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Bruckner Sinfonie 5
 
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Bruckner Sinfonie 5

Günter Wand Audio CD
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Komponist: Anton Bruckner
  • Audio CD (30. Dezember 1996)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Rca Red Seal (Sony Music)
  • ASIN: B000003G38
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 41.925 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. 1. Introducktion - Allegro
2. 2. Adagio (Sehr langsam)
3. 3. Scherzo. Molto vivace (Schnell)
4. 4. Finale. Adagio - Allegro moderato.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Diese Aufnahme ist ein ganz großes Vermächtnis des großen Bruckner-Interpreten Günter Wand, der leider unerwartet verstarb, ehe er den geplanten Bruckner-Zyklus mit den Berliner Philharmonikern vollenden konnte. Sämtliche seiner Bruckner-Einspielungen mit diesem Ausnahmeorchester sind Marksteine der Interpretationsgeschichte und verdienen eine Ehrenplatz in jeder Klassiksammlung. Was sie auszeichnet, ist vor allem ihre zeitlose Schönheit: Wand hat sich nie um modische Strömungen geschert und standhaft der Versuchung widerstanden, Bruckner in schwelgerisch-romantischer oder weihevoll-sakraler Manier einzuspielen. Er war vielmehr der Überzeugung, daß diese Stücke zutiefst klassisch gemeint und auch entsprechend einzuspielen waren: schnörkellos, ohne Firlefanz, doch auch ohne bei aller Dynamik und Präzision die tiefe Ruhe und menschliche Wärme, die aus ihnen spricht, zu vernachlässigen.
Dies ist ihm auch bei vorliegenden Aufnahme der Fünften in brillianter Weise gelungen. Wand versteht es im ersten Satz, den vorwärtsdrängenden, ja oft stürmischen Impetus in den "großen Bogen" einzubetten, etwas, das mir in Harnoncourts (RCA) ebenfalls exzellenter Aufnahme ein klein wenig zu kurz kommt. Der zweite Satz ist nicht einfach dahingespielt, sondern durchweg überzeugend: nie larmoyant oder weinerlich, aber immer mit der nötigen Intensität. Ferner ist er auch nicht so völlig zerfasert und zerdehnt wie in der Aufnahme von Celibidache (EMI, 24 Minuten!!). Der dritte Satz ist ebenfalls sehr gelungen.
Die Krönung ist (natürlich) der Finalsatz: Es ist atemberaubend, wie Wand sich einen plausiblen Weg durch das kontrapunktische Dickicht bahnt und dabei intensiv in der Durchgestaltung der Haupt- und Nebenstimmen bleibt. Nur Harnoncourt stellt die unzähligen Engführungen in vergleichbar durchsichtiger Form dar. Ganz überwältigend ist der triumphale Schlußchoral: Man hat danach das Gefühl, einen gewaltigen Gipfel erklommen zu haben - eine enorm befreinde Wirkung stellt sich ein.
Kurz und klein: Eine Interpretation, die noch für lange Zeit maßstabsetzend bleiben wird - zeitlos schön, da ausgewogen und klassisch klar - wie in Granit gemeißelt. Uneingeschränkte Kaufempfehlung!
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35 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Zu meinem Urteil ein paar Vorbemerkungen:
Ich habe und hatte selbst als Interpret und Rezensent viel mit Bruckner zu tun.
Günter Wand schätze ich - nicht durch als Bruckner-Interpret - sehr und besitze viele seiner Aufnahmen. Außer den Eindrücken der Live-Mitschnitten vom Schleswig-Holstein-Musikfestival, die ich alle auf Video aufgenommen habe, konnte ich ihn leider nie selbst erleben....
So bleiben mir - wie fast allen Fans - nun lediglich die Tonträger; im Vergleich zu den "älteren" Aufnahmen mit dem Kölner WDR bieten hierbei die Mitschnitte der letzten Jahre - besonders mit dem Hamburger NDR - herrliche Höreindrücke von Wands Bruckner-Verständnis.

