Ein Film der Superlative - in den Herstellungskosten, bezüglich des internationalen Einspielergebnisses, hinsichtlich der unglaublich realistischen Regie, der ungeheuer spektakulären Szenerie, der fantastisch besetzten Hauptrollen. Brotherhood" zählt zu den besten (Anti-)Kriegsfilmen, die ich je gesehen habe, und wurde verdientermaßen mit diversen Preisen ausgezeichnet. Im Verlauf des Zuschauens spürt man den Adrenalin-Spiegel rasch und beträchlich steigen, nicht nur der unerhört wirklichkeitsnahen Gefechtsszenen wegen. Auch die dramatische Entwicklung der Handlung trägt ihren Teil dazu bei. Es gibt Momente in diesem Film, die noch lange nachwirken, beispielsweise der Boxkampf, das Auffinden der Leichen im Dorf, der schockierend gut gemachte Luftangriff, der Zweikampf der Brüder auf nordkoreanischer Seite. Jang Dong-gun und Won Bin, die beiden Hauptdarsteller, füllen ihre Rollen unglaublich eindrucksvoll aus. Mimik und Gestik sind von einer aufwühlenden Überzeugungskraft, die insbesondere in der erschütternden Sterbeszene intensiv zum Ausdruck kommt. Manche Passagen in Brotherhood" sind derart überwältigend, daß einem der Atem stock. Der Film in seiner Gesamtheit ist verstörend, grauenvoll, schonungslos, ein wahrer Albtraum des Grauens, nichts für zartbesaitete Gemüter.
Lobenswert ist auch die sparsame Verwendung von Musik, die lediglich dazu eingesetzt wird, dramatische Augenblick zu unterstreichen, ohne dabei aufdringlich oder gar schwülstig zu sein, wie man das aus vergleichbaren amerikanischen Filmen kennt.