Das 2005 erschienene Buch "Bubble Bath Girls" von Andrew Einhorn aus dem Goliath-Verlag enthält auf 368 Seiten ungefähr 500 Farbfotos von 28 New Yorker Mädchen. Die Fotos sind in der Wohnung des Fotografen entstanden, hauptsächlich im Bad.
Der Band ist im Querformat gehalten, ein recht dicker Schmöker, stabil gebunden, meistens ein, manchmal zwei, selten bis zu vier Fotos auf einer Seite, im Format 170 x 120 mm oder entsprechend geteilt. Die Formate und Motivgrößen sind gut gewählt, um die Fotos auch ohne Lupe wirken zu lassen. In einem einseitigen Vorwort enthüllt Einhorn die Entstehungsgeschichte der Fotos. Er hat die Mädchen schlicht zum fotografierten Baden in seine neue Wohnung eingeladen. Zu Beginn der Fotosets wird jedes Girl mit Vornamen vorgestellt und Einhorn erzählt in wenigen Sätzen, was ihm an dem Mädchen besonders gefallen hat.
Die Mädchen sind von unterschiedlicher ethnischer Herkunft aus dem Melting Pot New York, Typ Kunststudentin, blutjung und gut gebaut, auch mit wenig Makeup bildhübsch, von natürlicher Schönheit. Alle Mädchen sind sehr bald völlig nackig. Außer dem Busch der Girls gibt es dabei nur selten Expliziteres zu sehen.
Der Titel ist etwas irreführend, denn Schaumbad-Fotos machen nur einen Teil der Bilder (und noch nicht einmal den überwiegenden) aus. Es sind scheinbare Alltags-Schnappschüsse wie von der nackten Freundin, auf dem Bett, in der Küche, in der Dusche oder Badewanne (ohne allzuviel Schaum), mit Handtüchern, Obst, Schmuck, Gitarre, leeren Shampoo-Flaschen als Requisiten, Fotos, wie sie scheinbar jeder begabte Amateur machen könnte, wobei das Posing und der Einsatz von Blende und Beleuchtung bei näherer Betrachtung natürlich schon den Könner erkennen lassen.
Vielleicht das Auffälligste an den Fotos ist ihre Lebendigkeit und die gute Laune der Mädchen. Die Girls sind super gut drauf, lachen und schäkern mit den Augen in die Kamera, dass es eine wahre Freude ist, sind nur selten etwas nachdenklicher, aber niemals modelhaft gelangweilt. Der Fotograf muss ein beneidenswerter Tunichtgut und Schwerenöter sein, der im Handumdrehen das Herz der Mädchen gewonnen hat. Nun ja, manchmal ist auch erkennbar, was die Mädels eingeworfen haben. Die gute Laune der Girls wirkt natürlich ansteckend auf den Betrachter.
Fazit: Ein heiteres Fotoalbum für Männer, das unwillkürlich zum Mitlächeln anregt und gute Laune macht. Dass die Mädels nackig sind, tritt da als Selbstverständlichkeit schon fast in den Hintergrund. Auch als Anregung für gelungene Fotografien der Freundin ist der Band zu empfehlen. In ähnlichem Stil hat der Autor zwei Jahre später die "Naked Happy Girls" herausgebracht, in Schwarzweiß und in den Wohnungen der Mädchen fotografiert. Leider ist dieser Band derzeit nur noch antiquarisch erhältlich.
Als thematisch ähnlich seien in diesem Zusammenhang Peter Gormans Farbbände "Naked Rooms" und "Stripped Naked" sowie sein Schwarzweiß-Band "Naked In Appartment 7" genannt. Diese sind künstlerisch vielleicht noch ambitionierter, auch expliziter, aber nicht so heiter, weil spürbar mit anderem Leitmotiv entstanden.