Hier wird eine der echten Nikolaus-Legenden (Brot für Myra) mit einer Menge Weihnachtskitsch verbrämt (Zuckerriegel in die Schuhe der Kinder von Myra). Das muss doch nicht sein. Warum nicht die echte Legende, mit den drei Goldklumpen für die drei Mädchen? Warum so eine hyperreligiöse Geschichte, in der die Kinder immer Kyrieleis singen, so wie Rod und Todd Flanders von den Simpsons?
Die Bilder sind aber schön anzusehen. Außerdem lässt sich an dem Buch gut erklären, warum der Hl. Nikolaus der Schutzpatron der Kaufleute ist: weil er nämlich Brot in einem fernen Land billig gekauft hat und zu Hause teuer verkauft (und einen Teil verschenkt). Also ein Schutzpatron des Kapitalismus und der Globalisierung. Sehr zeitgemäß.