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Auch die übrigen Lieder stammen aus einer anderen Zeit, sind Dokumente einer amerikanischen Vergangenheit, die der Film liebevoll wieder auferstehen lässt. Es handelt sich dabei jedoch nicht um Jazz und Swing, wie ihn die New Yorker Upper Class damals goutierte, sondern im besten Sinne um Volksmusik, wie sie den rückständigen Süden dominierte: Hillbilly, Country und Gospel sind angesagt. Insofern muss man wohl die Zuneigung nachempfinden, mit der die Coen-Brüder Land und Leute im tiefsten Mississippi portraitiert haben, um an dem sorgfältig zusammengestellten Soundtrack Gefallen zu finden. Nur dann kann man vorbehaltlos die Ohrwurm-Qualitäten von "I Am A Man Of Constant Sorrow" genießen -- jenem Stück, mit dem die Soggy Bottom Boys im Film ihren großen Hit landen und das man auch jenseits des Kinosaales immer wieder hören will. --René Classen
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Abwechslungsreich und in verschiedenen Stilrichtungen präsentieren sich 19 Musiktitel wie sie unterschiedlicher, überraschender und unterhaltsamer nicht sein können.
Handelt es sich hierbei nun um den Country Song der Soggy Bottom Boys "I Am A Man Of Constant Sorrow (selten so eine virtuose Blues Guitar gehört), welcher gleich in 4 völlig unterschiedlichen Versionen vorliegt (wobei hier sogar die beiden Instrumentalversionen ein Genuß sind), oder aber der vielstimmige Gospel "Down To The River To Pray" der einem einen Schauer nach dem anderen über den Rücken jagt.
Die absoluten Knaller sind allerdings "Hard Time Killing Floor Blues" von Chris Thomas King und „O Death" von Ralph Stanley. Letzterer ein tiefschwarzer Solo Acapella der das Prädikat Soul Song mehr als verdient und einen das leiden des Interpreten förmlich spüren läßt.
Alles in allem ein wunderbares Soul, Blues, Gospel, Country Album welches 100% Glaubwürdig nach Südstaaten Musik der "einfachen Leute" in den 30er Jahren klingt.
Das besondere hierbei im Gegensatz zu sonst üblichen Aufnahmen ist, das auf dem "O Brother, Where Art Thou?" Sampler, die schwarze Musik der unteren Gesellschaftsschicht ebenso vertreten ist wie die Country Musik des "einfachen Weißen", der mit "Negermusik" eigentlich nichts zu tun haben wollte.
Wer genau hinhört wird sich wundern wie nahe sich die Stilrichtungen eigentlich sind, obwohl an Gesellschaftlichen Berührungspunkten dieser Zeit wohl kaum etwas vorhanden war.
Noch ein kleiner Tipp zum Schluß: Achten Sie mal auf das Instrument im Hintergrund des vermeintlichen "Acapellas" Didn't Leave Nobody But The Babe". Und dann soll noch mal einer sagen mit einer "Singende Säge" kann man keine Musik machen ;-)
Für mich eines der empfehlenswertesten Alben der letzten Zeit!
-- Peter Mueller --
Als Emmylou Harris die Stimme des betagten Dr. Ralph Stanley erstmals im Auto hörte, war sie so fasziniert, dass sie beinahe in den Graben gefahren wäre. Also Vorsicht!
Die kleinen Mädchen Sarah, Hannah und Leah Peasall schmettern ihr "In The Highways" so schnell und schwungvoll, das der Song nach kaum mehr als eineinhalb Minuten schon zu Ende ist.
Manche diser Lieder könnte man sich auch in einer Dorfkirche irgendwo in den Bergen von Kentucky vorstellen, alle sind scheinbar alltäglich und sprechen doch den Menschen aus der Seele: In Constant Sorrow...
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