Die Idee des Buches ist nicht schlecht. Das ein außenstehender, vorurteilsfreier JOURNALIST (!) das Buch geschrieben hat ist schon mal sehr positiv. Auch die Auflistung der Tonträger, Bootlegs und Konzertdaten am Ende des Buches ist in Ordnung. Besonders die Auflistung der Bootlegs finde ich klasse!
Allerdings liest man sonst nichts, was man nicht schon mal irgendwo gelesen hätte. Vor allem in den Artikeln der Fans erfährt man zum x-ten mal wer wann, warum und wie auf die Onkelz gekommen ist.
Ein weiterer Minuspunkt ist die (Verzeihung) saudumme, Idee des Autors, auf der linken Seite die Fans zu Wort kommen zu lassen und den 'wissenschaftlichen' Teil auf der rechten Seite abzudrucken. Durch diese Einteilung liest sich das Buch ziemlich unpraktisch. Eine Aufteilung in Kapitel (erst die Fans, dann das Journalistische) wäre besser. Aber das ändert sich am Ende des Buches, wenn wie o.a. die Veröffentlichungen usw. und einige interessante Webseiten genannt werden.
Für einen Fan, der seine Sammlung vervollständigen/ergänzen will, ist das Buch sicher nicht schlecht. Aber zum Einstieg bzw. zur besseren Info über die Onkelz würde ich auf jeden Fall "Danke für nichts" von Edmund Hartsch empfehlen. Sowieso müsste dieses Buch eigentlich schon längst Pflichtlektüre in den Schulen sein, damit endlich einmal Klarheit geschaffen wird und diese sinnlosen Vorurteile über eine der besten Bands abgebaut werden!