Produktinformation
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Wands Zyklus ist den meistgespielten späteren Fassungen der Sinfonien gewidmet. Seine Tempi sind so gewählt, dass die formalen und motivischen Zusammenhänge deutlich werden. Zumal bei der Achten mit ihren anderthalb Stunden ist diese Kohärenz unumgänglich, damit der Sinn der Partitur vernehmbar wird. Gerade die zeitlich-räumliche Ausgewogenheit der Interpretation kann als Kennzeichen der Wand'schen Arbeit an Bruckners Partituren gelten. Hier liegt Wands Überzeugungskraft entscheidend begründet. Jede Phrase ist belebt und die Kontraste werden dynamisch und dramatisch herausgearbeitet. Wenn auch die Klangcharakteristik in allen Sinfonien unverkennbar Bruckner ist, so gelingt es Wand doch, die je eigene Art jeder Symphonie zu offenbaren. Der Erfolg der glänzenden Fünften mit ihrem betörenden Bläserchor und der überwältigenden Orchesterfülle kommt über alle nachfolgenden Werke.
Jede CD, die übrigens auch einzeln erworben werden kann, hat ihr eigenes Booklet mit einem Einführungstext zur jeweiligen Sinfonie. Zur Neunten finden sich "Gedanken" Günter Wands selbst, die sich für Wands Beschäftigung mit Bruckner überhaupt als gundlegend erweisen. Für die vorliegende Wiederveröffentlichung des Zyklus wurden die analogen Originalaufnahmen mit der digitalen 24/96 Technologie remastert. Nun ist diese grandiose Musik mit noch größerer Klarheit und Brillanz zu hören. --Adalbert J. Osterried
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Man versuchte besonders in unserem Jahrhundert die vielen Korrekturen seitens der Schüler Bruckner s auszubessern und entdeckte das gewaltig und stellenweise epochal klingende Werk,zu welchem sich hin und wieder zarte Streicherklänge mit farbigen Melodiebögen gesellen, neu. Arthur Nikisch,der 1884 mit erst 29 Jahren die 7. Symphonie in Leipzig uraufführte, sorgte unter anderem für ein besseres Bild unter den Zeitgenossen. Lange war er verspottet worden, der erzkatholische Komponist, der unter jedem seiner Werke Gott mit einem lateinischen Satz dankte (ähnlich wie Bach), doch nun entdeckten nicht nur die Zeitgenossen sein Werk, sondern auch nach vielen ausgefochtenen Kämpfen, unter denen Bruckner zeitweise litt, die Musikkritiker. Bruckner wurde von Vielen als Gegensatz zu Brahms gesehen und somit in die neudeutsche Schule um Liszt und Wagner eingegliedert, was jedoch heute anders gesehen wird. Letzterem galt Bruckners Verehrung(nachdem Bruckner in den 1860ern eine Tristanaufführung sah), weshalb die 3. Symphonie nach einem persönlichen Treffen mit Wagner in Bayreuth, diesem gewidmet wurde.
Letzlich bleibt zu sagen, dass diese Gesamtaufnahme ein "Muss" für jeden Bruckner Freund ist.
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