motivierender Begleiter auf dem... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Zuckerfee veröffentlicht
Ein Juwel für die Freunde der Philosophie
Pessoa lesen, ist wie durch ein verregnetes Fenster schauen. Eine Meditation. Aber nicht nur. Denn zwischen den herabperlenden Tropfen kann man klare Welten sehen. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Edgar veröffentlicht
ein jahrhundert-buch...eine bibel...ein einsamer kontinent i.d....
...wie es auch auf der paperback-ausgabe, aber dennoch in leinen gebunden auf dem rückdeckel steht, ohne zweifel!

genie oder wahnsinn fragt irgendwo das netz. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von apachee veröffentlicht
Eine Biographie ohne Daten
Es gibt eine kleine Rahmengeschichte, mit der sich Pessoa vom Inhalt dieses Buches etwas distanziert. Der Autor heisst gemäss dieser Rahmenschichte Bernardo Soares. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von H. J. Klaus veröffentlicht
Das Buch der Unruhe
Das Buch hat mich sehr fasziniert, allerdings sollte man sich nach jedem Abschnitt (Fragment) die Zeit nehmen und sich Gedanken darüber machen, was der Autor mit seinen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Mai 2010 von Balou
Wollüstig durchlebter Alptraum
Nicht das Buch ist das Ereignis: Es gibt es in vielen Ausgaben seit vielen Jahren. Das Ereignis - wenn man es denn so formulieren darf - ist die neue Übersetzung von... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Februar 2010 von Günter Nawe "Herodot"
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