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Die Psalmen in der Übersetzung von
Martin Buber -- sicher einer der Höhepunkte der Weltliteratur. Die Ausdruckskraft dieser poetischen Sprache ist bis heute kaum erreicht. Die Dichte der Psalmen macht sie zu den Texten, die noch heute mit ihren Bildern unsere Sprache prägen und vielen Menschen als Bibeltext im Ohr sind.
Ich war gespannt auf die angekündigte Hörbuchversion und ich kann mich der Kritik der Wochenzeitung DIE ZEIT nur anschließen: "Ein gigantisches Hörbuch". Christian Wiese ist es gelungen, eine treffende Auswahl aus den 150 Psalmen zu finden. Er wählte nicht nur bekannte Psalmen wie Psalm 23 "Er ist mein Hirte", sondern lässt auch unbeachtete Psalmen zu Gehör bringen. Maren Kroymann macht die Preisungen zu ihrer Sache und verleiht ihnen dabei ihre ganz eigene Ausdruckskraft. Die Verbindung aus persönlichem Engagement und sprachlicher Kraft der Texte ist für das Verständnis der Psalmen als überlieferte Gebete enorm wichtig.
Fazit: Dieses Hörbuch ist mehr als lohnend, es ist fast ein Muss. Denn die Psalmen werden nicht nur als poetische Texte, sondern als besonders dichte Gebete lebendig. Daher ist das Hörbuch privat, in der Gemeinde, in Schule und Fortbildung einsetzbar. Es ist sogar vorstellbar, sie in der Kirche abzuspielen, wenn diese für Besucher offen ist. Denn in der Kombination von besonderen Räumen können diese CDs sicher eine ganz eigene Atmosphäre schaffen. Spieldauer: 105 Min., zwei CDs. --Christian Frühwald
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Über den Autor
Martin Buber (1878-1965), Religionsforscher, Religionsphilosoph und Schriftsteller, gehört zu den führenden Persönlichkeiten des Judentums im 20. Jahrhundert und des jüdisch-christlichen Dialogs.
Geboren in Wien, aufgewachsen in Lemberg, studierte er Philosophie, Germanistik, Kunstgeschichte und Psychologie in Wien, Berlin, Leipzig und Zürich. 1924-1933 war er Professor für Allgemeine Religionswissenschaft in Frankfurt a.M. Buber, der sich früh dem Zionismus angeschlossen hatte, wanderte 1938 nach Palästina aus und lehrte an der Hebräischen Universität von Jerusalem Sozialphilosophie. Nach dem 2. Weltkrieg war er einer der wenigen ehemals deutschen Juden, die in der Öffentlichkeit wieder eine Brücke zu Deutschland zu schlagen versuchten.