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Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.10.2001
"Muss der Leser zuviel scrollen, wird er sich trollen" beschreibt Stephan Maus das Leseverhalten von Netzliteratur-Usern. Deshalb seien die Elaborate dieser Literaturform eher kurz, für den Rezensenten offensichtlich noch eins ihrer positivsten Merkmale. Denn die Frage, was das Spezifische an Literatur aus dem Netz ist, fällt nach seiner Lektüre von "the buch" recht nüchtern aus: dies technische Medium verspreche wohl vor allem einen "Verfremdungseffekt", der es den Cyberautoren erleichtere, "besonders ungehemmt über sich selbst zu schwadronieren". Was früher sang- und klanglos in der Schublade verschwunden sei, werde nun mit einem Mausklick "einfach ins Netz gestellt". Und wo Literatur zum "autobiografischen Entsafter" gerät, macht sie keinen Spaß. Jedenfalls unserem Rezensenten nicht. Der wundert sich außerdem, wieso noch keiner der am pool versammelten Autoren gemerkt hat, dass "die Vermeidung unbehauener Privatanschauungen" zu den "ersten Voraussetzungen von literarischer Erheblichkeit" gehört.
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Kurzbeschreibung
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ampool.de
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'the Buch' ist überhaupt nicht das geworden, was es einmal sein sollte. So wie der pool, aus dem die Idee für das Buch stammt, nicht das geworden ist, was er sein sollte. Zum Glück, denn manchmal ist das Unerwartete das Beste, was einem passieren kann. Kennen Sie pool? Die meisten Vertreter der jungen Literatur und Kunst treffen sich auf dieser Website, die es nun seit fast zwei Jahren gibt, und arbeiten.Über 6000 Leser besuchen die Seite täglich, aber es gibt keinen Chat und nichts zu gewinnen. Warum? Weil Elke Naters und Sven Lager Schriftsteller und Künstler eingeladen haben, deren Arbeit und Denken nicht nur für sie, sondern auch für unsere Zeit wichtig ist. Die Idee zu 'the Buch' kam aus der Erfahrung im pool (www.ampool.de), dem täglichen Schreiben. Was ist literarisch daran, im Internet zu schreiben? Die Sprache der Gegenwart, die Kunst des Moments. 'the Buch' bündelt das, über zwanzig Autoren und Künstler haben es gemeinsam geschrieben und gestaltet, nicht als Anthologie, sondern als Gemeinschaftswerk. Für 'the Buch' haben sie sich im Netz getroffen wie in einem geheimen Salon, um einer Idee Form zu geben, die neu ist. Sie reagieren aufeinander, ergänzen sich und schaffen so einen Fluss der Geschichten und Bilder, der alles mit sich bringt: Literatur, Kunst, Mode, Architektur, Musik, Film, Politik und das tägliche Leben der Gegenwart.
Autoren und Künst ler von 'the Buch': Marc Brandenburg, Rebecca Casati, Antje Dorn, Ursula Döbereiner, Kathrin Glosch, Martin Heckmanns, Britta Höper, Tom Kummer, Helmut Krausser, Andrian Kreye, Sven Lager, Antje Majewski, Eva Munz, Elke Naters, Andreas Neumeister, Eckhart Nickel, Cord Riechelmann, Carmen v. Samson, Lorenz Schroeter, Cathy Skene, Moritz von Uslar.