14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Solide wie die anderen beiden Teile..., 23. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Brothers in Arms: Hell's Highway (DVD-ROM) (Computerspiel)
ist auch Hell's Highway geraten. Auch wenn ich nicht dabei war, wirkt das Spiel auf mich authentisch. Atmosphäre und Grafik sind ansprechend, die Filmsequenzen noch umfangreicher geraten als bei den ersten beiden Teilen, auch wenn sie nicht ausreichen, um eine immer nachvollziehbare, charakterlich profunde Story zu erzählen (muss ja auch nicht sein). Demgegenüber werden natürlich wieder einmal sämtliche Klischees bedient (holzschnittartige Charaktere: heldenhafte GIs, böse Deutsche, arme Kriegskinder usw.), aber mich interessiert es nicht, ob ich zum 97. Mal auf Nazis schieße oder zum 34. Mal auf Aliens. Die Teams, die man befehligt (und die sind ja eigentlich der Aspekt, der das Spiel von anderen Shootern unterscheidet), verhalten sich in etwa so dumm wie in den beiden anderen Teilen und machen ziemlich viel falsch: zwar hat man jetzt in manchen Missionen ein Bazooka-Team, das recht effektiv eingesetzt werden kann, doch lassen sich die eigenen Männer auch mal gerne von einer Explosion dahinraffen, die man durch das Platzieren eines Sprengsatzes selbst ausgelöst hat (es sei denn, man schickt sie vorher 50 Meter weit weg). Das sorgt für unfreiwillige Komik wie auch die Sprüche der Kameraden (vielleicht liegt das an der Übersetzung, oder es ist im Englischen genauso lustig), die mit Sicherheit nicht im 2. Weltkrieg geäußert wurden (Beispiele folgen):
- "Wir richten großen Schaden an!"
- "Solange sie (Sie?) uns nicht töten, machen wir unseren Job richtig!"
- "Die sind unterdrückt!"
- "Ich fürchte, das hier ist so eine Pattsituation!"
- "Schwatzt nicht, schießt lieber!"
- "Jetzt geht's euch an den Kragen!"
- "Halt doch einfach den Mund und geht zu ihrer Flanke!"
- "Wir dürfen nicht verlieren!"
- "Das ist ein Krieg mit scharfer Munition. Soll doch endlich mal jemand loslegen!"
- "Weniger plappern, mehr nachladen!"
Besser geht es nicht.
Ich habe das Spiel - wie die beiden anderen Teile auch - zweimal durchgespielt. Nach dem ersten Durchlauf schaltet man den Level "authentisch" frei, in dem man ohne HUD und Fadenkreuz spielt. Das ist dann einigermaßen schwierig, da man erneut nicht jederzeit speichern kann. Allerdings sind die Speicherpunkte recht fair gesetzt. Die Spielzeit ist ok, und es gibt wieder nette historische Background-Informationen zu den Missionen.
Fazit: Wer die Stereotypen nicht mehr erträgt und wem es auf die Nerven geht, ein leicht dementes Team durch die Niederlande zu lotsen, sollte das Spiel nicht kaufen, der Rest kann bedenkenlos zugreifen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Nette Idee - schlechte Umsetzung, 3. November 2009
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Brothers in Arms: Hell's Highway (DVD-ROM) (Computerspiel)
Ich habe die Vorgänger nicht gespielt. Aufgrund einiger Meinungen von Freunden ging ich jedoch mit hohen Erwartungen in das Spiel.
Das Erste was ich normalerweise mache, wenn ich einen Ego-Shooter spielen möchte, ist die Tastaturbelegung zu ändern. Dies war jedoch in BIA:HH zunächst gar nicht so einfach. Es tauchten sowohl Befehle auf, die mir zu dem Zeitpunkt noch nichts sagten, als auch merkwürdige Abkürzungen für Tasten, die ich nicht kannte und die Befehlen zugeordnet waren. Also verschob ich den Punkt zunächst.
Danach startete ich das Spiel und war enttäuscht, dass der höchste der drei Schwierigkeitsgrade anscheinend erst freigespielt werden muss. Für Profis ein Ärgernis, zumal der Zweite (zu dem Zeitpunkt also Höchste) nicht sehr anspruchsvoll ist, aber dazu bald mehr.
Ich startete das Spiel, musste mir jedoch zunächst zwei Videosequenzen, davon eine elendig Lang und anscheinend nicht unterbrechbar, nur unterbrochen von einer kurzen Schießeinlage, anschauen.
Dabei bekam ich das erste Mal die Ingame-Grafik zu Gesicht. Von den Socken gehauen hat sie mich zwar nicht, aber häßlich fand ich sie auch nicht. Mir sind andere Dinge wichtiger.
Dann ging es endlich Los mit der ersten Mission.
Wenn man die Hilfefunktion aktiviert (man wird am Anfang gefragt, ob man das möchte), wird einem Alles was man wissen muss, kurz erklärt. So gelang es mir endlich die Tastaturbelegung nach meinen Wünschen anzupassen und mich den ersten Missionszielen zu stellen. Dabei steht einem schon Unterstützung in Form eines MG-Teams zur Verfügung.
Sogleich machte ich mich an's herumkommandieren "meiner Männer".
Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, das MG-Team in Deckung zu schicken, es Gegner niedermähen, oder auch einfach nur Feuerschutz, geben zu lassen.
