Ich habe im Laufe der Jahre mehrere Bücher zum Thema 'Brot backen' angschafft. Viele Rezepte daraus haben nicht funktioniert, sei es, weil sie nicht auf die deutschen Mehltypen abgestimmt waren, oder deswegen, weil die Autoren eben keine ausgebildeten Bäcker waren.
Beides ist in diesem Buch anders. Der Rezepte stammen von einem Bäckermeister und sind fast alle mit den handelsüblichen Mehlsorten (Weizenmehl 550, Roggenmehl 1150) zu bewerkstelligen. Gleich zu Beginn habe ich mir auch einen Sauerteigansatz gezogen, der bereits seit mehreren Wochen zum Backen dient. Außerdem war ein sehr hilfreicher Tipp in dem Buch enthalten: Ich habe nur einen Uraltofen, in dem man nur mit Umluft backen kann. Dies ist zum Brot backen eigentlich schlecht. Aber im Bratschlauch (!) gelingt es dennoch hervorragend. Inzwischen backe ich zweimal pro Monat jeweils zwei Brote, was vollkommen ausreicht.
Die Rezepte sind einfach, die Roggenmischteige sollte man aber auf jeden Fall mit der Küchenmaschine kneten. Ich habe bereits beide ausprobiert und war, ebenso wie einige Gäste, sehr begeistert, sowohl von den normalen Broten (z.B. Sauerteigbrot, Münsterländer Bauernstuten) und den exotischeren (Bratkartoffelbrot, Dijonsenfbrot).
Es stimmt zwar: Ein Lektor hätte noch einmal drüber gucken sollen, aber die paar Fehler ergeben keine Missverständnisse.
Also ganz deutlich: Ein sehr gutes Produkt, dass man sich sowohl als Anfänger, wie auch als Fortgeschrittener zulegen sollte. Wenn man sich beispielsweise jeden Samstag zwei Stunden Zeit nimmt, kann man gut für die ganze Woche Brot backen. Das spart auch Geld, wenn man sich die Preise in den Bächereien ansieht.
Fazit: Das beste Brotbuch, das ich kenne.