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Brown Album
 
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Brown Album

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Produktinformation

  • Audio CD (15. Juli 1997)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Interscope (Universal)
  • ASIN: B000001Y47
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Hörkassette  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 23.048 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. The Return Of Sathington Willoughby 5:05EUR 0,99
Anhören  2. Fisticuffs 4:25EUR 0,99
Anhören  3. Golden Boy 3:05EUR 0,89
Anhören  4. Over The Falls 2:42EUR 0,99
Anhören  5. Shake Hands With Beef 4:03EUR 0,99
Anhören  6. Camelback Cinema 4:00EUR 0,99
Anhören  7. Hats Off 1:57EUR 0,99
Anhören  8. Puddin' Taine 3:37EUR 0,99
Anhören  9. Bob's Party Time Lounge 4:43EUR 0,99
Anhören10. Duchess And The Proverbial Mind Spread 3:30EUR 0,99
Anhören11. Restin' Bones 4:29EUR 0,99
Anhören12. Coddingtown 2:52EUR 0,99
Anhören13. Kalamazoo 3:31EUR 0,99
Anhören14. The Chastising Of Renegade 5:02EUR 0,99
Anhören15. Arnie 3:54EUR 0,99


Produktbeschreibungen

INTRO

Sie ist vollbracht: die Wiedergeburt des PRIMUS-Geistes. Nicht mehr technische Überzüchtung, aufgekochte Rezepte und ärgerliche Längen. Les Claypool ist wieder am Anfang, bei wesentlichen Elementen angekommen. 'Tales From The Punchbowl' war gut, 'Brown Album' ist dennoch viel besser. Erstens, weil es richtig brutal klingt. Ständig übersteuerte Schlagzeuge, bratzende, ebenfalls heftigst übersteuerte Bässe und Lers Gitarre, Ihr wißt schon. Neuzugang Brian Mantia (Ex-LIMBOMANIACS) ist wohl der ausschlaggebende Impuls für die neue Qualität der Band, denn er spielt simpel, hält taktelang damit durch, rockt und groovt wie Sau und hat zudem nichts dagegen, daß sein Set so richtig scheiße klingt, ein Umstand, den Tim Alexander niemals akzeptiert hätte, was mit jeder neuen Platte auch ein Verlust an humorvollem Sound bedeutete. Das jetztige hervorragende Ergebnis ist Claypools Heimstudio zu verdanken, in dem das braune Album eingespielt wurde. Der Vorliebe für die abgedroschensten Rock'n'Roll-Klischees, Country-Rip-Offs und schwer schiebende Funk-Nummern wurde Rechnung getragen, doch geht diese heute wieder in so manchem prustend empfangenen Witz auf, geradezu wie in 'Frizzle Fry'-Zeiten. Ja ja, schreit nur Blasphemie, aber die Songs haben heute tatsächlich wieder vergleichbare Strukturen, als würde alles Gute einmal zurückkommen. Wenige Schnörkel, rudimentäre Basics und knallige Hooklines, 'The Chastizing Of Renegade' sei jedem empfohlen, der ein zweites 'Groundhog's Day' braucht, 'Shake Hands With Beef' geht in die Beine wie 'Harol Of The Rocks'. Die Parallelen enden natürlich beim Metal-Appeal, den PRIMUS heute durch auf die Spitze getriebenen Sarkasmus wettmachen. Wer Angst hatte, die Band könnte ohne Herbs virtuoses Geklapper nur noch Grütze fabrizieren, der höre den Drive in 'Bob's Party Time Lounge', die Ernsthaftigkeiten des lächerlichen 'Kalamazoo' und den Ohrwurm 'Over The Falls'. Wer es dann noch nicht einsieht, nimmt sich in Zukunft Alexanders Solo-Projekt LAUNDRY, läßt ab von PRIMUS und wird so glücklich. Für mich reicht diese Platte zum Glücklichsein. Weniger ist hier so viel, daß es meiner Meinung nach die volle Punktzahl verdient.