Das Kommandieren der Einheiten ist dabei einfach gehalten. Es gibt eine Taste für Befehle. Drückt man diese, erscheint ein Cursor, der sich je nachdem worauf man zielt wandelt: Bewegen, Angreifen, Spezialaktion. Zielt man zum Beispiel mit seiner Bazookaeinheit auf einen LKW... bumm. Eine zweite Taste ist zum Wechseln zwischen den Teams da.
Beim Bewegen sollen die Einheiten Deckung automatisch erkennen und benutzen. Das funktioniert auch, zumindest meistens. Manchmal jedoch bewegen sie sich komisch, hüpfen zuerst zwei Mal über eine Mauer bevor sie hinter ihr Deckung suchen, oder sie suchen schlichtweg auf der falschen Seite einer Mauer Deckung.
Womit wir beim nächsten Thema wären: Deckung.
In dem Spiel gibt es eine "Deckungstaste", mit deren Hilfe man hinter allen möglichen (und unmöglichen) Gegenständen Deckung suchen kann, zum Beispiel Mauern, Hauswände, Holzkarren, Heuballen, Autos usw.
Der eigene Charakter kauert dabei an/hinter der Deckung und kann dann auch darüber hinweg schießen, oder drumherum, was durchaus spaßig ist.
Was jedoch schlecht gelöst ist, ist das Schaden nehmen in Deckung.
Ist man mittels seiner "Deckungstaste" in Deckung gegangen, zum Beispiel hinter einer Mauer und befindet sich passiv hinter dieser, bekommt man durch normale Schusswaffen des Gegners keinen Schaden, auch wenn der eigene Kopf ganz offensichtlich noch einige Zentimeter über die Mauer ragt. Hockt man jedoch ohne "Deckungstaste" hinter dieser Mauer, die Position der vorherigen sehr ähnlich, der Kopf nicht merklich höher, frisst man plötzlich jede Menge Schaden. Das fällt besonders bei Säulen und Ähnlichem auf, die zwar recht breit sind, hinter denen man aber nicht "richtig" in Deckung gehen kann und die daher kaum Schutz vor Verletzungen bieten.
Was zu dem Thema auch noch zu sagen wäre ist, dass Gegner oft so hinter Mauern hocken, dass man noch einen Teil von Ihnen sieht. Ein gezielter Schuss, ein dummer Feind weniger.
Dann wäre da noch der Missionsaufbau, der immer gleich aussieht.
Jede Mission gliedert sich in einige Untermissionen. Die wiederrum, gliedern sich meistens in mehrere Schauplätze.
Ein Schauplatz kann zum Beispiel ein Haus samt Garten sein, oder ein Abschnitt einer Straße bis zur nächsten Straßensperre.
In jedem Schauplatz findet dann ein gescripteter Kampf statt. Betritt man den Schauplatz, spawnen Gegner, die entweder irgendwo in Deckung hocken, oder Patrouille laufen. Wird man entdeckt oder eröffnet man das Feuer (oder lässt seine Teamkollegen das Feuer eröffnen), laufen die feindlichen Soldaten in die nächste Deckung und der Kampf beginnt. Würde man nun die feindlichen Soldaten gegen die eigenen kämpfen lassen, ohne sich einzumischen, würde der Kampf ewig dauern. Da man jedoch sich hat, ist so ein Kampf recht schnell vorbei.
Dabei wendet man immer die gleiche Taktik an: Flankieren. Laut Tip am Anfang hat jeder Schauplatz eine Möglichkeit seinen Gegner zu flankieren. Man lässt also einfach seine Leute den Gegner ablenken, läuft ihnen in die Flanke und metzelt sie nieder. Wenn man möchte, kann man auch ein Team zum flankieren mitnehmen, denn manchmal spawnen innerhalb eines Schauplatzes noch Gegner nach, wenn man was bestimmtes gemacht hat (in den Garten eingedrungen, ein MG-Nest ausgeschaltet). Diese laufen dann einfach irgendwo aus einer Tür heraus, suchen hinter der nächsten Deckung Schutz und kämpfen mit.
Wenn einem das flankieren zu mühselig ist, kann man die Gegner immer noch einfach wegsnipern, da sie, wie oben beschrieben, oft nur unzureichenden Schutz suchen. Und auch sonst stellen sie sich nicht besonders schlau an. Sie suchen hinter Holzzäunen Deckung, die man leicht wegschießen kann, oder lassen sich einfach in den Rücken fallen, obwohl sie einen beim flankieren gesehen haben müssten.
Das führt dazu, dass jeder Kampf gleich abläuft. Man betritt den Schauplatz. Gegner und Freunde suchen sich die nächste Deckung. Man tötet die Feinde indem man flankiert, oder sie einfach hinter ihrer oft unzureichenden Deckung tötet. Man rückt vor. Wenn neue Feinde spawnen, geht das selbe Spiel von vorne los, ansonsten auch, nur am nächsten Schauplatz.
Die gegnerische KI lässt dabei keine Intelligenz erkennen. Sie hockt stur hinter ihren Mauern und trifft dabei fast nichts. Keine Versuche seitens des Gegners mal meinem Trupp in die Flanke zu fallen. Nichtmal eine Granate kam mir bis jetzt entgegengeflogen.
Die Idee hinter dem Spiel gefällt mir zwar sehr gut, die Umsetzung ist meiner Ansicht nach aber nicht gut.
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