Spannend erzählt und packend bis zum Schluss. Heinz Hoffmann bekommt in den 60er Jahren von seiner Mutter auf dem Sterbebett den Auftrag, den an der Westfront seit Winter 1944 vermissten jüngsten Bruder Günther zu suchen. Heinz leitet Recherchen ein und ist darauf eingestellt, bestenfalls die sterblichen Überreste seines Bruders nach Hause holen zu können. Dann aber erfährt er, dass Günther kurz vor dem Anrücken der Alliierten noch desertiert sein soll...Chris Catlins Buch hat einen realen Hintergrund; Details aus Feldpostbriefen und der Familiengeschichte der "Hoffmanns" erzeugen eine authentische und ergreifende Atmosphäre. Erfreulich und interessant ist auch die Einbeziehung unserer holländischen Nachbarn in die Geschichte und der Blick auf dieses Stück Kriegs- (und Friedens-)geschichte. Ein leises Buch, dass einen aber nicht mehr loslässt und sehr nachdenklich stimmt.