Für Menschen mit wenig Zeit ist das Laufen der effizienteste Sport, um Herz, Kreislauf und Fitness in Schwung zu halten. Seit Mitte der 90ziger laufe ich jetzt schon. Das erste Equipment waren Laufschuhe aus einem Discounter. Okay, für die berühmten Frühjahrsläufe - 2 bis 3 mal Laufen, um den guten Vorsätzen fürs Neue Jahr gerecht zu werden - reichen diese Schuhe. Beim regelmäßigen Training stellten sich jedoch bald Schmerzen in den Schienbeinen und Knien ein. Ein wenig Recherche im Internet und den gängigen Laufforen und ich trabte zum nächsten RunnersPoint, um meine Laufbewegung von Profis prüfen zu lassen. Siehe da, ich wurde zum Schwergewicht unter den Läufern degradiert und zu starker Pronation (Neigung zum wegknicken) verurteilt. Die in Deutschland sehr bekannten Asics waren meine erste Wahl. Allerdings hatte ich immer das Problem mit der Schuhzunge, die nach links oder rechts wegrutschte und damit der Schnürriemen über den Spann scheuerte. Ein paar Asics und Jahre weiter probierte ich New Balance, Adidas und Nike, auch keine wirkliche Hilfe für mein Schuhzungenproblem, obwohl es gute Laufschuhe sind.
Am Morgen meines ersten Marathons wurden mir von einem anderen Läufer beim Frühstück im Hotel die Brooks empfohlen, die leider in Deutschland nicht in jedem Fachgeschäft zu kriegen sind. 3 Marathons und jede Menge Waldläufe weiter bin ich nun ein absoluter Fan dieses Laufschuhs. Der Brooks Beast - zugegeben man fühlt sich in der laufenden Schwergewichtskampfklasse mit diesem Namen nicht besser - ist ein idealer Schuh für die Trittsicherheit. Mein Umknickproblem kriegt der Brooks in den Griff und die Gelenke werden durch die breite Trittfläche geschont. In der Über-90-Kiloklasse und bei mindestens 70km in der Woche ist die Stoßabsorption das wichtigste Kriterium für einen Schuh, damit sich der Verschleiß in Grenzen hält und ich noch viele Jahre Freude beim Laufen empfinde.
Fazit: Brooks Beast ist nach meiner Erfahrung der beste Schuh für schwere Läufer mit leichter und starker Pronation (Eindrehung des Fußes) und der einzige Profi-Laufschuh, den ich bisher getragen habe, dessen Zunge nicht ständig weg rutscht. Einziger Nachteil - der Name! Könnten die Damen und Herren Produktmanager von Brooks ein wenig Rücksicht auf die schwache Psyche der Schwergewichtsläufer nehmen und vielleicht den "Beast" in "Fee" oder "Feder" umtaufen ;-) Das würde den Läufer ein wenig mehr motivieren, statt als "Beast" durch Wald und Flur zu stapfen.