Wie im Vorgänger '"Ein guter Mann"' darf in diesem Werk von Jacques Berndorf erneut nicht die CIA, sondern der BND sein Können unter Beweis stellen.
Diesmal gilt es den Verbleib einer möglichen Nuklearwaffe aus Nordkorea zu klären.
Es sollte inzwischen klar sein, dass die Beamten des Bundesnachrichtendienstes nicht ausschließlich dröge Schreibtischakrobaten sein müssen aber so lässig, wie hier dargestellt, wirken die gezeigten Dialoge doch unrealistisch und folglich unangebracht, manchmal sogar lächerlich.
Nicht nur die Charaktergestalten, auch die Handlung ist nicht immer nachvollziehbar - zu oft werden dem Leser merkwürdig unglaubwürdige Gedankengänge präsentiert, die dann auch noch im Laufe des Geschehens bestätigt werden. Der Grund hierfür mögen die Hintergrundinformationen sein, die der Autor hinter den Mauern des BND sammeln durfte - es wirkt so als ob sie zwanghaft in den Inhalt eingezwängt werden mussten und sorgen folglich für den nicht nachvollziehbaren Handlungsstrang.
Es kommt immer nur dezent Spannung zum Vorschein. Bis auf ein paar Szenen mit kleinen Schlägerreine und Schießereien kommt wenig aufregende Handlung auf. Und so plätschert man sich durch dieses Buch und nur die geringe Anzahl an Seiten, die man noch vor sich hat, offenbart einem, dass man den Höhepunkt erreicht haben muss. Aus Neugier getrieben, wie sich die deutschen Schlapphüte schlagen, ließt man dieses Buch dann doch zu Ende.
Der Schluss wirkt dann doch enttäuschend flach - man hat wirklich spektakuläreres erwartet. Titel, Rückentext und Klischees lassen zudem frühzeitig erahnen in welche Richtung das Ende läuft.