Carsten Sandkämper / © Intro - Musik & so
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Alles im braunen Bereich !!! 13. Februar 2011
Von kwichybo TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
Ich kann mich noch genau an meine Schulzeit erinnern. Während meine befreundeten Mitschüler aus der Oberstufe (allesamt grimmig dreinschauende, langhaarige Bombenleger, die hauptsächlich in DISSECTION- oder DISMEMBER-Shirts gekleidet waren!) voll auf der Black-Metal-Welle mitschwammen, galt ich mit meinem extravagantem Musikgeschmack immer als Sonderling. So verging kein feuchtfröhlicher Abend, ohne das irgendwann ein Witz auf meine Kosten gemacht wurde. Zentrum des Gespötts war dabei meistens meine Vorliebe für die Band PRIMUS...also eine Band, die wirklich nichts (!!!) mit dem gemein hatte, was meine Freunde auch nur ansatzweise "cool" fanden. Mal ganz abgesehen davon, dass der typische PRIMUS-Humor jedem ein Dorn im Auge war, störte sich so ziemlich jeder an dieser außergewöhnlichen Melange aus Funk, Jazz, Blues, Fusion, Hardcore und freakigem Polka. Eine Band zum Abgewöhnen.
Und im nachhinein kann ich es auch niemandem übel nehmen, mit dieser Band nicht warmgeworden zu sein. Denn wenn das Trio um Les "Storchenbein" Claypool eines NICHT war, dann angepasst !!! Im Gegenteil: Immer wenn im Funk/Crossover-Genre der musikalische Wahnsinn zur Methode erklärt wurde, dann konnte man sich sicher sein, dass PRIMUS unmittelbar beteiligt waren. Eine Band ohne musikalischen Vergleich, die immer unbeirrt ihren Weg gegangen ist - und glücklicherweise auch noch geht.
Neben den komplett verrückten Meilensteinen "Frizzle fry" und "Sailing the seas of cheese" zählt vor allem die '98er Scheibe "Brown album" zu meinen Faves. Außergewöhnliche Leistungen sollen belohnt werden: Und daher halte ich es unbedingt für angebracht, dass dieser geniale 15-Tracker (über 10 Jahre nach Veröffentlichung) endlich mal zu Rezensionsehren kommt. Denn das "Brown album" enthält von der ersten bis zur letzten Sekunde all das, was den typischen PRIMUS-Sound ausmacht. Wichtigstes Merkmal dieser unfassbar eigenständigen Band war schon immer das musikalische Zusammenspiel der drei Musiker, die sich blind die Bälle zuspielen konnten, ohne das Songs wie "Coddingtown" , "Arnie" , "Restin' bones" , "Duchess and the proverbial mind spread" oder "Puddin' taine" irgendwie konstruiert klangen. Die Herren Claypool (Bass) , LaLonde (Gitarre) und Brain (Drums) brachen vielmehr eine gigantische Jam-Session "vom Zaun", bei der jedem Musiker immer genug Raum gegeben wurde, um sein Talent als Ausnahmekönner unter Beweis zu stellen. Dies galt natürlich vor allem für den näselnden Mikro-Charakterkopf Les Claypool, der mit seinem breitfingrigen Slap-Bass-Spiel demaßen vom Leder zog, dass alle anderen Viersaiter dieser Welt ihr Instrument erstmal frustriert in die Ecke stellten. Das "Brown album" war zudem ein Sammelsurium dissonant-schräger Gitarren-Akkorde, die jedem Song unweigerlich die eigene PRIMUS-Note aufdrückten. Tja, und hinter der Schießbude saß ein tighter Drum-Wirbelwind, dessen virtuoses Schlagzeug-Spiel praktisch pausenlos für Akzente sorgte, und den ganzen Sound-Mischmasch quasi wie von Geisterhand zusammenhielt. Wehe wenn die Groove-Maschine angeschmissen wurde - und die lief auf dieser brillianten Ausnahme-Scheibe praktisch auf Hochtouren. Keine Frage...auf diesem 15-Tracker liest sich die Liste der Highlights wie ein Feuerwerk des spontan initiierten Funk/JazzRocks: Denn mit Songs wie "Kalamazoo" , "The chastising of renegade" , "Fisticuffs" , "Bob's party time lounge" , "Shake hands with beef" (alles klar?) , "Golden boy" oder dem akustischen, dezente Lagerfeuer-Vibes versprühenden "Over the falls" enthält das "Brown album" einige der großartigsten Momente des gesamten Band-Katalogs.