Was paßt mir nun an dieser Fünften nicht? - Leider mehreres:
Erstens sind die Berliner Philharmoniker - wohl durch die "Arbeit" von Karajan, Abbado oder anderen - inzwischen längst nicht mehr die Idealinterpreten für Bruckner wie etwa noch zu Jochums Zeiten (der ja auch einige Symphonien der ersten Gesamteinspielung mit "seinem" BR und die zweite Gesamtaufnahme mit der Dresdner Staatskapelle aufgenommmen hat). Es passieren zu viele Kleinigkeiten und es fehlt einiges an Wärme und Fülle bei den mittleren und tiefen Streichern.

Zweitens macht die Aufnahme einen sehr dumpfen und irgendwie fremden - viel zu weit entfernten - Eindruck, besonders im Vergleich zu der Sechsten mit dem NDR. Ein ähnlich schwammiges Hörerlebnis mit den Berlinern hatte ich bei einigen neuen Brahms- und Schubert-Aufnahmen mit Abbado; möglicherweise trägt hier der Saal oder auch die lokale Tontechnik eine Mitschuld.

Zum Dritten gibt es leider auch mit der Interpretation ein paar Probleme: Diese von der Verwendung des Kontrapunktes und der harmonischen Tiefgründe sicher heikelste und komplizierteste Symphonie Bruckners erschließt sich aus verschiedenen Gründen in dieser Aufnahme nicht vollständig. Gleich zu Beginn wie auch im Verlauf fast des ganzen Kopfsatzes verströmen die Baß-Pizzicati nicht die nötige Ruhe und die in ihnen verwobenen Linien kommen zu wenig plastisch heraus. Die Seitenthemen sind sicherlich herrlich ausgesungen, oft gehen dabei aber im breiten Wohlklang die vielen subtilen kontrapunktischen Neben-Andeutungen verloren. Ähnliches gilt für den - mir insgesamt fast zu ruhig genommenen - langsamen Satz, wo es Wand nicht immer gelingt, die enorm weiten Melodiebögen unter Spannung zu halten. Das Scherzo schließlich tanzt mir etwas zu beiläufig vorüber, ist für seine musikalischen Inhalt zu brav, zu wenig gegen den Strich gebürstet.
Gottlob entschädigt das Finale für vieles: Fast wie wenn es komplett an einem anderen Tag mitgeschnitten worden wäre, bietet es so vieles, was die ersten drei Sätze vermissen ließen. Etwa die Tremmolo-"Stimmung", die Dosierung der Ausbrüche und selbst die vorher teils enttäuschend geringe Amplitude der langen Crescendi sind im vierten Satz plötzlich annähernd ideal getroffen!

Kleines Facit für andere Fans:
Bessere CDs der Fünften Bruckner sind:
- Eugen Jochum (Concertchebow Amsterdam - Liveaufnahme aus der Basilika Ottobeuren - Philips) und
- Celibidache (München - Emi)
Meine bestem Life-Erlebnisse waren:
- Wolfgang Sawallisch mit dem Bayerischen Staatsorchester
- Herbert Blomstedt in San Francisco und mit dem Gewandthausorchester bei den Bregenzer Festspielen

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10 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Koloss mit Würde 31. Dezember 2001
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Günter Wand und die 5. von Bruckner: Das ist eine ganz besondere Beziehung, hat der Dirigent sich doch erst recht spät an das monströse Werk herangetraut. Als ich Herrn Wand und das NDR-Orchester das erste Mal mit der Sinfonie hörte, war ich schlichtweg "von den Socken". Aber nun wird dies alles noch verstärkt durch ein völlig überragendes Orchester. Beginnend mit den leisesten Tönen und endend mit einem bombastischen Getöse ist diese Sinfonie und diese Interpretation einfach grandios!
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