Aus der Amazon.de-Redaktion
Rosalba wird an der Autobahnraststätte einfach vergessen, so wie sie selbst gerade erst ihre Ohrringe auf der Toilette vergessen hat. Als sie zurückkommt, ist der Ausflugsbus mit ihrem Mann, ihren zwei Söhnen und den anderen Reisenden weg. Das ist natürlich ein wunderbar komisches Bild, aber doch auch viel mehr. Um die Vergessenen geht es in Silvio Soldinis Überraschungserfolg
Brot und Tulpen, um die Menschen, an denen das Leben und die anderen einfach vorbeigehen, die nicht wahrgenommen werden, was sie auch tun.
Rosalba (Licia Maglietta) ist zwar etwas naiv und ein bisschen schusselig, aber ansonsten eine perfekte Hausfrau, die von der Familie praktisch übersehen wird. Nur wenn einmal etwas nicht ganz rund läuft, dann erinnern sich der Mann und die Söhne ihrer. So wird der Zwischenfall an der Autobahnraststätte zu einem Moment der Befreiung für Rosalba. Eigentlich will sie zwar auf eigene Faust nach Hause reisen, aber dann landet sie in Venedig, der Stadt ihrer unerfüllten Sehnsüchte und Träume. Aus einem kurzen Abstecher wird eine Chance auf ein neues Leben.
Silvio Soldini entdeckt mit seiner wunderbaren Hauptdarstellerin Licia Maglietta zusammen Venedig. So wie sie sich durch die Stadt bewegt, so wandelt auch der Film durch Seitenstraßen und Nebengassen, immer mit einem offenen Auge und Herzen für Menschen wie den todtraurigen Kellner Fernando (Bruno Ganz), die sich nach Liebe verzehrende Masseuse, den revolutionären Blumenhändler und den einsamen Privatdetektiv, den Rosalbas Mann mit der Suche nach ihr beauftragt hat. Sie alle sind Figuren, über die das Kino meist einfach hinweggehen würde, unglücklich und auf den ersten Blick unattraktiv. Aber wie viel haben sie und ihre Gesichter doch zu erzählen.
Manchmal geht Silvio Soldini zwar etwas zu weit mit seiner Außenseiterromantik, dann schlägt seine Alltagspoesie in Kitsch um. Doch selbst in diesen Momenten bewahren ihn seine zauberhaften Darsteller, allen voran Licia Maglietta und Bruno Ganz, vor dem Absturz ins Banale. Wie die Stadt Venedig haben auch sie etwas Magisches. Ihre Figuren, diese Geschlagenen des Lebens, die sich nicht unterkriegen lassen, wird man so leicht nicht mehr vergessen. --Sascha Westphal
Video Jakob Kurzinhalt
Was passiert, wenn eine italienische Hausfrau an einer Raststätte den Bus mit ihrer Familie und der ganzen Reisegesellschaft verpasst? Wenn sie so ist wie Rosalba, wenn sie beispielsweise schon immer nach Venedig wollte, ändert sie einfach ihre Reiseroute. Per Anhalter gelangt sie in die Stadt ihrer Träume und sucht dort eine Bleibe für die Nacht. Sie findet den traurigen, romantischen Feingeist und Kellner Fernando, der sie - freundlich, aber in höflicher Distanz - bei sich unterbringt. Am nächsten Tag findet sie sogar einen Job bei einem alten anarchistischen Blumenhändler. Ihr Mann Mimmo tobt am Telefon - doch für Rosalba beginnt ein neues Leben, eine Auszeit, in der ihre Missgeschicke abnehmen und ihr Glück wächst...
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Rosalba, Hausfrau und Mutter zweier Söhne aus Pescara, wird während einer Busreise von ihrem zerstreuten Ehemann Mimmo schlichtweg auf einer Autobahnraststätte vergessen. Um sich zu revanchieren, fährt sie mit einem Fremden nach Venedig, der Stadt ihrer Träume. Dort nimmt sie einen Job als Floristin an und zieht mit einem formvollendeten Kellner zusammen, der unter Depressionen leidet. Schnell gewöhnt sich Rosalba an ihr neues, aufregendes Leben und denkt überhaupt nicht daran, nach Hause zurückzukehren.
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In Italien mit neun David-di-Donatello-Preisen - dem italienischen Pendant zum Oscar - ausgezeichnet, ist der vierte Film von Silvio Soldini gleichzeitig sein erfolgreichster. Die romantische Komödie besticht vor allem durch poetische Töne, die liebevolle, detailgenaue Zeichnung der Figuren sowie subtilen, hintergründigen Humor. Dadurch entstehen Menschen wie du und ich, mit kleinen Macken und großen Gefühlen - Individuen, die man einfach gern haben muss.
Blickpunkt: Film
Rosalba wird an einer Autobahnraststätte von ihrer Reisegruppe vergessen. Sie beschließt die Gelegenheit zu nutzen und fährt alleine nach Venedig. Dort heuert sie spontan bei einem Blumenhändler an und wagt einen Neuanfang. Die Erfolgskomödie des Jahres 2000 in Italien.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Humane und bizarre Erfolgskomödie aus Italien um eine Hausfrau, die sich emanzipiert.
Kurzbeschreibung
Was passiert, wenn eine italienische Hausfrau an einer Raststätte den Bus mit ihrer Familie und der ganzen Reisegesellschaft verpasst? Wenn sie so ist wie Rosalba, wenn sie beispielsweise schon immer nach Venedig wollte, ändert sie einfach ihre Reiseroute. Per Anhalter gelangt sie in die Stadt ihrer Träume und sucht dort eine Bleibe für die Nacht. Sie findet den traurigen, romantischen Feingeist und Kellner Fernando, der sie - freundlich, aber in höflicher Distanz - bei sich unterbringt. Am nächsten Tag findet sie sogar einen Job bei einem alten anarchistischen Blumenhändler. Ihr Mann Mimmo tobt am Telefon - doch für Rosalba beginnt ein neues Leben, eine Auszeit, in der ihre Missgeschicke abnehmen und ihr Glück wächst...
Produktbeschreibungen
Erst piano, dann fortissimo: Eine Frau befreit sich von ihren Fesseln und wagt einen Neubeginn!
Was passiert, wenn eine italienische Hausfrau an einer Raststätte den Bus mit ihrer Familie und der ganzen Reisegesellschaft verpasst? Wenn sie so ist wie Rosalba, wenn sie beispielsweise schon immer nach Venedig wollte, ändert sie einfach ihre Reiseroute. Per Anhalter gelangt sie in die Stadt ihrer Träume und sucht dort eine Bleibe für die Nacht. Sie findet den traurigen, romantischen Feingeist und Kellner Fernando, der sie - freundlich, aber in höflicher Distanz - bei sich unterbringt. Am nächsten Tag findet sie sogar einen Job bei einem alten anarchistischen Blumenhändler. Ihr Mann Mimmo tobt am Telefon - doch für Rosalba beginnt ein neues Leben, eine Auszeit, in der ihre Missgeschicke abnehmen und ihr