Wie schon erwähnt, der Charakter dieser Band war schon immer geprägt von einem sehr skurrilen Humor (Mr. Claypool himself!), bei dem man am besten garnicht erst versuchte, ihn voll und ganz zu verstehen. Als Freund bewusstseinserweiternder Substanzen mag man es hier wahrscheinlich leicht gehabt haben. Aber nun ja, PRIMUS waren halt PRIMUS waren halt PRIMUS waren halt PRIMUS !!!
Passenderweise wurde die Scheibe auch noch ziemlich knochentrocken produziert, so dass speziell der Schlagzeug-Sound an allen Ecken und Enden sympathisch-unfertig vor sich hin knarzt. Eine perfekt ausbalancierte Top-Produktion wäre hier auch deplaziert gewesen. Der Album-Nachfolger "Antipop" - auf dem PRIMUS sich mehr und mehr dem Mainstream anbiederten - war in Punkto Produktion vergleichsweise zuuu glattgebügelt, und nahm dem Trio dadurch etwas die Luft zum Atmen. Auf dem "Brown album" klingen Les Claypool & Konsorten hingegen so, wie man sie auch "live" kennt. Musikalisch eine Bank - bunt schillernd und schräg. Verdammt nochmal, ich liebe diese Scheibe einfach. Und wenn man ein Album, das schon fast 15 Jahre auf dem Buckel hat, immer wieder regelmäßig aus dem CD-Regal holt, um es in tagelanger Endlosschleife durchzuhören...dann ist das wohl ein eindeutiges Signal oder ?
Auch wenn diese Rezension in der Vergangenheitsform geschrieben ist: PRIMUS werden auch in Zukunft wieder für offenstehende Münder sorgen. Das neue Album soll bereits im Jahr 2011 erscheinen. Nur zu, ich kann's kaum erwarten.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Letztens bin ich mit der Familie von Hamburg nach Frankfurt gefahren und hab mit dem Diskman das braune album gehört. Ich hiehlt nie so viel von der CD bis dann: Die Lieder sind einfach fesselnd und vom ersten Lied an ein Mix aus groove, rock, metal, pop (naja...)und country. Wenn man die CD einmal hört bleibt man skeptisch, beim zweiten mal ist sie gut, beim dritten mal liebt man sie, beim vierten mal surft man zu amazon.de und gibt der CD die volle Punktzahl in der Rezension. (so ging's mir...)
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
So klingts in etwa. Die Frage ist, ob die mehr schlechte als reche Produktion gewollt war oder nicht. Aber solche Fragen stellen sich bei Primus immer. Ernst oder Ironie, Genialität oder Wahnsinn. Sie vereinen wiedereinmal beide Seiten auf der braunen Scheibe. Dass das nicht jeden vom Hocker hauen wird ist auch mir klar, aber dennoch kann niemand den dreien ihre Genialität absprechen. Mein Bruder erzählte mir, dass er, als er in einem Plattenladen dieses Album zum erstenmal hörte, den Besitzer entnervt fragte, ob denn was mit seiner Anlage nicht stimmte. Der meinte: das gehört so. Da raschelt und knistert es an allen Ecken und Enden, man kann manchmal nicht zwischen Musik und Nebengeräusch unterscheiden. Aber das soll man wohl auch nicht: gerade diese verschrobene Einheit ergibt den unverkennbaren Stil des Brown Albums. Nicht vergessen darf man die teilweise genialen Songkompositionen, wie Bob's party time lounge (einem der herrlichsten Primusliedern überhaupt). Das ist frische, freche und gleichzeitig doch irgendwie muffelige Musik - wer es liebt, liebt es, wer es hasst, hasst es - eben Primus.
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