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Bruckner: Sinfonie Nr. 8
 
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Bruckner: Sinfonie Nr. 8 [Doppel-CD]

Berliner Philharmoniker, Günter Wand Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Orchester: Berliner Philharmoniker
  • Dirigent: Günter Wand
  • Komponist: Anton Bruckner
  • Audio CD (5. November 2001)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Format: Doppel-CD
  • Label: Rca Red Seal (Sony Music)
  • ASIN: B00005Q66Y
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 15.703 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Disk: 1
1. 1. Allegro moderato
2. 2. Scherzo: Allegro moderato - Trio: Langsam
Disk: 2
1. 3. Adagio: Feierlich langsam, doch nicht schleppend
2. 4. Finale: Feierlich, nicht schnell

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Günter Wand ist einer der stillen Stars des Musikbetriebs, dessen große Verdienste erst im hohen Alter anerkannt wurden. Und so gleicht dieser Live-Mitschnitt eines Konzerts, das Wand im Januar 2001 in der Berliner Philharmonie mit Anton Bruckners achter Sinfonie gab und der nun rechtzeitig zu seinem 90. Geburtstag erscheint, einem historischen Ereigniss -- vielleicht auch seinem künstlerischen Vermächtnis. Wand, stets als Probenpedant verschrieen, konnte wohl auch diesmal nicht von alten Gewohnheiten lassen. Neun Proben soll er angeblich angesetzt haben und dies bei einem Werk, das er bereits 1996 mit den Berlinern vorgetragen hatte. Die Berliner Philharmoniker, die nicht gerade unter mangelndem Selbstbewusstsein leiden, nahmen es gelassen hin.

Zu Bruckners Achter hatte Wand von jeher eine starke emotionale Affinität. Mehrmals hat er das Werk (in der Haas-Urtextausgabe von 1939) mit verschiedensten Orchestern vorgetragen. Doch wie war es diesmal? Penibel, ja pedantisch, folgte Wand stets Bruckners Tempovorschriften, Struktur und Transparenz waren ihm stets oberste Maxime. All diese Dinge scheinen nun derart in ihn eingedrungen und zur zweiten Natur geworden zu sein, dass sie ihm eine ungeahnte Freiheit und Souveränität beschert haben und deshalb der Erwähnung eigentlich nicht mehr bedürfen. Für Bruckners mystische Geheimnisse, sein sakral-weihevoller Habitus und das Pathos, das diesem innewohnt, entwickelt Wand wenig Sinn, selbst wenn der Komponist selbst seine Achte als "ein Mysterium" verstand. Und den absonderlichen "Erklärungen", mit denen der Komponist die Sätze versah, folgt Wand mit einem gewissen Pragmatismus. Durch sein Scherzo und Finale etwa geistere der "deutsche Michel", meinte Bruckner; das bockige barockisierende Hauptthema des Scherzos indes charakterisiere seinen Freund Almeroth; und dann war da noch die Rede von einer "Todverkündung" im ersten Satz und dem Erklingen der "Totenuhr" in der Coda. "Dös is so, wie wenn einer im Sterben liegt, und gegenüber hängt die Uhr, die, während sein Leben zu Ende geht, immer gleichmäßig fortschlägt: tik, tak, tik, tak...", so Bruckner. Schließlich meine der Beginn des Finales das Drei-Kaiser-Treffen in Skiernewice bei Brünn und beim Adagio habe er "einem Mädchen in die Augen geblickt".

Der eher nüchterne Wand indes gewinnt die Spannung aus den harmonischen Kühnheiten, den grandiosen Fortissimo-Plateaus, den lyrischen träumerischen Momenten. Und im Finale, dessen abschließender Triumphgesang den jüngeren Wand zu auftrumpfenden Gesten noch angestachelt hat, gewinnt er jetzt in Altersweiheit eine fast tragische Dimension ab, die um Versenkung bittet und zur Meditation auffordert. Doch dazu war das Publikum (selbst-)verständlicherweise nicht bereit. Tosender Applaus für einen großartigen Dirigenten! --Teresa Pieschacón Raphael


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50 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Der mit großer Spannung erwartete Livemittschnitt der Berliner Konzerte aus dem Januar 2001 erfüllt in Gänze die hoch gesteckten Erwartungen.

Wand hat sich -wie immer- für die Originalfassung der riesigen 8. Sinfonie entschieden. Bereits im Kopfsatz und im Scherzo zeigen Dirigent und Orchester ihre Extraklasse. Hier formen klare Strukturen das Geschehen.

Schlichtweg überwältigend ist der dritte Satz. Obwohl man beim Hörerlebnis eher das Gegenteil vermuten würde, nimmt Wand das Adagio eine Nuance schneller, als bei seiner Aufnahme mit dem NDR-Sinfonieorchester aus dem Jahre 1987. Das Aufbauen und Entladen der Spannungen, so z.B. bei 10:30 min. beginnend, erzeugt eine Gänsehautstimmung.

Im feierlichen Finale lässt Wand das Orchester, das schon mit Furtwängler und Karajan ergreifenden Bruckner dargeboten hat, austoben.

Wiederum eine Aufnahme des altersweisen Dirigenten, der einem wie kaum ein anderer die musikalische Welt Bruckners näherbringen kann.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Glanzvolles Vermächtnis 12. März 2004
Von hartmutw
Format:Audio CD
Noch einmal demonstriert diese Aufnahme, daß Wand neben Celibidache wohl DER Bruckner-Dirigent der zweiten Hälfte des 20. JH. war. Unerhörte Intensität gepaart mit Ausdruck und starker Dynamik zeigen einen vom meditativen Ansatz Celibidaches grundverschiedenen Entwurf auf, der die früheren Aufnahmen Wands noch an Klangfarbe und Dichte übertrifft. Grandios!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
6 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Phantastisch 24. April 2002
Von EFM
Format:Audio CD
Wand ist bestimmt der überzeugendste, partiturtreueste und technisch brillanteste Bruckner-Interbret der letzten 25 Jahre!
Diese Aufnahme ist einfach "himmlisch"
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