Im ersten Teil des Buches werden die verschiedenen Getreidearten erklärt, ihre Auswirkung auf die Gesundheit und ihre Verwendung in der Küche. Reich bebildert und nicht überfrachtet liefert es dem Leser leicht verdauliche Informationen.
Im Kapitel "Der Müller und das Mehl" erfährt der müllerische Laie alles über die Mehlgewinnung.
Im darauffolgenden Kapitel "Tradition und Brot" werden geschichtliche Hintergründe beleuchtet, alte Backgeräte vorgestellt, Bräuche, die mit ansprechenden Bildern, Schemata und Zeichnungen, aufgelockert sind.
Das Kapitel "Vom Mehl zum Brot" liefert nun praktische Tipps über Backhilfsmittel und -techniken, Sauerteigherstellung, Gewürze etc. Zahlreiche Fotos zeigen, wie kinderleicht es ist, ein gscheites Brot herzustellen. Historisches Hintergrundwissen, illustriert mit alten Stichen, untermauert die Kompetenz des vermittelten Wissens. Gewürze werden vorgestellt, Anis, Fenchel, Koriander, Kümmel, Schabzigerklee, Backtechniken und das Bauen eines Holzbackofens.
Interessant auch die Illustrationen zu den Brotbackfehlern, gut bebildert und leicht nachvollziehbar.
Es folgen wertvolle Hinweise, wie man z.B. eine knusprige Brotkruste erzielt, zur Haltbarkeit des Brotes, zur Brotfarbe und Schnittfestigkeit. Die verschiedenen Mehlsorten werden vorgestellt, die Typen 610 - 1270 erklärt, deren Lagerung etc., bevor das Buch mit leicht nachbackbaren Rezepten schließt.
Insgesamt ein wunderbares Werk der Müllerin Annelie Wagenstaller, deren Leidenschaft fürs Brot man auf jeder Seite des Buches spürt und man glaubt förmlich, den Geruch von frisch gebackenem Brot wahrnehmen zu können.
Für jeden, der sich bewusst ernährt, ein wertvoller Erfahrungsschatz.